Willanders – Rechts vor Links

11. Februar 2020

Demo… was???

Vor wenigen Tagen besuchte mich Freund S. wieder. Er überwintert seit etwa 25 Jahren regelmäßíg auf den Philippinen, und kommt jedes Jahr zuverlässig Anfang Dezember auf eine Tasse Kaffee vorbei. Diesmal ließ er sich aber nicht blicken bis zum letzten Sonntag. Ich habe mir nichts dabei gedacht.

Nachdem wir uns bei unserer ersten Begegnung, vor einem Dutzend Jahren, mal über Politik unterhielten, und ich ihn dabei auf die katastrophalen Zustände in seinem norddeutschen Mini-Bundesland – Clanunwesen der Miri, korrupte Kuscheljustiz und ebensolche und noch dazu unfähige Regierung, niedrigstes Bildungsniveau, hohe Arbeitslosigkeit – aufmerksam machen wollte, da unterbrach er mich abrupt: „So ein Quatsch! Und außerdem interessiert mich das nicht die Bohne!“ Und er gab zu verstehen, dass er entweder die Linke oder die Grünen wählt. Danach habe ich in den Gesprächen mit ihm nie wieder Politik erwähnt.

Als er letzten Sonntag plötzlich auftauchte, und kaum dass ich ihn mit „Na, was gibt‘s Neues?“ begrüßte, da sprudelte es aus ihm nur so heraus: Kurz nach seiner letzten Rückkehr nach Deutschland wurde er direkt vor seiner Haustür von sechs arabischen Teenagern von hinten überfallen. Nach dem ersten Schlag auf den Hinterkopf verlor er sein Bewußtsein, fiel wie ein Brett auf den Bürgersteig, schlug mit dem Kopf hart auf, die Araber traten dann mehrmals gegen seinen Kopf wie gegen einen Fußball, und hätte sie nicht irgendetwas verschreckt, so hätten sie ihn wahrscheinlich zu Tode getreten. Sein Gesicht wird seitdem von mehreren Titanplatten zusammengehalten, und die permanenten Kopfschmerzen sind auch eine Plage – aber das schlimmste sei das Trauma, das tiefe Spuren in seine Gesichtszüge eingraviert hat; er ist nicht mehr dieselbe Person wie bis zu unserem letzten Abschied vor gut einem Jahr.

Dieser Beinah-Mord war der lokalen Bildzeitung noch gerade einen Dreizeiler auf Seite 5 unten wert. Von den Tätern, die nur dank einer Überwachungskamera vor einem nahen Laden identifiziert werden konnten, bekam der eine acht Monate auf Bewährung (die er schon in der U-Haft absaß), der zweite 500 Euro aufgebrummt, der Rest konnte so nach Hause gehen. Der Prozeß kurz vor Weihnachten, bei dem er als Zeuge aussagte, war der Grund für seine Verspätung.

Als er mit seiner Erzählung fertig war, sagte er ungefragt: „Jetzt wähle ich nur noch die AfD!“

An meinen Freund S. mußte ich gerade denken, als ich diesen Artikel bei TE – über die Vorgänge anläßlich der Thüringer Landtagswahl, als letzte Glieder einer Kette permanenter Verfassungsbrüche seitens Merkel und andere Politiker, las.

Deutsche wie Freund S. sind der Homo politicus germanicus schlechthin – mit anderen Worten: der völlig unpolitische Mensch. In seinem Alltag beachtet er überhaupt nicht, was die Politiker machen. Sein politisches Interesse reicht allenfalls bis zu seiner Nasenspitze. Was einen Rechtsbruch anbetrifft, da wird er nur fuchsig, wenn ihm das Umtauschrecht nach Weihnachten zu kurz greift, oder sein Nachbar für die auf sein Grundstück gefallenen drei Stück Laub zu milde bestraft wird. Wenn aber die Politiker das hohe, ja das höchste Recht und Gesetz täglich brechen, auf das Grundgesetz und die anderen Staatsgesetze pfeifen – das interessiert ihn nicht die Bohne, wie meinen Freund S., bis, ja bis ihm jemand buchstäblich den Schädel einschlägt. Bestenfalls da wacht der Durchschnittsmichel auf – wenn er den Angriff überlebt hat – und erkennt, dass etwas schiefläuft. Es ist dann aber meist zu spät, um die Mißstände noch beheben zu können. Irgendwann bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der Deutsche für die Demokratie nicht gemacht ist. So sehr er sein Haus und Hof sauber kehrt – so sehr vernachlässigt er sein Heimatland. Die offenen Landesgrenzen einerseits und zugleich die Merkel-Legos um seine Marktplätze herum andererseits machen diese Haltung sichtbar.

vsmusels

Diese deutsche Gleichgültigkeit, die häufig blitzartig in das Gegenteil umschlägt, irritiert bisweilen die Nachbarn. Den Unterschied zwischen den Deutschen und etwa den Polen zeigte deutlich die Reaktion in den beiden Ländern damals 2015 – auf dem Höhepunkt der Invasionswelle – auf die tatsächliche bzw. angekündigte Aufnahme von „Flüchtlingen“. Während in der BRD die 1,5 Millionen tatsächlich eingefallenen Invasoren allerorten für euphorische Teddywerferinnen sorgten, brachten in Polen die lediglich  a n g e d r o h t e n  4.500 (in Worten: vier-ein-halb-tausend) „Wilde“, verteilt auf 3 (in Worten: drei) Jahre, die halbe Nation auf die Straße. Als die Nachricht aus Brüssel bekannt wurde, gab es am selben Tag im ganzen Land spontane Massenproteste, und ihre unbedachte Zusage in Brüssel brachte dieser Regierung eine krachende Niederlage bei der nächsten Wahl bei. Unnötig zu sagen, dass die Polen keinen einzigen der Merkel-Invasoren genommen haben.

Als mein Freund mir von seinem Unglück erzählte, musste ich auch an den Beitrag in meinem Blog von 2015 denken, der nichts an seiner Aktualität verloren hat:

https://willanders.wordpress.com/2015/10/20/die-deutschen-und-die-demokratie-ein-ding-der-unmoeglichkeit/

Wenn ich eine Prognose für Deutsche und Polen wagen solle, dann komme ich zu dem Schluss: Noch ist Polen nicht verloren – Deutschland allerdings schon. Denn drüben ist die Demokratie ein mit vielen Opfern erkämpftes Gut – in der BRD dagegen ein ungeliebtes Geschenk, das man dann und wann vom Staub befreit, das aber ansonsten im höchsten Regal, ganz hinten, unbeachtet vor sich hin gammelt.

20. Januar 2020

Eine Hetzjagd in Europa

Wer sich gruseln – so richtig gruseln! – will, der lese den Bericht von Martin Sellner hier. Das ist kein dystopischer Roman – das ist Realität in der EU im 21. Jahrhundert. So ähnlich wurden auch die Dissidenten in den Paradiesen des Proletariats in Osteuropa gehetzt. Nur dort, lange vor der Digitalisierung aller Lebensbereiche, hat man damals noch unzählige Ausweichmöglichkeiten und Verstecke gehabt, um zu überleben, die dem Identitären, und allen anderen Abweichlern, heute in Europa nicht mehr zur Verfügung stehen. Sellners Schilderung seines Kampfes ermöglicht uns einen Blick hinter die verlogene Fassade der ach so bunten und toleranten Gesellschaft und der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ mit ihren grellen Neonparolen von Demokratie, Volkssouveränität, Weltoffenheit, Meinungsfreiheit und Pluralismus im besten Deutschland und Europa aller Zeiten – und wir sehen dort, wie das Gegenteil von all dem lautlos vollstreckt wird.

Sellners Leben ist ein Guckloch in unser aller Zukunft: Die Zellentür nach draußen in die Freiheit schließt sich rasch, der Raum in der Zelle wird auch immer enger, die Wände von außen her immer schalldichter, nach außen hin immer hellhöriger. Die Hetzjäger und Hetzjägerinnen im Hintergrund sind die gleichen, die sich über die Zustände in Russland und China empören. Heuchler!

21. August 2019

„Die EU muss die ethnische Homogenität ihrer Mitgliedsstaaten gezielt zerstören“

Filed under: EU,Geopolitik — willanders @ 14:52
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„Ach du schon wieder mit deinen Verschwörungstheorien!“ Auch heute noch – nach 2015, angesichts des unverhohlen organisierten Menschenschmuggels über das Mittelmeer nach Europa, nach all dem was wir inzwischen wissen über die weltweiten Ereignisse und ihre Hintergründe – stoße ich auf Unverständnis bis hin zur Ironie, wenn ich im Gespräch die Idee fallen lasse, dass es sich bei der weltweiten Migration um eine gesteuerte globalpolitische Aktion handelt.

Weil viele Menschen auch heute noch denken, dass all diese Sachen „einfach so“ passieren, hier ein älterer Artikel (von 2012) von Manfred Kleine-Hartlage auf seinen „Korrektheiten“ über einen der zentralen Strippenziehern bei all den weltweiten Turbulenzen, Peter Sutherland. Dieser Text gewinnt eine zusätzliche Bedeutung angesichts der Tatsache, dass all das offen und deutlich vor der Weltöffentlichkeit ausgesprochen wurde und wird, diese Leute sagen laut und klar was sie vorhaben – und doch die meisten interessiert das nicht! Ist das nicht frustrierend?

Peter Sutherland, UN-Migrationsbeauftragter: „EU soll ethnische Homogenität zerstören!“

 

Und hier der Link zu dem dort erwähnten BBC-Artikel: https://www.bbc.com/news/uk-politics-18519395

9. Juli 2019

Heute: Wie bastele ich mir eine Weltregierung?

Ein guter Kommentar zu einem Artikel auf Tichys Einblick, der das Drehbuch zur Installierung einer sozialistischen Weltregierung knapp zusammenfasst:

Sozialistische Weltregierung – gesponsert von Prof. Dr. Jens Rickmeyer

Wie wäre es mit einem kleinen Gedankenexperiment?

Wir planen, eine sozialistische Weltregierung einzurichten. Sozialismus verspricht ein Maximum an Kontrolle der Bürger bei gleichzeitigem Minimum in Lebensstandard. Eine sozialistische Weltregierung ist also im Interesse derer, die sich als Herrscher sehen, sie ist nicht im Interesse der Bürger, denn sie bedeutet: Weniger Bürgerrecht, weniger Freiheit und geringer Lebensstandard.

Entbehrung, Verzicht, Unfreiheit, weniger Mitsprache und ein schlechterer Lebensstandard sind nicht unbedingt die Renner, mit denen man Wahlen gewinnt. Aber sie sind die zwangsläufigen Folgen einer sozialistischen Weltregierung. Es stellt sich somit die Frage, wie Bürger für die sozialistische Weltregierung, die ganz offen gegen ihre individuellen Interessen verstößt, gewonnen werden können.

Hier der Plan:

Zunächst schaffen wir eine internationale Organisation, die wir der Sicherung des Friedens widmen. Frieden als Ziel ausgegeben, ist ein klarer Sympathieträger, denn ein friedliches Leben ist ein hohes Gut, dessen Erreichung von den meisten Menschen angestrebt und unterstützt wird. (more…)

5. Mai 2019

Ein Königreich für ein Gramm Vernunft!

Filed under: EU,Geschichte,Kultur — willanders @ 12:01
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Wer noch nicht gänzlich überzeugt ist von meiner Behauptung, dass wir uns auf dem Weg ins Zeitalter der Irrationalität galoppierend bewegen, der möge bitte den nachfolgenden Artikel in Ruhe lesen.

Heute ein Artikel im TUMULT, der auf eine großartige Weise eines der Probleme unseres politischen Systems darlegt. Er zeigt auch, wieviel Intelligenz und Vernunft in der AfD versammelt ist. Und was für eine Kluft im Denkvermögen zwischen den AfD-Mitgliedern und den bösen Clowns im übrigen Politik- und Medienzirkus der BRD da ist. Dieser Artikel ergänzt auf eine wundervolle Weise meinen kleinen Beitrag zu Gretas Grünen Garden. Dieser Hang zum Fanatismus i s t eine antropologische Konstante, die immer wieder an die Oberfläche drängt, und warum, das erklärt Helmut Seifen knapp in dem Artikel, der eine breite Öffentlichkeit verdient.

 

Helmut Seifen: ÜBER DIE GEFAHR IRRATIONALER SCHWÄRMEREI IN DER POLITIK

 

Anhand des ebenso ambitionierten wie kurzlebigen Täuferreichs von Münster ruft Helmut Seifen, langjähriger Gymnasiallehrer in der Täuferstadt und heutiger Co-Vorsitzender der AfD in Nordrhein-Westfalen, die Risiken einer ausschließlich affektgetriebenen Beschäftigung mit weltanschaulichen Fragen ins Gedächtnis und plädiert für eine vernunftgeleitete Kanalisierung des Irrationalen.
Zu Beginn der Flüchtlingskrise, im September 2015, nannte der britische Politikwissenschaftler Anthony Glees in einem Interview Deutschland einen „Hippie-Staat, der nur von Gefühlen geleitet wird“[1].

Aber statt nur mit dem Herzen müsse man mit dem Hirn handeln, forderte der Politologe eine realistische Besinnung von der Regierung Merkel. Auch wenn sein Appell im Berliner Kanzleramt auf taube Ohren stieß, machte seine Einschätzung international einige Furore. Indes wie es soweit kommen konnte, dass sich Deutschland innerhalb kürzester Zeit derart wandeln konnte, dass sein nach 1945 über Jahrzehnte mühsam wiederaufgebautes Renommee als ein geachtetes Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft in den Jahren nach 2015 so schweren Schaden erleiden konnte, ist bis heute erklärungsbedürftig.

Ich möchte deshalb dem Beispiel Marc Blochs folgen, der einmal feststellte, dass der Historiker einem Menschenfresser gleiche, „Wo er menschliches Fleisch wittert, weiß er seine Beute nicht weit“[2], und einen anthropologischen Erklärungsansatz für diesen seltsamen Wandel vorschlagen. Natürlich kann man verschiedene Zeitalter nie gleichsetzen, aber man entdeckt bei Geschehensvergleichen gewisse Analogien, die sich wohl daraus ergeben, dass die Menschen in ihren Reaktionen anthropologische Konstanten aufweisen, die sich in bestimmten Situationen in ähnlicher Form zeigen. Und die Überspanntheit der moralischen Wahrnehmung, die von einer geradezu manichäischen Weltsicht begleitet wurde, welche fortan das politische Meinungsspektrum ausschließlich in „Gut und Böse“ unterteilte, der daraus folgende Missionseifer und die totale Gewissheit, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein, die in Deutschland eine Saat der Gewalt hat entstehen lassen, all dies hat sich bereits einmal in Münster gezeigt.

Man könnte leicht an die Zeit des Nationalsozialismus denken. Ich möchte aber an die Zeit vor 485 Jahren erinnern. Am 23.02.1534 siegten die Wiedertäufer mit ihrer Freiheitspartei bei der Ratswahl und machten Bernd Knipperdolling zum Bürgermeister der Stadt Münster. Bereits in den Tagen danach, also vom 24.02.1534 an, wurde die Stadt nach dem Vorbild der urchristlichen Apostelgemeinde umgestaltet, d. h. es wurde von allen Familien der Besitz aufgenommen und das Privateigentum im Großen und Ganzen vergemeinschaftet. Gleichzeitig vernichtete man alles, was scheinbar der Vorstellung einer urchristlichen Apostelgemeinde widersprach. (more…)

1. Februar 2017

Ich bin der Martin

Wir können nun in Echtzeit beobachten, wie mit dem Martin Schulz eine extrem unsympathische Gestalt zu einem Sympathieträger und somit zu einem Stimmenfänger umgebaut werden soll. Eine Huldigung jagt die nächste, Talkshowaudienzen im Tagesrhythmus; neben vielen anderen Fragen, wird im September auch die Frage beantwortet werden, wie dumm der deutsche Michel ist, dass er auf dieses peinliche Schmierentheater reinfällt. Wer wählt eine Partei, die so ein Kasperletheater als Politik verkauft? Wie dumm muss man sein als Politmanager, sich so eine Figur als Wählerfang auszudenken?

Und so ist auch dieser Blogbeitrag von den Kollegen bei philosophia-perennis mehr als notwendig, um sich die Wahrheit über den Spitzenkandidaten der SPD vor Augen zu halten.

2. Januar 2017

Hier spricht das Böse

Es riecht stark nach Schwefel. Gleich zu Beginn des Jahres steigen wir mit ganz hartem Zeugs ein. Soros, das personifizierte Böse, an dem das einzig gute sein Alter und die daraus resultierende kurze Lebenserwartung ist, gießt weiter Öl ins Feuer und läßt die globalen Probleme weiter brodeln. Nicht auszudenken, die Menschheit würde im Frieden leben!

sorosDer agile NWO-Globalist beklagt darin, dass, weil Clinton die Wahl zum US-Präsidenten verloren hat, die USA nun nicht mehr imstande sein werden, „die Demokratie in der übrigen Welt zu schützen und zu fördern“. Weil es damit bisher in Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen und an vielen anderen Orten der Welt so wunderbar geklappt hat, muss man an dieser Stelle ergänzen. Man hört förmlich sein Gebiß knirschen, wenn der unverhohlen bedauert, dass Washington nicht mehr überall auf der Welt die „US-Demokratie“ in der Eiserner-Handschuh-Variante durchboxen kann. Keine Bomben auf irgendwelche Ukrainer, noch nicht einmal Drohnen gegen Russland, keine bunten Regime changes in Ländern, die der durchschnittliche Amerikaner nicht einmal auf dem Globus finden kann. Amerika werde von nun an mit seinen internen Problemen beschäftigt sein (und die bösen, weißen Amis nehmen jetzt die armen, wehrlosen Minderheiten „ins Visier“)! Dann machen ja die ganzen Milliarden auch keinen Spass. Wozu hat man diese sonst! Und wofür hat man so viel davon ausgegeben? Für nichts und wieder nichts!

Mir läuft es kalt den Rücken runter, wenn ich seine Worte lese: „Ich habe früh gelernt, wie wichtig es ist, welche Art von politischem Regime sich durchsetzt.“ Nein, er sagt nicht: Ich habe früh gelernt, für meine politischen Überzeugungen auf demokratischem Weg zu kämpfen. Wenn man seine Open Society Foundation kennt, ihre Ziele und ihr bisheriges Wirken, dann kriegen seine Worte eine ganz besonder Bedeutung. Übersetzt lauten sie etwa: Ich habe früh gelernt, die politischen Systeme so zu unterwandern und zu manipulieren, dass ihre Politiker in meinem Sinne handeln; mit anderen Worten: Ich habe gelernt, wie man die richtigen Leute in die richtigen Positionen hievt und diese Marionetten dann beliebig an meinen Fäden zappeln lässt.

Der Demokratie-Feind behauptet hier dreist, er wäre ein Förderer von politischen Systemen, die die Interessen der Wähler respektierten, und Gegner von Systemen, in denen die Herrscher ihre Wähler manipulierten. Überall wo er seine blutigen Finger im Spiel hat, passiert doch genau das Gegenteil. Was tun seine hunderte NGOs als manipulieren, wühlen, unterwandern, bestechen, zermürben und einschüchtern? Ich behaupte, es gibt keinen einzigen Bereich in den westlichen Gesellschaften, in denen seine Fünfte Kolonne nicht aktiv wäre. Von Anti-Polizei-Agitation bis hin zu Schlepperservice für Nordafrikaner. A propos Schlepperservice: Hier schießt er den Vogel ab, wo er bedauert, dass die „Flüchtlingskrise“ außer Kontrolle geraten sei, und die EU infolge dessen am Rande des Zusammenbruchs stehe. Als ob er die nicht mitangestoßen und mit allen verfügbaren Mittel vorangetrieben hätte! Ich verweise hier auf die hervorragende Analyse von Friederike Beck, die ich schon hier besprochen habe.

Vor dem Hintergrund seiner jahrzehntelangen Zerstörungsarbeit schmerze es ihn, dass die offenen Gesellschaften in der Krise steckten. Das ist mehr als dreist, das ist absurd. Zuerst arbeitet er sein Leben lang an der Zerstörung des Westens, und als sein Ziel fast erreicht ist, zieht sich der Jude aus der Affäre, wäscht seine Hände in Unschuld und vergießt Krokodilstränen. Auf einmal sind es die „gewählten Führungen, die es versäumt haben, die legitimen Erwartungen und Wünsche der Wähler zu erfüllen“. Und weil die Politiker sowas von unfähig seien, hätten die Menschen nun das Gefühl, dass die Eliten ihnen die Demokratie gestohlen hätten. Haltet den Dieb!, ruft der größte Dieb von allen.

Selbst mit der Globalisierung will der WallStreet-Mann nicht zu tun gehabt zu haben. Wie Mielke schon immer alle Menschen geliebt hat, so habe dieser Spekulant schon immer Mitleid mit den Verlierern der Globalisierung gehabt, weil es ihm klar gewesen sei, dass die Gewinner die Verlierer niemals entschädigen würden. Auch die Steuerschlupflöcher, die sich im Zuge der Globalisierung der Finanzmärkte auftaten, seien des Teufels gewesen; nur die anderen, die bösen Finanzmagnaten hätten davon Gebrauch gemacht. Er dagegen habe sich schon immer rechtskonform verhalten – mal abgesehen von Haftbefehlen in einigen Ländern.

Auch das „reiche“ Deutschland kritisiert der Nachkomme ungarischer Juden heftig für die Austeritätsprogramme gegenüber den anderen Euro-Ländern nach 2008 und lobt im Gegenzug Amerika für seine Politik nach dem Weltkrieg und macht den Deutschen wieder einmal schlechtes Gewissen. Er attackiert heftig Merkel, die er bisher über und über mit Lorbeeren bewarf, und macht sie persönlich verantwortlich für den bevorstehenden Zerfall der EU.

Angesichts der patriotischen Welle überall in der Welt, die nun national argumentierende Politiker an die Macht bringt, hat der globale „Finanzjongleur“ offensichtlich Panik bekommen. Angst, dass er zur Rechenschaft gezogen wird, Angst, dass dem Milliardär kein Fleckchen Erde zum Verstecken bleibt, dass ihm all seine Reichtümer nichts nützen werden gegen die Rache der Völker, die er sein Leben lang zu knechten versuchte. (more…)

25. August 2016

Gefühl statt Gesetz

Filed under: Demokratie,EU,Flüchtlingskrise,Medien,Politik,Staat — willanders @ 13:46

Derzeit ersetzt Emotion die Vernunft und das Recht in der BRD-Politik. Das Gefühl als Manipulationswerkzeug in den Händen der Machthaber ist nichts Neues. Ein beliebiges Beispiel: Ende der 60er Jahre drohte Polen zu explodieren. Zweieinhalb Jahrzehnte stalinistischen Terrors kulminierten im Dezember 1970 im Danziger Massaker an den streikenden Arbeitern. Die Kommunisten gerieten in Panik und wählten in ihrer Not Edward Gierek, einen Sympathen – einen großen, netten Mann mit Bergmann-Vergangenheit, – zum 1. Sekretär der KP. Er reiste durchs Land und fragte die Massen: „Helft ihr mit?“ – und die Parteifunktionäre (von den Medien als „das Volk“ verkauft) brüllten zurück: „Ja wir helfen!“. Diese einzig aufs Gefühl abgestellte Propaganda wurde zwar von jedem durchschaut und belächelt, aber sie funktionierte. Gierek pumpte sich überall im Westen Geld, tauschte die in Polen festgehaltenen Deutschen gegen die harte D-Mark aus – und plötzlich gab es Wurst, Fleisch, Bluejeans und Orangen in den Läden. Das Volk beruhigte sich – für ein paar Jahre wenigstens. Der Rest steht in den Geschichtsbüchern. Gierek fiel übrigens 1980 in Ungnade und wurde von den Kommunisten des Verrats angeklagt.

Die gleiche Nummer wurde auch 1989 zu Ost-Berlin versucht. Als die SED merkte, dass der Ich-liebe-doch-alle-Menschen-Mielke bei den Werktätigen nicht so prickelnd ankam, wurde schnell das niedliche weiße Kaninchen Krenz aus der Trickkiste gezogen. Oder nehmen wir das winkende Ceausecu-Paar, als das Volk nur noch abwinkte… Diese Nummer zog nicht mehr. Und dennoch versuchen Machthaber immer wieder, diesen Trick anzuwenden. Wenn Totalitäre nicht mehr weiter wissen, dann appelieren sie an die edlen Gefühle der Massen.

Man beachte, wie Merkel im Moment des Triumphs – nach einer gewonnen Wahl – mit der deutschen Flagge umgegangen ist, und wie sie sonst an der Zerstörung unseres Landes, unseres Volkes, und inzwischen des ganzen Kontinents, arbeitet. Und dann im Kontrast dazu, wie sie dann plötzlich den Deutschen schmeichelt und von der „nationalen Aufgabe der Deutschen“ spricht und von der einmaligen Fähigkeit, ja Neigung, „der Deutschen“, immer das Allerbeste zu leisten – als die Invasion in unser Land anschwoll und sie sich der Stimmung im Lande nicht sicher war. (Dass sie mit der Nationalaufgabe die Selbst-Aufgabe der Deutschen als Nation meint, sei nur am Rande erwähnt.) (more…)

25. März 2016

Orban: „Das ist die Frage, antwortet mir!”

Orbans Fan bin ich schon lange, langsam werde ich auch Fan von seinen Reden. Es ist schon wieder ein Genuss, seine Rede vom 15. März 2016 zu lesen. Hier der Teil, der sich auf Europa und seine gegenwärtige Lage bezieht. Das Original ist hier zu lesen. Und hier das entsprechende Video mit deutschen Untertiteln:

 

 

(…) Was wir allerdings genau wissen, ist, dass die gegenwärtige Konstruktion Europas wackelig ist, und dass uns Prüfungen bevorstehen. Unsere Gegenwart drückt uns die eine Frage auf, wie der Husarensäbel gegen unsere Brust: „Wollen wir in Sklaverei enden oder in Freiheit leben?“

Das Geschick der Ungarn ist mit dem der Nationen Europas verknüpft und ist so sehr zu einem Teil der Union geworden, dass heute kein einziges Volk — einschließlich des ungarischen Volkes — frei sein kann, wenn Europa nicht frei ist. Und heute ist Europa so zerbrechlich, schwach und kränklich, wie “eine Blume, die von einen verborgenen Wurm weggefressen wird.” Heute, 168 Jahre nach den großen Unabhängigkeitskriegen der europäischen Völker, herrscht keine Freiheit mehr in unserem gemeinsamen Haus Europa!

Meine Damen und Herren, Europa ist nicht frei. Denn Freiheit beginnt mit dem Aussprechen der Wahrheit.

Heute ist es in Europa verboten, die Wahrheit auszusprechen. Auch wenn er aus Seide angefertigt ist, ein Maulkorb ist und bleibt ein Maulkorb. (more…)

16. März 2016

Der Teufel steckt im Merkel-Detail

Hier noch weitere Details und Analysen zum Merkel-Erdogan-Verkauf und Verrat an Europa. Wenn diese alte, hässliche Psychopathin nicht bald… zumindest vor ein ordentliches Gericht gestellt wird, dann ist Europa irreparabel zerstört.

MERKEL MUSS WEG!!!

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Merkels Vermächtnis: Tausende Ertrunkene in der Ägäis

Resettlement mit Erdogan: Der Teufel im Merkeldetail

Man kann nicht sagen, man hätte es nicht wissen können: Im Dezember und im Februar wies der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban auf den Stand der Verhandlungen zwischen der autokratischen Regierung Erdogan und der Regierung Merkel hin, und erwähnte pikante Details. So sollte das vorbereitete Abkommen viel zu schockierend sein, als dass man es jetzt veröffentlichen könnte. Unter anderem ginge es darum, eine halbe Million Flüchtlinge aus der Türkei nach Europa umzusiedeln. Regierungsnahe Medien in Deutschland behandelten diese Informationen despektierlich als populistische Stimmungsmache eines erbitterten Feindes der Willkommenskultur. Glauben fand Orban dagegen auf Seiten, die der Volksaufklärung verpflichteten Journalisten gemeinhin als rechte Verschwörungsprojekte gelten.

Und am Montag liess der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu in Absprache mit Angela Merkel bei Flüchtlingsgipfel in Brüssel die Bombe platzen, von der Orban gesprochen hat. Die Türkei ist bereit, Flüchtlinge zurück zu nehmen, wenn die gleiche Zahl von Europa aufgenommen wird. Kostet nur sechs Milliarden Euro. Dazu Visafreiheit für alle Türken und Verhandlungen über einen EU-Beitritt. Dazu gibt es gratis das Lob von Merkels Flüchtlingskoordinator Altmaier, die Türkei – die das Flüchtlingselend im kurdischen Teil Syriens selbst mitverursacht, die Medien brutal unterdrückt und deren First Lady Verständnis für das Halten von Sexsklavinnen in Harems hat – die Türkei also hätte sich in der Flüchtlingskrise europäischer als manche EU-Länder verhalten.

Konkrete Zahlen wurden nicht genannt, aber nach den türkisch-deutschen Vorstellungen lässt sich die organisierte Migration nach Europa durch die Schleuseraktivität in der Ägäis leicht steuern: Je weniger die Türkei unternimmt, um Wirtschaftsflüchtlinge aufzuhalten, um so mehr muss Europa zurückschicken, und um so mehr andere Flüchtlinge muss Europa dem überraschenden Plan zufolge direkt übernehmen. Schon die Reduzierung der täglichen Zahl auf weniger als 900 Neuankömmlinge auf den griechischen Inseln gälte der EU-Ratspräsidentschaft zufolge als ein grosser Erfolg. Viktor Orban hat den antizipierten Versuch, diese Zwangsübernahme von Flüchtlingen als EU-Politik durchzusetzen, mit seinem Veto gestoppt. (more…)

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