Willanders – Rechts vor Links

24. April 2020

Weg mit Merkels „Alternativlosigkeit“!

Ich lese gerade bei Seidwalk, dass die „Sezession“, das Institut für Staatspolitik, Götz Kubitschek und seine Frau Ellen Kositza – das ganze Projekt Schnellroda also – vom „Verfassungsschutz“ zum „Verdachtsfall“ erklärt wurden. Soviele Anführungsstriche in einem Satz! „Verfassungsschutz“ – weil er nur noch zu einem willfährigen Werkzeug der Machtjunta gegen die politischen Gegner verkommen ist; „Verdachtsfall“ – weil es absichtlich einschüchternd klingt und genauso wirken soll.

Wie Seidwalk möchte ich hiermit zur Solidarität mit „Schnellroda“ aufrufen. Wir alle kennen Niemöllers Gedicht:

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

Wehren wir den Anfängen, die schon lange keine Anfänge sind. Wir sind mittendrin.

 

 

13. Februar 2020

… und Krieg ist Frieden!

Filed under: Demokratie,Medien,Staat,Wahlen — willanders @ 07:44
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Ein Morgengedanke: Die FDP ist diejenige Partei, die gegen sich selbst Opposition betreibt.

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Ich habe doch neulich geschrieben, wie ich mir die Laptoptastatur versaut hatte – diesmal habe ich dazu gelernt: Hatte den Morgenkaffee schon runtergeschluckt, bevor ich die Nachrichtenseite aufgemacht habe und die folgende Schlagzeile las:

20. Januar 2020

Eine Hetzjagd in Europa

Wer sich gruseln – so richtig gruseln! – will, der lese den Bericht von Martin Sellner hier. Das ist kein dystopischer Roman – das ist Realität in der EU im 21. Jahrhundert. So ähnlich wurden auch die Dissidenten in den Paradiesen des Proletariats in Osteuropa gehetzt. Nur dort, lange vor der Digitalisierung aller Lebensbereiche, hat man damals noch unzählige Ausweichmöglichkeiten und Verstecke gehabt, um zu überleben, die dem Identitären, und allen anderen Abweichlern, heute in Europa nicht mehr zur Verfügung stehen. Sellners Schilderung seines Kampfes ermöglicht uns einen Blick hinter die verlogene Fassade der ach so bunten und toleranten Gesellschaft und der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ mit ihren grellen Neonparolen von Demokratie, Volkssouveränität, Weltoffenheit, Meinungsfreiheit und Pluralismus im besten Deutschland und Europa aller Zeiten – und wir sehen dort, wie das Gegenteil von all dem lautlos vollstreckt wird.

Sellners Leben ist ein Guckloch in unser aller Zukunft: Die Zellentür nach draußen in die Freiheit schließt sich rasch, der Raum in der Zelle wird auch immer enger, die Wände von außen her immer schalldichter, nach außen hin immer hellhöriger. Die Hetzjäger und Hetzjägerinnen im Hintergrund sind die gleichen, die sich über die Zustände in Russland und China empören. Heuchler!

21. Dezember 2019

Evola über die Kultur der anonymen Helden

Warum sollte man Julius Evola heute noch lesen? Die meisten der heutigen Kritiker der herrschenden Zustände gehen davon aus, dass nur die bösen Clowns auf der heutigen politischen Bühne beseitigt, die Institutionen geschleift werden müssen – „Merkel muss weg!“ -, und alles wieder gut wird. Sie verkennen aber, dass diese gegenwärtigen Zustände ein Produkt unserer Eigenschaften sind – der individuellen wie der kollektiven. Und solange wir uns nicht grundlegend verändern, solange werden diese Krisen wieder kommen, in dieser oder jener Gestalt, gewiss mit einem anderen Personal – die Probleme aber, die bleiben die gleichen.

Selbst in den metapolitischen Auseinandersetzungen wird die Notwendigkeit einer grundlegenden geistigen Veränderung im Innern eines jeden Menschen – es geht hier nicht um die Erschaffung eines Neuen Menschen, wohlgemerkt! – als Voraussetzung für den erfolgreichen politischen Kampf viel zu schwach betont, von der praktischen Tagespolitik ganz zu schweigen. Diese Lücke schließt Evola, indem er die Konzentration auf eine ernsthafte theoretische Vorbereitung der wahren – ethischen, spirituellen – Revolution in den Vordergrund stellt und den bloßen Aktionismus verwirft, der auf schnelle, billige Effekte aus ist, die doch noch schneller verpuffen, ohne auch die flachsten Spuren zu hinterlassen. Worum es dem italienischen Kulturphilosophen geht, sind nicht Parteiprogramme und -strategien, sondern »eine stille Revolution, die in die Tiefe geht, damit zuerst im Inneren und im einzelnen die Voraussetzungen zu jener Ordnung geschaffen werden, die sich im richtigen Augenblick auch außen behaupten wird, indem sie mit Blitzesschnelle die Formen und Kräfte einer verfallenden und korrupten Welt ersetzt.«.

Der Geschichtsphilosoph Evola ist schon aus diesem Grund lesenswert, aber auch, weil er heute dringend gebraucht wird als Gegengewicht in einer öffentlichen Diskussion, in der die linken, sozialistischen Tendenzen und damit die Macht des Materiellen dermaßen dominieren; mit Evolas Worten: »Es ist der Bürger, der es allmählich dazu gebracht hat, daß heute ein Anspruch als das natürlichste Ding von der Welt erscheint, der in anderen – normalen – Zeiten als absurde Häresie gegolten hätte: daß nämlich die Wirtschaft unser Schicksal ist, der Gewinn unser Lebenszweck, das Feilschen und Handeln ein >Tun< und die Umrechnung jedes Wertes in die Begriffe des >Rentierens<, der prosperity, des Komforts, in Werte der Spekulation, von Angebot und Nachfrage das Wesen unserer Zivilisation ausmacht…« Wenn das schon vor ein hundert Jahren gegolten hat, um wieviel mehr heute in den Zeiten des Globalismus! (more…)

6. November 2019

Demokratie versus Demokratie

Der TE-Artikel liefert eine zutreffende Beschreibung des Zustands der demokratischen Systeme, die weltweit unter Beschuß seitens des Totalitarismus stehen, der sich als „Volksdemokratie“ oder „Gemeinwohl“ tarnt. Der Autor irrt m.E. jedoch, wenn er meint, wir stehen vor oder am Anfang „einer Art kultureller Bürgerkrieg“ – nein, wir sind im Endstadium eines Kampfes auf Leben und Tod zwischen der Freiheit und ihrem Gegenteil. Der Kampf ist aus meiner Sicht zugunsten der Unfreiheit entschieden; ich sehe da keine Anzeichen, dass die gute alte Demokratie, verstanden als der Wille der Mehrheit einer Gruppe, noch eine Chance erhält. Das demokratische Modell hat sich überlebt, wie ein Baum, der noch steht, aber dessen Zweige und Blätter immer weniger werden, dessen Rinde mehr und mehr abblättert und der sich immer mehr zur Seite neigt.

Die Gründe für ihre Niederlage sind sicherlich vielfältig und -schichtig, aber einfach gesprochen, hat der Egoismus, die Bequemlichkeit und Hybris des Menschen die Demokratie getötet. Wem seine berufliche Karriere, seine Urlaube, teure Wohnungseinrichtung und das neueste Auto wichtiger sind als Kinder und ein Engagement für die Familie, Gemeinde und für das eigene Volk und sein Glaubenssystem, der schafft durch seine Unterlassung ein Vakuum, in das andere, vitalere, sich stärker auf immaterielle Werte stützende Kulturen und Gesellschaften vorstoßen, deren Mitglieder die eigenen Interessen hinter die der Familie, Sippe, Nation und Religionsgemeinschaft selbstverständlich stellen. Diese Kulturen besetzen mit einem für uns tragischen Automatismus die geistigen wie physischen Räume unserer hedonistischen Kultur, die dem Impetus nichts mehr entgegensetzen kann. Die moderne Demokratie mit ihrer tendenziell suizidalen Toleranz war seit ihren Ursprüngen die einzige Gesellschaftsform, die die Bedingungen für ihre eigene Abschaffung bildete. Wer keine Freiheiten einengen möchte, der öffnet Tür und Tor für den Einfall von Gruppen, die diese Schwäche gegen die Demokratie einsetzen. (more…)

23. Oktober 2019

Wie eine Hose mit einem Beinteil

Nach meinem Kommentar zu Leninthink, habe ich mich gefragt, wie es kommt, dass diese kranke Denke überhaupt Anhänger findet, immer und immer wieder, und nicht in der Versenkung verschwindet, wo sie hingehört, wie viele andere irrationale Irrungen in der Vergangenheit.

Ein Mensch – ein ausgedachter Mensch – in einem Gefängnis geboren, von unschuldig eingekerkerten Eltern, mit keinerlei Aussicht auf Freiheit, von der er aber weis, dass sie draußen existiert, würde gewiss nicht die Geschichte der Gefängnisbauten, ihre architektonischen Feinheiten oder gar die physikalischen Gesetze des Mauerbaus mit Freude studieren, sondern würde schon als Kind einen unbändigen Zorn auf die Erfinder, Erbauer und Betreiber des Gefängnisses entwickeln. Je nach persönlicher Veranlagung würde er darauf aggressiv reagieren oder nach einer Fluchtmöglichkeit Ausschau halten – beides gesunde Reaktionen. Oder er würde resignieren, dann bliebe ihm der Selbstmord oder eine Identifikation mit seinen Unterdrückern – beides bedeutet Tod, beim ersten den physischen, beim letzten den seelischen.

Ich gehörte zu der ersten Kategorie. (more…)

10. Oktober 2019

Das Kernproblem der Autokratie – und eine antike Lösung

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Man fragt sich bisweilen, wie es dazu kommt, dass der ehedem in vielerlei Hinsicht hochentwickelte Westen verfällt, und zwar in zunehmendem Tempo. Dazu braucht man nur die Nachrichtenportale aufschlagen, Kinder im Schulalter haben oder einfach abends über den Marktplatz einer beliebigen europäischen Stadt gehen. Überall hat sich der Staat der Schutzpflicht gegenüber seinen Bürgern, sprich: Steuerzahlern entledigt, die offiziellen Medien verbreiten nur noch Propaganda, Terror auf Schulhöfen, rechtsfreie Räume und Situationen allerorten. Ich könnte die Liste der Verfallserscheinungen noch lange fortsetzen, aber jedem dürfte klar sein, was gemeint ist.

Ich habe lange geglaubt an „die Demokratie“, die „wir haben“ – das sagen sie doch alle im Fernsehen und in den Zeitungen: Wir leben doch in einer Demokratie, oder? Bin auch brav zu jeder Wahl gegangen und habe gewählt mit der Erwartung, die nächste Regierung wird gezwungenermaßen besser, denn so schlimm wie diese kann keine zweite werden. Und dann erlebte ich jedesmal eine Enttäuschung: Jede nachfolgende BRD-Regierung war schlechter als ihre Vorgängerin. Wie kommt so etwas zustande? (more…)

23. September 2019

Amerikas Privileg

Filed under: Geopolitik,Staat,Terror — willanders @ 18:59
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Ein wunderbarer Text über das Privileg, USA zu sein. Ich empfehle bei der Gelegenheit auch die Netzseite von Caitlin Johnstone von Down Under – vielleicht muss man wirklich einen Kopfstand machen, um die Welt wieder so sehen zu können wie sie sein sollte. Hier meine Übersetzung des Aufsatzes:

Amerikas Privileg

von Caitlin Johnstone, 14.09.2019

cars

Amerikas Linke reden ständig über weiße Privilegien, männliche Privilegien, Hetero-Privilegien usw., aber über eines höre ich sie nie reden: Amerikas Privilegien. Über die Macht also, die ihnen ihre Nationalität verleiht, mit dem Rest der Menschheit Beziehungen zu unterhalten, die wir anderen nicht haben.

Amerikas Privileg macht es möglich, sich ausschließlich auf die vielen internen Probleme zu konzentrieren, ohne sich um die Billionen Dollar zu kümmern, die die Kriegsmaschinerie eurer Regierung ausgibt, um die Welt zu terrorisieren und den Planeten mit Militärbasen einzukreisen.

Amerikas Privileg erlaubt es dem potentiellen Oberbefehlshaber, wenn auch schweren Herzens, in euren TV-Debatten anlässlich des Präsidentschaftswahlkampfs ganze acht Minuten der Außenpolitik zu opfern, während das Militär eures Landes im Grunde die Angelegenheiten der restlichen Welt diktiert.

Amerikas Privileg macht es möglich, gegen Sturmgewehre zu argumentieren, weil sie „Kriegswaffen“ seien, gleichzeitig diese gut zu heißen, solange sie dazu benutzt werden, Kinder in anderen Ländern zu töten. (more…)

6. April 2019

Menschenrechte-Weltmeister in Aktion

Filed under: Staat,Terror — willanders @ 12:30
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Was bin ich froh, dass ich diesen Scheißstaat vor nunmehr zwölf Jahren verlassen habe! Schon damals konnte ich die Politik und ihre Vergewaltiger nicht ertragen, heute empfinde ich nur noch blanken Haß, wenn ich Meldungen wie diese hier lese:

https://www.tichyseinblick.de/meinungen/kein-asyl-pech-fuer-den-braven-herrn-nhan/

Da marschieren Millionen von Alis, Obidougas, Muhamads und Murats im besten Mannesalter locker über die Grenze, werfen ihre Papiere weg, vergewaltigen deutsche Mädchen, schneiden Babys Köpfe ab, stechen deutsche Männer ab und kriegen als Belohnung dafür Häuser und Kohle in jede Körperöffnung geschoben – und wir müssen das alles tolerieren, sonst sind wir Nazis. Aber ein Herr Nhan aus Vietnam, der in seinem Land verfolgt wird und der seine Beethoven, Bach oder Brahms spielende Tochter zum Musikwettbewerb nach Deutschland begleitet, wird gnadenlos abgeschoben!

Das zeigt die BRD wieder – siehe den vorangegangenen Beitrag – ihre verlogene, menschenverachtende Fratze. Gewalt und Intoleranz gegen Schwache, Zivilisierte und Ehrliche; schwach und tolerant gegen den gewalttätigen Abschaum der Menschheit – das ist das Land der Deutschen im 21. Jahrhundert. Und darauf scheiße ich. Entschuldigung für die Wortwahl, aber ich kann diesmal nicht anders. Und noch was: Alle die ihr diese hochkriminelle Bande gewählt habt, oder nicht zur Wahl gegangen seid – Schande über euch, ihr seid mitschuldig! Für diesen verdorbenen Menschenbrei, der heute in der BRD haust, habe ich nur Verachtung übrig.

24. September 2018

Realpolitik made in the Philippines

Filed under: Staat — willanders @ 12:23
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Mir scheint es, dass sich weltweit ein Trend zur realen Politik mehr und mehr Raum verschafft. Ich habe hier vor wenigen Tagen von dem Präsidentschaftskandidaten in Brasilien berichtet, dann fällt mir noch Joe Arpaio in den USA ein, Trump, Duterte, die „populistischen“ Parteien und Bewegungen in Europa. Es scheint, dass die Menschen weltweit die Schnauze voll haben von Sonntagsreden, von aalglatten Advokaten in den verschiedenen politischen Apparaten, von Laberbuden genannt Parlamente, von unzähligen schönen Worten, denen nie Taten folgen.

Auch auf den Philippinen  wurde ein Macher als Präsident gewählt, der das Land aus dem Sumpf der Korruption, Kriminalität, Drogenrausch rauszuziehen versprach, und der bisher mehr als weniger liefert. Im Schatten von Duterte können sich so fähige Polizeibeamte wie  Jovie Espenido entfalten:

https://www.dw.com/de/ein-polizeichef-nach-dutertes-geschmack/a-45584469

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