Willanders – Rechts vor Links

6. Juli 2018

Allahu Akbar, Europa!

Und dieses sieht man bei Youtube heute anstelle dieses Videos:

 

 
Das heißt also logischerweise: „Allahu Akbar“ ist Hate Speech. Das allerdings weiß ich schon lange.

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12. Juni 2018

Good Luck!

Filed under: Geopolitik,politik — willanders @ 09:53
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… und passen Sie gut auf, während Sie mit dem Verrückten sprechen, Kim Jung Un! Trump ist unberechenbar, und gefährlich!

„Unser großartiges Land – unsere großartige Familie Wir sind stolz auf Dich!“ Wann hab ich so etwas zum letzten Mal im BRD-Fernsehen gehört und gesehen? Jahrzehnte ist es her. Propaganda? Propaganda. Gewiss. Aber sieht und hört man in den Zwangsmedien der BRD etwas anderes? …. Doch: „Deutschland du mieses Stück Scheiße!“

 

10. Juni 2018

Kernkraft? Ja, bitte!

 

Mir fällt auf, dass heutzutage immer seltener Gebrauch gemacht wird von den Errungenschaften der Aufklärung  – Vernunft und Wissenschaft, dagegen gewinnen Aberglaube und Angst häufig die Oberhand. Die öffentliche Auseinandersetzung mit politischen Themen ist inzwischen von einem heuchlerischen Geist der selbstgerechten Moral durchdrungen, und bei Diskussionen über wissenschaftliche Themen gewinnt häufig die Emotion.  Wie beispielsweise beim leidigen Thema Klimawandel gewinnt immerzu die Angst, Angst vor den Folgen der globalen Erwärmung, Folgen, die niemand voraussagen kann. Es ist im Grunde genommen die immergleiche Angst vor dem Unbekannten, die auch hier zur Manipulation der öffentlichen Meinung skrupellos benutzt wird. Und so ist es immer wieder erfrischend, wenn jemand rein wissenschaftlich argumentiert, wie Dr. Dr. Simon Friederich zum Thema Kernkraft auf der Netzseite des Arbeitgeberverbandes

friedrich

Hier der vollständige Text – unbedingt die Links im Originaltext anklicken!- :

Einsatz von Kernenergie –  in Gebot der Ethik?

In Deutschland ist man sich heute weitgehend einig, dass der Einsatz von Kernenergie unethisch ist. Ich komme aus einem links-grünen Pfarrhaus, bin Vegetarier und in der SPD, und ich kenne die Argumente gegen Kernenergie seit meiner Kindheit. Aber heute denke ich, dass der Einsatz von Kernenergie nicht nur ethisch zulässig ist, sondern um des Klima- und Umweltschutzes willen sogar geboten.

Vier Gründe sprechen hauptsächlich für die Kernenergie. (more…)

13. Mai 2018

Trumps fremde Federn

Filed under: politik — willanders @ 14:47
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kim03.PNGDen vorherigen Beitrag habe ich mit der Behauptung abgeschlossen, Trump schmücke sich in Bezug auf Nordkorea mit fremden Federn. Diese Behauptung verlangt nach einer Erklärung.

In seiner narzisstischen Blase ist Donald The Trump, und mit ihm die Mehrheit der Amerikaner, davon überzeugt, dass ausschließlich seine Politik der maximum pressure auf Nordkorea, seine unzähligen Drohungen, Kim Jung-un zum Einlenken brachte. Nichts falscher als das. Der wahre Grund, warum Kim sein Atomwaffenprogramm nun beenden will, ist das Nein aus Beijing zu nordkoreanischen Atomwaffen vor Chinas Haustür, und nicht die Verbalinjurien aus Washington. That‘s all, Mr. President.

Eine uraltes, ursprünglich eine militärische Anweisung, chinesisches Sprichwort lautet: „Um zu gewinnen, nehme dem Gegner das Brennholz unter dem Kessel weg!“ Das „Brennholz“ Nordkoreas kann hier beinah im Wortsinn verstanden werden: Nordkoreas Ökonomie hängt am Schlauch, und die Herz-Lunge-Maschine steht in Beijing. Nordkorea bezieht 57 Prozent seiner Importe aus China, 42 Prozent seiner Exporte gehen ins Reich der Mitte. Im Februar 2017 stoppte Beijing den Kohlenimport aus dem Nachbarland – das Hauptexportprodukt Nordkoreas -, was die notleidende Wirtschaft des Landes äußerst empfindlich traf. Im September 2017 verbat Beijing allen nordkoreanischen Firmen in China jegliche wirtschaftliche Betätigung. Daraufhin ist der Handel zwischen den beiden Nachbarn praktisch zum Erliegen gekommen. Und das war nur der letzte Akt im chinesisch-nordkoreanischen Drama. Schon 2013 hat die Bank of China und alle anderen chinesischen Banken mit der staatlichen Lizenz zu Finanztransaktionen mit dem Ausland die Konten der nordkoreanischen Foreign Exchange Bank geschlossen. Außerdem hat Beijing bereits 2016 jede finanzielle Unterstützung für Kims Reich still und leise eingestellt. (more…)

11. Mai 2018

Trump – der verkannte Bösewicht

Filed under: Geopolitik,politik — willanders @ 16:28
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Zunächst in eigener Sache: Bedingt durch familiäre Angelegenheiten musste ich jetzt eine Weile pausieren; ab sofort werde ich wieder versuchen, dann und wann etwas zu Laptop zu bringen. 

Es geht los mit einem Kommentar auf diese transatlantische Liebeserklärung an Trump, die ich selbstredend nicht so stehen lassen konnte. Allerdings hat sich die Registrierung bei Tichyseinblick etwas zu schwierig gestaltet, und so landet mein Kommentar hier. 

An Ihrem Beitrag, werter Herr Goergen, stimmt so gut wie gar nichts. „Meine“ Freunde in den USA, die mit Trump anfangs zumindest sympathisiert haben, manche haben für ihn gestimmt, sehen das wiederum völlig anders. Das Heer deren, die von Zustimmung oder gar Begeisterung für Trump zur Enttäuschung pendeln, wird größer und größer. Und ich gebe ihnen recht, auch wenn ich kein Amerikaner bin. Auch meine anfängliche Begeisterung ist gewichen und hat einer tiefen Skepsis Platz gemacht.

Trump hat keines seiner Versprechen eingelöst, dafür viele gebrochen. Er hat im Wahlkampf mehrmals hoch und heilig versprochen, sich niemals nie in Nahost militärisch zu engagieren, sich aus all den zahl- und endlosen Konflikten komplett rauszuhalten. Er hat schon vor Jahren und im Wahlkampf erneut, H. Clinton häufig scharf angegriffen für ihre Pläne, nach Irak (Trump war von Anfang an ein Gegner des Irak-Krieges) einen neuen Krieg in Syrien zu starten. Er kritisierte scharf dieses Engagement als „katastrophal teuer“, „stupid and wasteful“, und versprach, dafür die vielen ungelösten inneramerikanischen Probleme zu lösen. Alleine für dieses Versprechen haben ihm Millionen kriegsmüder Amerikaner ihre Stimme gegeben. Und schon kurz nach seiner Wahl vergaß er dieses Versprechen und… bombte Syrien, und vor etwa zwei Wochen erneut.

Der von Trump genannte Grund – Assad’s Einsatz von Chemiewaffen -, diesen Einsatz hat der Verteidigungsminister „mad dog“ Mattis noch Tage zuvor in einer Pressekonferenz als „nicht schlüssig“ genannt. Ja, er hat zugegeben, dass Assad sich nach 2012 strikt an die Abmachung gehalten hatte und alle, aber auch alle, Chemiewaffen an die internationale Behörde zur Vernichtung ausgeliefert hatte. Syrien besitze schlicht keine Chemiewaffen mehr, so Mattis vor zwei Wochen. Und hat die Wahrheit Trump davon abgehalten, Syrien zu bomben? Nein.

(more…)

15. März 2017

Gewalt ist Gold!

Ein paar interessante Gedanken zum Thema Gewalt: Violence is Golden! Jack Donovan leitet die Gemeinschaft der Wolves of Vinland. Näheres dazu auf Sezession.de

 

9. März 2017

Zukunftskontinent Afrika

Gunnar Heinsohn mit einem seiner umfänglich auf nackten Zahlen basierten Analysen, die einem die Haare zu Berge steigen lassen. Ein kleiner Exzerpt daraus:

Natürlich würde man Afrikas Probleme gerne vor Ort gelöst sehen. Doch wer soll das leisten? 2015 zählt Gesamtafrikas Nachwuchs unter 18 Jahren 540 Millionen Kinder und Jugendliche, während Europa bis zum Ural nur 140 Millionen Gleichaltrige aufbietet. 2050 wird es um 1000 Millionen im Vergleich zu 130 Millionen gehen. 40 bis 60 Prozent der afrikanischen Kinder – so das Medizinjournal The Lancet 2007 – bleiben dauerhaft unter ihren Möglichkeiten. Bei der Schülermathematik-Olympiade (TIMSS 2012) gewinnt die Ex-Kolonie Südkorea mit 613 Punkten, während die 331 Punkte der Ex-Kolonie Ghana zeigen, wie viele Schularbeiten noch zu machen sind. Ugandas Twaweza-Institut ermittelt 2016, dass nur 13 Prozent der Drittklässler die Matheanforderungen für Zweitklässler erfüllen. Wie soll da ein junger Europäer heute 4 und 2050 sogar 8 gleichaltrige Afrikaner für den Weltmarkt fit machen, daneben die Rentner und Hilflosen daheim versorgen und auch noch die hiesige Wirtschaft in der Weltspitze halten?

Bis man sich um Smartphones aus Accra oder Roboter aus Lagos reißt, hat Afrika einen schweren Weg vor sich. Wenn die 18 Millionen in Völkermorden und Kriegen seit der Befreiung Getöteten ein Licht auf Afrikas Zukunft werfen, wären selbst zehn Friedensnobelpreise zu wenig für das Zeigen eines unblutigen Weges. Wer wollte da das Drängen nach Europa verübeln, wo man auch dann menschenwürdig bezahlt wird, wenn man Arbeit nicht findet? Muss man im Gegenzug aber nicht auch den Bürgern Europas die Frage erlauben, wie ein alternder Kontinent das alles schaffen soll?

Der ganze Artikel ist im Hauptstadtbrief zu finden.

 

7. März 2017

Henry Ford über Bildung

Filed under: kultur,Wissenschaft — willanders @ 11:28
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Hier noch ein kleiner Ausschnitt aus dem vorhin genannten Buch, S. 290 ff.

Ein gebildeter Mensch ist nicht der, dessen Gedächtnis geschult ist, einige geschichtliche Daten mit sich herumzutragen, sondern der, der etwas zu leisten versteht. Wer nicht denken kann, ist kein gebildeter Mensch, mag er noch so viele Doktorgrade sich erworben haben. Denken ist die schwerste aller Arbeiten — und das ist wahrscheinlich der Grund, weshalb es so wenige Denker gibt.

Zwei Extreme sind zu vermeiden: das eine ist die Verachtung von Bildung, das andere der tragische Snobbismus, der von dem Glauben ausgeht, daß die Absolvierung eines bestimmten Bildungsgrades eine sichere Kur gegen Unwissenheit und Mittelmäßigkeit bedeutet. Keine Schule vermag zu lehren, was im folgenden Jahr in der Welt geschehen wird, sie lehrt jedoch, was in früheren Jahren in der Welt passiert ist, ihre Erfolge und Mißerfolge. Bestünde die Bildung darin, junge Menschen vor den falschen Theorien zu warnen, auf denen die Menschheit ihr Werk aufgebaut hat, um ihnen den Zeitverlust zu ersparen, den bitlere Erfahrung mit sich bringt, so stünde ihr Werk außer jedem Zweifel. Eine Bildung, die aus einer Reihe von Wegweisern über die Irrtümer und Mißerfolge der Vergangenheit bestünde, dürfte überaus nützlich sein.

Bildung heißt nicht, sich die Theorien einer Menge von Gelehrten aneignen. Hypothesen aufstellen ist mitunter höchst interessant und dann und wann sogar nützlich, aber das ist keine Bildung. In der heutigen Wissenschaft beschlagen zu sein, heißt hundert Theorien kennen, von denen keine einzige erwiesen ist. Und Unkenntnis dieser Theorien bedeutet „Unbildung“, ,,Unwissenheit“ usw. Wenn das Vertrautsein mit den Hirngespinsten andrer Leute Bildung bedeutet, dann kann jeder sehr leicht gebildet werden, indem er selbst seine Hypothesen aufstellt; und ebenso darf er dann die übrige Welt als ,,unwissend“ bezeichnen, weil sie das Resultat seines Ratens nicht kennt.

Das Höchste, was Bildung für einen Menschen zu sein vermag, ist ihn in Besitz seiner Fähigkeiten zu versetzen, ihm den Gebrauch der Werkzeuge zu lehren, mit denen das Schicksal ihn ausgerüstet hat und ihn im Denken zu schulen. Den besten Dienst leistet die Universität in ihrer Eigenschaft als intellektuelles Gymnasium, auf dem die geistigen Muskeln ausgebildet werden und der Student im Gebrauch seiner Fähigkeiten gestärkt wird. Die Behauptung, daß geistige Gymnastik nur auf der Universität betrieben werden kann, ist jedoch, wie jeder Pädagoge weiß, unwahr.

Die wahre Bildung des Menschen beginnt erst nach der Schule und wird durch die Disziplin des Lebens gewonnen. Es gibt mancherlei Arten von Wissen, und es hängt lediglich davon ab, welchen Kreisen man angehört, und wie die Mode des Tages ist, welche Art von Wissen am geachtetsten ist. Das Wissen unterliegt der Mode genau wie alles andere. Als einige von uns noch jung waren, pflegte das Wissen sich auf die Bibel zu beschränken. Es gab Leute in der Nachbarscliaft, die die Heilige Schrift von Grund aus kannten, und die deshalb in hohem Ansehen standen. Biblisches Wissen war damals hoch geschätzt. Heute jedoch ist sehr zu bezweifeln, ob eine gründliche Vertrautheit mit der Bibel genügen würde, jemandem den Ruf der Gelehrtheit einzutragen.

Wissen ist, meiner Ansicht nach, etwas, das jemand in der Vergangenheit beherrschte und der Welt in einer Form hinterlassen hat, die es jedem, der will, ermöglicht, es sich
anzueignen. Wer von der Natur mit normalen Fähigkeiten ausgerüstet ist, das heißt, wer fähig ist, sich der Werkzeuge in Wort und Schrift zu bedienen, die wir „Buchstaben“ nennen, für den gibt es innerhalb seines Volkes kein Wissen, das ihm unerreichbar wäre — falls er es wirklich erstrebt! Der einzige Grund, weshalb nicht jeder alles weiß, was des Menschen Geist sich jemals angeeignet hat, ist der, daß noch niemand es der Mühe wert befunden hat, so viel zu wissen. Es befriedigt den Menschen mehr, seine eigenen Erfahrungen zu machen, anstatt die Erfahrungen anderer zusammenzutragen.

Ihr könnt gehen und euer Leben lang Kenntnisse sammeln und werdet trotz aller Mühe selbst mit eurer eigenen Zeit nicht Schritt halten. Ihr könnt euer Gehirn mit den „Tatsachen“ sämtlicher Jahrhunderte anfüllen, und es wird am Ende doch nichts sein als ein übervolles Repositum von Tatsachen. Die Wahrheit ist: Große Mengen aufgespeicherten Wissens sind nicht dasselbe wie geistige Aktivität. Ein Mensch kann überaus gelehrt und dennoch überaus nutzlos sein. Dagegen kann ein durchaus ungelehrter Mann sich als höchst nützlich erweisen.

Zweck der Bildung ist nicht, des Menschen Hirn mit Tatsachen anzufüllen, sondern ihn zu lehren, sich seines Hirns zum Denken zu bedienen. Häufig ist der Mensch dazu sogar besser imstande, wenn er von dem Wissen der Vergangenheit unbeschwert ist. Es liegt in der Natur des Menschen zu glauben, daß die Menschheit das, was sie noch nicht weiß, niemals lernen wird. Dennoch müßte es jedem klar sein, daß das bisherige Wissen der Menschheit nicht dazu dienen darf, uns am künftigen Lernen zu hindern.

Schließlich hat die Menschheit es doch nicht so sehr weit gebracht, wenn man ihre Fortschritte an dem mißt, was es noch zu erreichen gilt, — an den Geheimnissen, die wir noch erforschen müssen. Ein guter Weg, um den Fortschritt zu hemmen, ist des Menschen Hirn mit dem ganzen Wissen der Vergangenheit zu füllen. Er gewinnt dadurch das Gefühl, daß er dank der in seinem Gehirn herrschenden Fülle nichts mehr zu lernen hat. Ein bloßes Ansammeln von Kenntnissen kann das nutzloseste sein, das der Mensch zu tun vermag. Was vermagst du zu leisten, um der Welt zu helfen und sie zu heilen? Das bedeutet die eigentliche ßildungsprobe. Vermag ein Mensch ein Ziel zu verfolgen, so ist er wer. Vermag er zehn oder hundert oder tausend anderen zu helfen, ihre Ziele zu verfolgen, so ist er noch mehr. Er mag auf dem Gebiet des Bücherwesens in manchen Dingen gänzlich eingerostet sein, ist aber dennoch ein gelehrter Mann.

2. März 2017

Henry Ford über den Krieg

Filed under: geschichte,politik,staat — willanders @ 22:16
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Der geniale Unternehmer, Erfinder, Philantrop und vieles andere – Henry Ford hat Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts folgendes zum Krieg geschrieben. Ich kann seine Autobiografie jedem nur empfehlen.

Aus Henry Ford: Mein Leben, mein Werk. S. 282 ff.:

Eine unvoreingenommene Untersuchung des letzten Krieges, der vorhergehenden Ereignisse und seiner Folgen ergibt den unantastbaren Beweis, daß es in der Welt eine gewaltige Gruppe von Machthabern gibt, die es vorziehen, im Dunkeln zu bleiben, die weder Ämter noch äußere Machtinsignien erstreben, die auch keiner bestimmten Nation angehören, sondern international sind, — Machthaber, die sich der Regierungen, der weitreichenden Geschäftsorganisationen, der Presseagenturen, sämtlicher Hilfsmittel der Volkspsychologie bedienen, um die Welt in Panik zu versetzen und die Macht, die sie über sie ausüben, noch zu erhöhen. Es ist ein alter Spielertrick, „Polizei!“ zu rufen, wenn gerade viel Geld auf dem Tische liegt, und in der nun folgenden Panik das Geld zu ergreifen und sich aus dem Staube zu machen. Und so gibt es auch eine Macht in der Welt, die „Krieg!“ schreit, und die in der Völkerverwirrung und während der gewaltigen Opfer, die das Volk um des Friedens und der Sicherheit willen bringt, mit der Beute davonläuft.

Was wir nicht vergessen dürfen, ist, daß wir zwar den militärischen Sieg errungen haben, daß es der Welt bisher jedoch noch nicht geglückt ist, die Kriegsschürer und -hetzer aufs Haupt zu schlagen. Wir dürfen nicht vergessen, daß der Krieg ja nur ein künstlich fabriziertes Übel ist, das sich folglich auch nach einer ganz bestimmten Technik herstellen läßt. Eine Kriegshetzerkampagne wird nach ganz ähnlichen Grundsätzen wie jede andere Kampagne geführt.

Erst gilt es, das Volk zu bearbeiten. Durch allerlei schlaue Geschichten wird das Volk gegen die Nation, mit der man Krieg zu führen wünscht, argwöhnisch gemacht. Erst wird das eine, dann das andere Volk argwöhnisch gemacht. Dazu ist nichts weiter nötig als einige Agenten, die etwas Grütze und kein Gewissen haben, und eine Presse, deren Interessen mit denen, die durch den Krieg profitieren werden, verknüpft sind. Und sehr bald wird der „Auftakt“ da sein. Es ist nicht im geringsten schwer, einen ,,Auftakt“ zu finden, sobald der Haß zweier Nationen einen genügenden Höhepunkt erreicht hat.

In allen Ländern hat es Männer gegeben, die sich über den Ausbruch des Weltkrieges freuten und sein Ende bedauerten. Hunderte von amerikanischen Vermögen datieren aus dem amerikanischen Bürgerkriege, ebenso wie Tausende von neuen Vermögen aus dem Weltkrieg stammen. Niemand kann leugnen, daß Kriege ein gutes Geschäft für diejenigen bedeuten, die diese Art von Geld lieben. Kriege sind eine Orgie von Geld nicht minder als eine Orgie von Blut.

Wir würden uns auch nicht so leicht in Kriege hineinreißen lassen, bedächten wir, was eine Nation in Wahrheit groß macht. Die Gründung privater Vermögen macht ein Land nicht groß, ebensowenig wie die Gründung einer Autokratie. Auch die Umwandlung einer Landbevölkerung in eine Industriebevölkerung trägt nicht zur Größe eines Landes bei. Ein Land wird groß, wenn durch die behutsame und kluge Entwickelung seiner Hilfsquellen und die Tüchtigkeit seines Volkes das Vermögen unter möglichst
weite Kreise und in gerechter Weise verteilt wird.

Der Außenhandel führt zu vielen Irrtümern. Wir umleiten jeder Nation wünschen, daß sie sich so weit als möglich selbst erhalten lernt. Statt danach zu streben, daß die anderen Nationen auf unsere Industrieprodukte angewiesen sind, müßten wir vielmehr wünschen, daß jede Nation sich ihre eigene Industrie und eine auf fester Grundlage ruhende eigene Kultur schafft. Wenn erst jede Nation gelernt hat, die Dinge zu produzieren, die sie zu produzieren imstande ist, werden wir es allmählich erreichen, einander gegenseitig auf den Spezialgebieten zu dienen, auf denen es keine Konkurrenz geben kann.

(…) Der Versuch, den Welthandel an sich zu reißen, kann zum Kriege, niemals aber zum Wohlstande führen. Eines Tages wird selbst die internationale Finanz dies einsehen. Ich habe niemals einen ehrenvollen, triftigen Grund für den Ausbruch des Wellkrieges entdecken können. Er scheint einer überaus komplizierten Situation entwachsen zu sein, die in der Hauptsache von denen geschaffen wurde, die durch den Krieg zu gewinnen hofften. (…)

Vielleicht befindet unsere Kultur sich tatsächlich noch auf einer Stufe, die eine friedliche Erörterung internationaler Fragen nicht zuläßt; vielleicht müssen sie tatsächlich durchgefochten werden. Aber Kämpfe haben noch nie eine Frage zu entscheiden vermocht.

 

Unsere Perspective

Meinungsfreiheit wird bald nur noch Geschichte. Perspective heißt das Werkzeug, das der Meinungsfreiheit alle Perspektiven rausschneiden wird. Google hat eine Software entwickelt, die das Zensieren von Kommentaren in den elektronischen Medien erheblich beschleunigen soll. Linke US- und andere englischsprachige Medien – NewYorkTimes, The Guardian, The Economist und andere – hätten sehr erfreut darauf reagiert. Sie setzen diese testweise bereits freudig ein und berichten völlig aufgelöst, wie einfach es ist, unliebsame Kommentare ausfindig zu machen und zu löschen. Das alles im Namen von „gesunden Online-Diskussionen“, wie ein Sprecher der Entwicklerfirma betont. Natürlich. Und um die armen Richtigmeiner zu schützen, die dort ohne jede Trigger Warnung anderen, verschiedenen Meinungen ausgesetzt sind, ohne die Möglichkeit zu haben, in einen Safe Space flüchten zu können.
Entlarvend finde ich die Aussage des Entwicklers dieser Zensursoftware: “News organisations want to encourage engagement and discussion around their content, but find that sorting through millions of comments to find those that are trolling or abusive takes a lot of money, labour and time,” said Jared Cohen, president of Jigsaw, the Google social incubator that built the tool.
Entweder sind diese „toxischen“ Kommentare so selten, dann lohnt es nicht, diese mit derartigem Aufwand zu jagen; oder sie sind dermaßen häufig – aber dann findet man sie leicht bloßem Auge, wozu dann dieser Zensur-Algorithmus?
Typisch für Google wird diese Software frei erhältlich sein, jeder darf sich bedienen und sich als Zensor wie ein totalitärer Herrscher fühlen. Google und andere Zensoren reagieren damit auf die Forderung der EU und vor allem der Deutschen, Mißliebige Informationen binnen 24 Stunden zu löschen. Orwell, ick höre dir trapsen.

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