Willanders – Rechts vor Links

5. Mai 2020

So war’s halt damals

Dieser kurze Text war entstanden als Kommentar auf diesen Beitrag von Ellen Kositza auf Sezession. Allerdings aufgrund der Längenbegrenzung paßte er dort nicht am Stück rein, zerhackt wirkt er aber albern. Also stelle ich ihn hier rein.

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Liebe Frau Kositza, ohne den Großen Krieg wären wir Nachbarn gewesen, zumindest wären sich unsere Eltern, Großeltern und wohl auch wir irgendwann dort in Oberschlesien über den Weg gelaufen. Ich bin „um die Ecke“ geboren und aufgewachsen – die Familien meiner Eltern stammen aus der Gegend um Tarnowitz/Tarnowskie Góry, Tworóg, Brunneck/Brynek bzw. Hindenburg/Zabrze, Tost/Toszek und Chwalowitz/Chwałowice, Beuthen/Bytom, ich selbst bin in Königshütte/Chorzów geboren und aufgewachsen.

Wir Kinder hörten Deutsch nur geflüstert, uns haben die Eltern ihre Sprache erst gar nicht beigebracht, um bei den polnischen Behörden ja nicht in den Verdacht zu kommen, zu Hause „po szwabsku“ zu sprechen, es hätte für sie schlimme Konsequenzen haben können. (Wobei mit der liebevollen Bezeichnung „Szwaby“ für die Deutschen nicht in etwa die Schwaben gemeint waren und sind, sondern Kackerlaken.) Und so durfte ich kurz nach der Ausreise „Heim ins Reich“ das Lehrbuch „Deutsch als Fremdsprache – für Deutsche“ in den Händen halten. Das verpflichtende letzte Gymnasiumjahr wie das NRW-Abitur empfand ich als kinderleicht im Vergleich mit dem polnischen Liceum und der knapp zwei Jahre zuvor bestandenen polnischen Matura.

Meine Eltern sprachen nicht über die Kriegszeit, obwohl meine ältesten Schwestern als Babys gewiss genug Erzählenswertes boten, auch die Erlebnisse meines Vaters als Wehrmachtsoldat kamen so gut wie nie aus ihm heraus. Ich wußte nur, daß er „sieben Mal verwundet“ und mit dem Flieger „über Pskow“ abgestürzt war, und daß ihm keine Waffen, niemals!, ins Haus kommen, auch nicht als Spielzeugpistole aus Plastik für mich oder meine älteren Brüder. Auch die unmittelbaren Nachkriegsjahre fand meine Mutter nicht erwähnenswert – obwohl die alleinige Pflege ihrer querschnittsgelähmten Mutter und des an Mund-und Rachenkrebs schon gezeichneten Vaters nach der Flucht fast aller der sehr zahlreichen Geschwister beiderseits in den Westen, neben der Sorge um die zwei Kleinkinder während der Abwesenheit meines Vaters in der Kriegsgefangenschaft, sowie das jahrelange Zusammenvegetieren mit Dutzenden Deutschen in einer kleinen Baracke, ohne elektrisches Licht und fließend Wasser, im Konzentrationslager in Zgoda bei Schwientochlowitz/Świętochłowice gewiss genug dramatischen Erzählstoff bot. Die seltenen und stet knappen Erwähnungen dieser Zeit endeten stets mit einem Lächeln und Schulterzucken: „So was das halt damals. Es war nicht die schlechteste Zeit“.

Für Selbstmitleid war keine Zeit da. Man war ja inzwischen genug damit beschäftigt, sich in die elendlangen Warteschlangen vor die Läden einzureihen, am besten schon vor Morgengrauen, um vielleicht mal die knappen Kartoffeln, Bohnen, Brot und wenn man sehr viel Glück hatte, mal ein Stück Fleisch oder einen, zwei LIter Milch, zu erstehen. Und dieser Alltag war „Gold“ (ein Lieblingswort meiner Mutter), im Vergleich zu den ersten Nachkriegsjahren, als sie dann spätabends, nach getanem Tagwerk, nachdem die schwerkranken Eltern versorgt waren und die Kleinen schliefen, sich in der Dunkelheit zu der Halde schlich, um aus der Schlacke die wenigen brauchbaren Kohlenstücke rauszufischen, um die Stube im Winter knapp über Null Grad halten zu können, ohne zu wissen, was oder ob überhaupt etwas sie am nächsten Morgen in den kleinen Blechnapf mit kochendem Wasser legen kann.

Eine kleine Reminiszenz an diese Zeit waren die Augeblicke, als wir dann, viel später, mit dem inzwischen aus der Gefangenschaft zurückgekehrten Vater und meinen sechs Geschwistern am Tisch saßen und einer von uns eines oder zwei Kreuze vor dem Einschneiden auf die Unterseite des Brotes mit dem Messer ritzte, statt der üblichen drei – dann nahm Mama einem das Messer aus der Hand und ritzte die fehlenden Kreuze eigenhändig rein. „Wir müssen Gott  r i c h t i g  danken“ – sprach sie dabei.

Ja, so war das damals. Und es war nicht die schlechteste Zeit. Verglichen mit dem Schicksal der Familie Gielnik war sie geradezu „Gold“. Aber wie Sie schon sagten, liebe Frau Kositza, „vermutlich kommt es dabei auf die Perspektive und den Ausgangspunkt an“, um das sagen zu können.

24. April 2020

Weg mit Merkels „Alternativlosigkeit“!

Ich lese gerade bei Seidwalk, dass die „Sezession“, das Institut für Staatspolitik, Götz Kubitschek und seine Frau Ellen Kositza – das ganze Projekt Schnellroda also – vom „Verfassungsschutz“ zum „Verdachtsfall“ erklärt wurden. Soviele Anführungsstriche in einem Satz! „Verfassungsschutz“ – weil er nur noch zu einem willfährigen Werkzeug der Machtjunta gegen die politischen Gegner verkommen ist; „Verdachtsfall“ – weil es absichtlich einschüchternd klingt und genauso wirken soll.

Wie Seidwalk möchte ich hiermit zur Solidarität mit „Schnellroda“ aufrufen. Wir alle kennen Niemöllers Gedicht:

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

Wehren wir den Anfängen, die schon lange keine Anfänge sind. Wir sind mittendrin.

 

 

24. März 2020

…. wie man es nicht machen darf:

Filed under: China,Medien,Wissenschaft — willanders @ 20:20
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Corona offenbart die Ursachen der Mängel unseres Sozialstaats und die Untauglichkeit der politisch Verantwortlichen

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Zur Erinnerung: China hatte bereits beim Stand von 2000 Infizierten gravierende und umfassende Eindämmung veranlasst. Ausdrückliche Priorität hatte, menschliches Leben zu schützen. Demgegenüber zeigt die Konzeption der Bundesregierung, dass die ihre Maßnahmen den Leistungsgrenzen unseres weitgehend privatisierten Gesundheitswesens anpasst und unterordnet (Anm. 22) – und sich stillschweigend mit den Risiken und Nebenwirkungen abfindet.

18. März 2020

Von China lernen – heißt Virus-besiegen lernen!

Ich lese gerade diese Meldung:

„Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich in der Corona-Krise gegen Ausgehverbote ausgesprochen. „Ich bin kein Freund des Lockdown. Wer so etwas verhängt, muss auch sagen, wann und wie er es wieder aufhebt“, sagte er der „Rheinischen Post“. Es sei ja nicht möglich, Schulen und Kitas bis Jahresende zu schließen – falls es dann einen Impfstoff gebe. Ein Lockdown sei eine politische Verzweiflungsmaßnahme, weil man mit Zwangsmaßnahmen meint, weiterzukommen, als man mit der Erzeugung von Vernunft käme.“

 

Ich weiß, ich weiß: Ich bin kein Virologe, noch nicht einmal Arzt, aber ein denkender und lesender Mensch und ich erinnere mich – es ist ja erst ein paar Wochen her -, dass China in Wuhan genau DAS getan hat: Lockdown der ganzen Stadt und dann der Provinz Hubei und anderer Provinzen, sobald – sobald! – ein einziger infektionsfall bekannt wurde. In gleicher Weise wurde in Taiwan und Singapur gehandelt, auch in Südkorea, bis der 31. Patient eine Kirche voller Menschen infizierte.

in keinem dieser Städte und Staaten kam es zu Hungeraufständen, Plünderungen, Raubmorden oder ähnlichem, dort haben sich die Menschen sehr diszipliniert und zivilisiert verhalten (gewiss dank der ethnisch homogenen Zusammensetzung der jeweiligen Staaten; der alten Kultur, die auf das Wohl der Gemeinschaft abhebt, und dank des hohen IQ der Asiaten). Die intelligente Isolation hat aber dazu geführt, dass die Ausbreitung des Virus schnell und wirksam eingedämmt werden konnte und es zu keinem Massenausbruch woanders kam. Die Konzentration der Infektion auf eine relativ kleine Fläche ermöglichte wiederum den gezielten intensiven Einsatz der medizinischen Mitteln an diesem Ort.

Als China Wuhan abriegelte, schickte der Rest des Landes in einer gigantischen Demonstration der nationalen Solidarität Hilfsgüter in großen Mengen und 40.000 freiwillige Ärzte und Krankenschwestern begaben sich nach Wuhan. Die Regierung schickte zusätzlich weitere 10.000 Ärzte samt Gerätschaften und Material gezielt nach Wuhan und in die ganze Provin, sie mussten nicht über ganz China verteilt werden, was ihre Verfügbarkeit verdünnt und ihre Wirksamkeit somit erheblich geschwächt hätte.

Heute meldet Wuhan – das Epizentrum des Ausbruchs – weniger als 10 – in Worten: zehn – Neuinfektionen täglich, mit abnehmender Tendenz. In der Provinz Hubei wurden seit einer Woche keine neuen Fälle gemeldet. China schickt Flugzeugladungen mit Masken und Schutzanzügen nach Iran – der auch in diesem Fall von US-Sanktionen gepeinigt ist -, Serbien und anderswo.

Also wenn das nicht erfolgreich sein sollte – dann weiß ich auch nicht mehr. Herr Montgomery, von China lernen heißt Virus-besiegen lernen!

Der flott-fröhliche, „freiheitliche“, individualistische Liberalismus ist eine Schönwetter-Ideologie – in einer Krise wird er zur tödlichen Bedrohung. China hat auch das gezeigt.

NACHTRAG: Bei TE erscheint heute (21.03) ein ausführlicher Beitrag, der sich ebenfalls mit dem Vergleich beschäftigt, wie die unterschiedlichen Systeme bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie abschneiden bzw. abgeschnitten haben. Der mit einer Chinesin verheiratete und in der Chinesen-Szene gut vernetzte Autor erteilt eine eindeutige Diagnose. Und wie die aussieht, das kann man sich denken…

 

 

Problem – und seine 70prozentige Lösung

Filed under: Wirtschaft — willanders @ 14:28
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Das Problem:

 

 

 

Und hier das Konjunkturprogramm dagegen auf philippinisch:

17. März 2020

Corona-Virus – alles nur Panik?

Ich neige dazu, Prof. Wolfgang Wodarg zu glauben, wenn er sagt, dass die jetzige „Pandemie“ einfach eine selbstprophezeiende und sich -verstärkende mediale Geschichte ist, aber guckt euch seinen Vortrag am besten selbser an:

Und hier der Text des Vortrags:

https://www.rubikon.news/artikel/die-panikmacher

 

6. März 2020

COVID-19 – eine Waffe der USA?

Seitdem ich vor einigen Wochen diesen Artikel bei UNZ

https://www.unz.com/article/coronavirus-the-dark-side/

gelesen habe – vor allem den Teil über die früheren „Feldversuche“ der VSA-Regierung mit Viren -, halte ich die Überlegungen, wonach auch das Corona-Virus ein Produkt us-amerikanischer Kriegsforschung ist und nun gegen China eingesetzt wird, für keine verrückte Idee mehr. Wer hunderte von wehrlosen Städten – Dresden, et al. – voll ausschließlich mit Frauen, Kindern und Alten bombardiert, und Atombomben auf mit Zivilisten vollgestopfte Städte niedergehen lässt, ohne den geringesten militärischen Zweck, aus purer Lust am Massenmord, der wird nicht zögern, ein tödliches Virus auf seinen Hauptgegner loszulassen.

China, Iran – sind das nicht die zurzeit Hauptfeinde der Amerikaner? Und Italien? Habe vor Jahren gelesen, dass vor allem in Norditalien unzählige Chinesen illegal leben und im Untergrund Fabriken mit chinesischen Arbeitern betreiben. Das könnte auch die Verbreitung des Virus‘ dort erklären – allerdings weiß ich nicht, ob die Erkrankten dort überwiegend Chinesen sind oder einheimische Italiener. Auch Korea wird den Amis wirtschaftlich immer unheimlicher… Und der Rest der Welt? Collateral damage.
Es scheinen sich iimer Leute Gedanken über die Herkunft von COVID-19 zu machen und kommen zu ähnlichen Schlüssen.

Ein paar Links zu Artikeln, die sich mit dieser idee beschäftigen:

China is Confronting the COVID-19 Epidemic. Was It Man-Made? An Act of of Bio-warfare?

und hier die deutsche Übersetzung des Artikels:

China ist mit der COVID-19-Epidemie konfrontiert. War sie von Menschenhand gemacht?

Chinesische Wissenschaftler haben bewiesen – allerdings ist diese Studie noch nicht peer reviewed -, dass dieses Virus eindeutig „rassistisch“ ist, dh. es befällt Asiaten viel schneller als alle anderen Rassen:

https://www.unz.com/article/its-official-chinese-scientists-find-genetic-explanation-for-coronavirus-discriminating-by-race/

Als Laie verstehe ich diesen Fachartikel so, dass es diesen Virologen gelungen ist, ein SARS-Coronavirus, das in Fledermäusen lebte, so zu mutieren, dass es in menschlichen Atemwegen („human air ways“) weiter, aktiv existieren konnte – und  damit bewiesen, dass es auch auf natürlichem Weg geschehen kann; auf jeden Fall aber haben es dieses Wissenschaftler geschafft:

https://www.nature.com/articles/nm.3985

5. März 2020

Gerechtigkeit im Land of the Free? Ja schon, aber nicht für Deutsche

Heute ein Skandal der VS-amerikanischen Justiz, die stets so viel auf sich hält; und ein Gesetz, das man allenfalls im nationalsozialistischen Deutschland oder im Südafrika der 50er Jahre vermuten würde, aber auf keinen Fall im Land, das sich die Human Rights und Equality of All Men auf die Fahnen geschrieben hat. Dabei handelt es sich nur um eine kleine Episode mit einem eng eingegrenztem Wirkungsfeld – wenn auch keine isolierte Singularität der dortigen Justiz; den größten Skandal in der Geschichte der gesamten Justiz weltweit – die Nürnberger Tribunale nach 1945 – werde ich hier demnächst kurz behandeln. Es geht hier um den Umgang mit der jüngeren Vergangenheit Amerikas, um die Behandlung von ehemaligen Internierungsopfern der Amerikaner. Einen interessanten Fall beschreibt David Cole im aktuellen TAKIMAG, den ich hier leicht gekürzt und ergänzt vorstellen möchte.

***

Allgemein bekannt ist die geschichtliche Tatsache, dass nach Pearl Harbor alle Japaner in den VSA wahllos interniert wurden. Bekannt dürfte auch sein, dass VSA-Staatsbürger japanischer Abstammung gewaltsam von der Westküste Nordamerikas ins Landesinnere vertrieben wurden. Schon weniger bekannt ist es, dass auch 11.000 Deutsche dort interniert wurden. Einfach so, weil sie deutsch waren. Aber wer weiß schon, was damals mit den – in den VSA geborenen – Kindern dieser Deutschen passierte? Formell wurden diese Kinder nicht interniert, sie wurden ganz einfach von den VSA-Behörden ignoriert und sich selbst überlassen. Aber was macht ein Kind plötzlich ohne Mama und Papa? Genau: Entweder es landet schutzlos auf der Straße oder es folgt seinen Eltern ins Internierungslager.

1988 hat Präsident Reagan ein Gesetz unterschrieben, mit dem die Internierung von Japanern und japanisch-stämmigen VSA-Bürgern verurteilt wurde. Nach diesem Gesetz bekamen diese – japanischen – Opfer der Internierungen und Vertreibungen erhebliche Dollar-Entschädigungen zugesprochen. Und die Deutschen, die interniert wurden und ihre Kinder? Sie wurden schlicht ignoriert! Mit einer fadenscheinig-hanebüchenen Erklärung, die man in etwa so wiedergeben könnte: No apology, no reparation – sorry, you‘re German. And now fuck off! Gleiches Schicksal wie das der Japaner wurde hier vorsätzlich übersehen: Im Gesetz wurden ausdrücklich nur Japaner und japanisch-stämmige VSA-Bürger erwähnt. Mit anderen Worten: Dieses VSA-Gesetz regelte die Entschädigungen nicht nach tatsächlichen Sachverhalten sondern nach rassischen Merkmalen! Zweierlei Justizmaß.

Abgründe der Seele ins Gesicht gemeißelt: Ruth Bader Ginsburg

Dieses Gesetz erschien Major Arthur Jacobs, einem Veteran der US Air Force, ungerecht. Geboren 1933 in Brooklyn, war er als Neunjähriger gezwungen, seinen aus Deutschland eingewanderten Eltern in ein „Internierungskäfig“ zu folgen. Und nun wollte er wissen, warum ein gleichaltriges japanisch-stämmiges Kind mit gleichem Schicksal in den Genuss einer Entschuldigung, verbunden mit einem fetten Dollar-Scheck, kam, nicht aber er. Also klagte Mr. Jacobs wegen Diskriminierung.

Seine Klage schaffte es in das United States Court of Appeals, D.C. Circuit, und wurde dort abgewiesen von einem Gericht bestehend aus drei Richtern: einem Schwarzen und zwei Juden, eine davon: Ruth Bader Ginsburg, mit der Begründung, dass dieses Gesetz ausdrücklich als eine „rassenbewußte Maßnahme“ (race-conscious measure) konzipiert wurde. „Die Umstände deiner Internierung interessieren uns nicht die Bohne, auch wenn die VSA-Regierung dich, ein neunjähriges Kind, ausdrücklich und namentlich ins Lager gesteckt hätte (statt dich nur ohne eine Wahl alleine zu lassen), würdest du immer noch keinen Anspruch auf Entschuldigung und Entschädigung haben, weil du – WEISS bist!“ – mit sinngemäß solcher Begründung wurde Mr. Jacobs von (Gerichts-)Hof gejagt.

Unter keinen Umständen würde ein amerikanisches Kind mit seinem Vater – egal welches Verbrechen dieser begangen hat – ins Gefängnis gesteckt, selbst dann nicht, wenn das der ausdrückliche Wunsch sowohl des Vaters als auch des Kindes wäre. Niemals. Unmöglich. Doch im Falle von Arthur Jacobs und hunderten anderen Kindern deutscher Abstammung geschah genau das. Warum dann diese Ausnahme? Ganz einfach: Weil sie deutsch waren. Japanische Internierte hätten nämlich unter „Rassismus und kriegsbedingter Hysterie“ der Amerikaner (Tatbestandsmerkmale des Gesetzes) gelitten, deutsche Internierte und ihre Kinder dagegen nicht. Und wie das? Die Richter des United States Court of Appeals schweigen dazu.

Soweit der deutsche Aspekt dieses Skandals. Der amerikanische besteht darin, dass dieselbe Richterin Ruth Bader Ginsburg, die noch damals die Käfighaltung des neunjährigen Arthur Jacobs und aller anderen, jungen wie alten, deutschstämmigen VSA-Staatsbürger als völlig normal und gerechtfertigt fand, heute sich heiß empört, wenn verurteilte kriminelle Ausländer die Abschiebehaft in den VSA „erleiden“ müssen.

Dieser offene Widerspruch lässt sich nur mit ihrem Rassismus und Hass auf Deutsche erklären. Käfige für Kinder sind völlig in Ordnung, solange deutsche, zumindest weiße, Kinder darin gehalten werden. Völlig inakzeptabel dagegen für alle anderen. Dieselbe Frau fordert heute ein Verbot von Haft und Abschiebungen von kriminellen Ausländern – aber erst seit die Mehrheit der Inhaftierten schwarze bzw. braune Hautfarbe hat.

Und weil Joe Biden diese unselige Ginsburg in ihr Richteramt damals und später auf das im Supreme Court hievte, drohen ihm diese Schritte von damals im heutigen Rennen um die Nominierung der Demokraten für die Präsidentenwahl auf die Füße zu fallen. Auf die Frage, wie er zur „Käfig-Inhaftierung“ von Kindern steht, sagte er neulich, dass diese unter „gewissen Umständen“ erlaubt ist. Und diese sind offensichtlich geboten, wenn es sich um weiße Kinder handelt.

Das ist die einzig mögliche Schlussfolgerung aus dem „rassenbewußten“ Urteil gegen Arthur Jacobs, gefällt von einer Frau, die derselbe Biden 1993 als Vorsitzende des Senatskomitees für Justiz und später in das Richteramt am Supreme Court brachte. (Ein Biden, der übrigens damals, im Frühjahr 2015, nur Monate vor der Masseninvasion nach Deutschland, stets mit einer Kippa auf dem Kopf, in unzähligen öffentlichen Reden die Deutschen einer „beispiellosen Fremdenfeindlichkeit“ und einer „herzlosen Weigerung, arme Flüchtlinge aufzunehmen“ bezichtigte.)

Sollte ihm diese „rassenbewußte“ Ab- bzw. Zuneigung die Präsidentschaftssuppe versalzen, dann wäre das nur gerecht. So gerecht, wie kein Urteil der unseligen Ruth Bader Ginsburg jemals ausfallen könnte.

Hier nochmal die Links:

Artiel im Takimag: https://www.takimag.com/article/ruth-bader-ginsburg-approves-of-caging-kids-if-theyre-white/

Reagan-Gesetz von 1988:  https://www.govinfo.gov/content/pkg/STATUTE-106/pdf/STATUTE-106-Pg1167.pdf#page=1

Das Urteil Arthur D. Jacobs: https://law.justia.com/cases/federal/appellate-courts/F2/959/313/220139/

27. Februar 2020

Weltkrieg 1919-1939 – Eine kurze Einführung für absolute Anfänger

das heißt, für diejenigen, die bisher die offizielle Version von alleiniger Schuld der Deutschen an sämtlichen Kriegen der Weltgeschichte geschluckt und nie in Frage gestellt haben.

Die einzige Lektion aus der Geschichte ist,

dass die Menschheit nichts aus der Geschichte lernt.

Irgendein kluger Kopf

Weltkrieg 1919 bis 1939? Hallo? War das nicht die Zeit z w i s c h e n den Weltkriegen Eins und Zwei? Das sagen sie doch alle. Nein. Es war lediglich eine zwei Jahrzehnte dauernde Feuerpause. Wenn wir ausblenden, was 1919 und danach in diesen beiden Jahrzehnten geschah, dann werden wir niemals den heißen Krieg nach 1939 verstehen. Dieser fiel nicht plötzlich vom Himmel, herbeigebetet von den kriegslüsternen Deutschen – nein, er hatte Ursachen, die zumindest bis 1919 zurückgehen. Einige dieser Ursachen aufzuzeigen, ist der Sinn dieser wenigen Zeilen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie erstaunt ich war, als ich zum ersten Mal las, dass das Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen 1919 nur durch Betrug seitens der VSA, Großbritanniens und Frankreichs zustande kam, und dass der Versailler Vertrag kein „Vertrag“ war, sondern ein Diktat, zu dem die Deutschen mit roher Gewalt gezwungen wurden und der nur den Völkermord an den Deutschen und das Ausplündern ihres Landes zum Ziel hatte. Das widersprach konträr all dem, was ich bis dahin in der Schule und aus den Medien gelernt hatte, wonach einzig und alleine die Deutschen schuld an dem Weltkrieg waren und mittels des Versailler Vertrages für ihre Verbrechen verdient bestraft wurden.

Viel später habe ich verstanden, dass 1919, nach dem Ende des ersten Teils des Großen Bruderkrieges der Weißen, VSA, Frankreich und Großbritannien die Worte weiser Männer zu ignorieren beschlossen, die da lauteten: Du kannst entweder Frieden oder Rache haben – nicht aber beides.

Nachdem die deutsche Regierung das „Friedensangebot“ des VSA-Präsidenten Wilson – die ominösen „14 Punkte“ – akzeptierte und die deutschen Soldaten entwaffnete und sie nach Hause schickte -, waren diese „14 Punkte“ im nächsten Augenblick vom Tisch und wurden nie wieder erwähnt. Stattdessen verhängten die Sieger unverzüglich nach der durch diesen Betrug erschlichenen Feuereinstellung eine Blockade des besiegten Deutschlands, um das hungernde deutsche Volk als Geisel gegen die junge deutsche Demokratie zu benutzen und die Regierung so zur Unterzeichnung des schändlichen Diktats zu zwingen.

Statt des versprochenen Friedens ohne Gebietsverluste und Reparationen stahlen sie Deutschland ein Drittel seines Territoriums – die Teile, der für die dynamische Industrie und die Nahrungssicherheit der Deutschen von immenser Bedeutung waren – und verhängten Reparationsforderungen in gigantischem Umfang. Statt der versprochenen allseitigen Entwaffnung rüsteten sie Deutschland komplett ab, ohne selbst ihre Waffen niederzulegen. Nach diesen geschaffenen Tatsachen sahen die Sieger selbstredend keinen Grund mehr, mit den besiegten Deutschen auch nur über die kleinsten Details des Diktats zu reden: unterschreib‘ oder stirb! (more…)

19. Februar 2020

Freedom according to Sir Scruton

Filed under: Kultur,Zensur — willanders @ 21:23
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“Real freedom, concrete freedom, the freedom that can actually be defined, claimed, and granted, was not the opposite of obedience but its other side. The abstract, unreal freedom of the liberal intellect was really nothing more than childish disobedience, amplified into anarchy.” – Sir Roger Scruton, 1944-2020. R.I.P.

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