Willanders – Rechts vor Links

30. Dezember 2018

Friede auf Erden!

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Als ich am Weihnachtsmrgen mit meinen beiden jüngsten Töchtern vor dieser wunderschönen Krippe in der katholischen Kirche in unserem Städtchen stand:

… und ihnen eine der größten sinnstiftenden Erzählungen der Menschheitsgeschichte – altersgemäß natürlich – erzählte, und sie dann alleine mit den handgeschnitzten Schafen, Eseln, Kamelen und dem Baby in der Krippe samt Eltern und den drei Weisen mit ihren Geschenken ließ, damit sie die Botschaft von „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“ in ihren noch so unverdorbenen Köpfen und reinen Seelen in Ruhe einsortieren konnten – da setzte ich mich auf die Bank, genoss den Frieden in der inzwischen leeren Kirche und schaute meinen Mädchen zu.

Friede auf Erden? Sofort standen mir die Schlagzeilen der letzten Wochen vor den Augen. Saudi-Arabien bombt mit Waffen Made in USA Kinder, Frauen, Krankenhäuser und Schulbusse in Yemen in Fetzen; Israelische Soldaten schießen unbewaffneten palestinensischen Jugendlichen in den Rücken und töten alleine seit dem Spätsommer so 200 von ihnen; Syrien, ukrainische Provokationen gegen Russland, Global Compact for Migration… Horrornachrichten ohne Ende.

Die Nachricht, die mir aber die meisten Sogen bereitet, war die Festnahme von Meng Wanzhou, der langjährigen Finanzchefin von Huawei, des weltgrößten Herstellers von Telekomausrüstungen, Anfang Dezember. Denn dieser Terrorakt der US-Regierung ist geeignet, eine direkte Konfrontation der beiden Giganten China und USA loszutreten.

Frau Meng war auf dem Weg von China nach Mexiko, als sie im Internationalen Flughafen von Vancouver bei einem Zwischenstopp von den dortigen Sicherheitskräften festgenommen wurde, weil ein Auslieferungsgesuch aus Washington vorlag. Nach einer Auslieferung an die USA drohen ihr bis zu 30 Jahre im amerikanischen Gefängnis. Der Vorwurf lautet auf Bruch der – einseitig von Washington verhängten – Sanktionen gegen den Iran. Obwohl die Nachricht von der Festnahme (und zwischenzeitlicher Haftverschonung gegen eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Dollar) in unseren Medien kurz für Schlagzeilen sorgte, habe ich eher den Eindruck, dass wir im Westen nicht wirklich begriffen haben, dass dieser Amoklauf der Amerikaner das Potential besitzt, einen Paradigmenwechsel in den künftigen Beziehungen zwischen Beijing und Washington einzuleiten.

Chinas Medien bezeichnen die de facto Entführung von Frau Meng korrekterweise als „Erklärung eines heißen Wirtschaftskrieges gegen China“. Kein Wunder: Huawei ist mit 100 Milliarden US-Dollar Umsatz der weltgrößte und innovativste Hersteller von Telekom-Ausrüstungen und Chinas international erfolgreichstes aller Vorzeigeunternehmen. Und Frau Meng ist nicht irgendeine Buchhalterin, sondern die Tochter des Unternehmensgründers und, aufgrund seines phänomenalen Geschäftserfolges, zum Nationalhelden aufgestiegenen Ren Zhengfei. Eine Zeitung fragte, wie die USA reagieren würden, wenn China Sheryl Sandberg, COO von Facebook, am Flughafen von Singapur festnehmen lassen würde wegen einer vermeintlichen Verletzung der chinesischen Gesetze. Noch dazu, wenn sie die Tochter von Steve Jobs wäre…

In der Tat: Seit dem Ende des Kalten Krieges ist die Welt Zeuge einer zunehmend terroristisch agierenden US-Regierung, die nun meint, ihre Hegemonialansprüche ungestört verwirklichen zu können. Im Militärbereich dient diesem Zweck die vollständige Kontrolle über die Strukturen und Ziele der NATO und die komplette Instrumentalisierung dieser ursprünglich als Bollwerk gegen den Weltkommunismus errichteten Militärallianz im Sinne der aggressiven Machtgelüste Pentagons. Auf dem Gebiet der Wirtschaft boxt die US-Justiz ihren Anspruch auf weltweite Durchsetzung des amerikanischen Rechts rücksichtslos durch. Seit Jahren schon verhängen irgendwelche Regionalgerichte in den USA ungehindert galaktische Quatrilliarden-Strafen gegen ausländische Staaten und Unternehmen. Weil die unfähigen und korrupten Regierungen der unterwürfigen Europäer aus Feigheit bisher kein Wort der Kritik verlauten ließen, geschweige denn, etwas dagegen unternahmen, meinten die Amerikaner in ihrer beispiellosen Hybris, diese rücksichtslose Politik gegen alle Regierungen, Staaten und Unternehmen weltweit fortführen zu können. Und nun bleibt ihnen in ihrer schier grenzenlosen Gier hoffentlich der Brocken namens Huawei im Hals stecken.

Diese Provokation der aufstrebenden und zunehmend selbstbewussten Weltmacht China könnte der Wendepunkt in den Gepflogenheiten der Weltwirtschaft und darüber hinaus werden, auch wenn Beijing bislang diesen Konflikt nicht so eskalieren ließ, wie manche es erwartet haben, und vermied, US-Interessen direkt anzugreifen. Vielleicht ist auch die laue Reaktion auf diese Cowboyattacke aus Amerika nur einem Überraschungseffekt zuzuschreiben: Denn normale Länder erwarten selbstverständlich, dass auch andere Länder sich normal verhalten. Und China ist dasjenige Land mit einer normalen Regierung. Dennoch ist eine Eskalation nicht auszuschließen. Weil eine erzamerikanische Reaktion auf eine Geiselnahme eine vergeltende Geiselnahme ist, haben Vorstände amerikanischer Topfirmen vorsorglich ihre Chinareisen storniert. Unwahrscheinlich ist es aber, dass die Chinesen die traditionellen Spielregeln im internationalen Verkehr zwischen den Staaten aufgeben und auf des Niveau der Amerikaner hinabsteigen, wo nur noch das Gesetz des Urwalds gilt.

Weil die Huawei-Finanzchefin offiziell wegen Verstoß gegen das US-Lieferungsverbot in den Iran festgenommen wurde, steht somit Irans selbst erklärter Feind Israel in der amerikanischen Ringecke. Von diesem US-Auslieferungsersuchen soll nämlich eine unmißverständliche Signalwirkung ausgehen: Jeder, der sich den Interessen der Juden in Nahpst in den Weg stellt, muß mit den schwersten Konsequenzen rechnen! Nicht zum ersten Mal opfert ein US-Präsident die Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen seines Landes, und gefährdet zugleich den Weltfrieden, um die Interessen des Judenstaates durchzusetzen. Trump entpuppt sich abermals als Marionette der Judenlobby in Amerika. Wenn auch diesmal nicht als die treibende Kraft. Es gibt nämlich glaubwürdige Berichte, wonach sein Sicherheitsberater und glühender Unterstützer Israels John Bolton den Auslieferungsgesuch eigenwillig angeordnet hat, ohne Konsultationen mit dem Präsidenten; Frau Mengs Festnahme erfolgte nämlich fast zeitgleich, als Trump mit Chinas Präsidenten Xi zusammentraf, um Handelsfragen zu diskutieren. Welch eine Demütigung des US-Präsidenten und ein offenes Zur-Schau-Stellen der Judenmacht über Amerikas Politik!

Boltons Schritt bringt auch noch einen anderen Aspekt und einen weiteren politischen Akteur ins Spiel: Sheldon Adelson. Wer schon mal in Las Vegas Geld im Venetian oder in Sand‘s verloren hat, der hat damit das 33-Milliarden-Vermögen von Adelson um weitere ein paar Dollar vermehrt. Der Casino-Magnat ist der größte Sponsor der Republikanischen Partei, einer der fanatischsten Fans des Judenstaates Israel und zugleich einer der glühendsten Feinde Irans. Er geht im Weißen Haus ein und aus wie er will. Es ist davon auszugehen, dass einer der einflussreichsten Menschen in Washington in den Plot gegen Huawei eingeweiht war. Es kann aber sein, dass der Casino-Kapitalist diesmal seine Karten überschätzt hat. Ein Großteil seiner Milliarden stammt nämlich aus seinen Spielcasinos im chinesischen Macau. Und es ist unvorstellbar, dass Beijing nicht den taktischen Fehler bemerkte, den der 15treichste Amerikaner durch seine Machenschaften hinter den Kulissen bei der Festnahme von Huawei-Finanzchefin machte. Über die inzwischen zweieinhalb Jahrzehnte waren Adelsons Macau-Casinos in eine Vielzahl von politischen Schmiergeldskandalen verwickelt, und es wäre ein Leichtes für Beijing, die luxuriösen Venetian und Sand‘s in Macau schließen. Zumal diese Maßnahme sehr gut in die Anti-Korruptionspolitik von Xi passen würde.

Eine vorläufige Casino-Schließung würde aber vor allem Adelsons Aktienvermögen über Nacht um einige Milliarden vermindern, was mit Sicherheit seine Bereitschaft, einen entsprechenden Telefonanruf im Weißen Haus sofort zu tätigen, befeuern dürfte. Sollte ein derartiger Anruf ausbleiben, dürfte eine endgültige Schließung – ausgedehnt auf seine Casinos im chinesisch dominierten Singapur – sein gesamtes persönliches Vermögen im Nu vernichten. Um Chinas Entschlossenheit zu verdeutlichen, könnten auch die anderen Casinos im Besitz von fanatischen pro-israelischen US-Juden, die das Spielbusiness in Macau dominieren, geschlossen werden. Damit würde der Vorfall im Internationalen Flughafen von Vancouver gewiss für lange Jahre ein Einzelfall bleiben, und etwaige Attacken auf andere chinesische Firmen würden Historiker später im gleichen Papierkorb finden, in dem auch die anderen gescheiterten CIA-Umsturzpläne vor sich hin gammeln.

Beijing hält somit das Royal Flush in der Hand beim Pokerspiel über das geschäftliche und finanzielle Überleben von Adelson, einer Figur an der Spitze der Entscheidungsgewalt in Washingtons Außenpolitik. Sollte Beijing diesen Kartensatz auf den Tisch legen, dann sitzt Frau Meng im nächsten Flieger nach Hause, und die Nachrichtensender berichten noch bevor sie in China gelandet ist, von „sincere deepest sorry“ aus dem Weißen Haus.

Und als ich da vor der Krippe saß und meinen Kindern zuschaute, wurde der heiße Wunsch in mir groß, China möge diesen Schachzug tätigen – im Sinne des Weltfriedens und damit „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“ zuwiderfährt.

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3. Oktober 2018

Syrien: Flüchtlinge willkommen!

warover2Der syrische Aussenminister hat am Samstag vor der UN-Vollversammlung alle Syrer, die aus ihrem Land geflohen waren, zur Rückkehr aufgefordert, um beim Wiederaufbau des Landes mitzuhelfen. So, dann, Merkel! Du weißt, was zu tun ist!   Siehe den Bericht in der NewYorkTimes – gefunden bei Danisch.   Letztendlich ist aber die „Flüchtlings“frage nur eine Randepisode auf der geopolitischer Bühne, eine Lappalie, mit der sich die Deutschen nun rumplagen müssen. Bei den anderen geht es jetzt um Wesentliches: Es geht jetzt vor allem darum, wer welches und wie großes Stück vom Syrien-Kuchen abbekommt. China hat abgewartet, wie sich die Lage entwickelt – gemäß dem uralten chinesischen Strategem: Vom anderen Flussufer aus das Feuer beobachten – und jetzt versucht, sich strategisch erfolgreich in die Pole-Position zu bringen. Russland und Iran aber werden sich das verdientermaßen größte Stück wohl nicht nehmen lassen. Die Lage bleibt interessant. Die gute Nachricht ist, dass die USA, wie es aussieht, leer ausgehen werden. Und die BRD? Wir haben die Lasten zu tragen – All-inclusive-Verpflegung für die jungen, männlichen Syrer – vom Kuchen kriegen wir wohl allenfalls Krümmel. So sieht’s aus unter der großen Geostrategin Merkel.   Sputniknews dazu.

24. August 2018

„Der Neger braucht Führung und Anleitung“

LESEBEFEHL!

raped024q23.PNGWir haben hier auf dem Blog aktuell irgendwie Afrika-Tage, auch wenn es überhaupt nicht „mein“ Kontinent ist; Afrika hat mich nie interessiert, ich war schon immer an Asien interessiert. Aber man kann nichts machen, wenn einem so hervorragende Dokus wie „Farmlands“ über den Weg laufen, oder halt Aufsätze von so hervorragender Qualität und Tiefe wie der folgende, erschienen auf dem Schluesselkindblog. Es handelt sich um eine Übersetzung eines Artikels von von Gedaliah Braun, erschienen auf American Renaissance im Februar 2009 unter dem Titel Morality and Abstract Thinking – How Africans may differ from Westerners. Gestolpert bin ich darüber bei Danisch.

Er erklärt… ach, man muß es in Gänze lesen. Vielleicht doch so viel: Nach der Lektüre wird es einem klar, warum der Neger sich so sehr von uns unterscheidet und warum seine Integration völlig ausgeschlossen ist. Das gleiche gilt übrigens für Mohamedaner/Araber; meine Erfahrung sagt mir nämlich schon lange, dass das gleiche Phänomen wie bei den Negern auch bei den Arabern vorherrscht.

Dieser Aufsatz verdient eine breite Leserschaft, damit wir Weiße uns keine Illusionen bezüglich der Invasoren machen, und damit wir die richtigen Schlüsse ziehen. Wir sollten wissen, wer zu uns zieht, und dieser Artikel ist bestens dafür geeignet. Im Nachfolgenden der komplette Text:

***

Ich bin Amerikaner und habe zwischen 1976 und 1988 in mehreren afrikanischen Universitäten Philosophie gelehrt und seither in Südafrika gelebt. Als ich das erste Mal nach Afrika kam, wusste ich praktisch nichts über den Kontinent oder seine Menschen, aber ich lernte schnell. Mir fiel zum Beispiel auf, dass Afrikaner nur selten Versprechen hielten und auch keinen Anlass sahen, sich zu entschuldigen, wenn sie eines brachen. Es war, als ob ihnen nicht bewusst wäre, dass sie irgendetwas getan hatten, für das man sich entschuldigen müsse.

Ich brauchte viele Jahre, um zu verstehen, warum Afrikaner sich so verhalten, aber ich denke, dass ich jetzt in der Lage bin, das und andere für Afrika typische Verhaltensweisen zu erklären. Ich glaube, dass Moral abstraktes Denkvermögen voraussetzt – wie es auch Zukunftsplanung tut – und dass ein relativer Mangel an abstraktem Denkvermögen vieles erklären könnte, was typisch afrikanisch ist.

Das Nachfolgende sind keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Es könnte auch alternative Erklärungen für meine Beobachtungen geben, aber meine Schlussfolgerungen sind aus mehr als 30 Jahren des Lebens unter Afrikanern gezogen.

Meine ersten Ahnungen über einen Mangel an abstraktem Denkvermögen speisten sich aus dem, was ich über afrikanische Sprachen zu lernen begann. In einem Gespräch mit Studenten in Nigeria fragte ich, wie man in ihrer lokalen Sprache ausdrückt, dass sich eine Kokosnuss auf halber Höhe des Baumes befindet. „Das können Sie nicht ausdrücken“ erklärten sie. „Alles, was Sie ausdrücken können, ist, dass sie ‚oben‘ ist.“ „Ganz oben an der Spitze?“ „Nein, einfach nur ‚oben‘.“ In anderen Worten schien da keine Möglichkeit zu bestehen, Abstufungen auszudrücken.

Ein paar Jahre später lernte ich in Nairobi etwas Weiteres über afrikanische Sprachen, als zwei Frauen sich wegen meines Englischwörterbuchs erstaunt zeigten. „Ist Englisch nicht Ihre Muttersprache?“ fragten sie. „Doch“ sagte ich „Es ist meine einzige Sprache.“ „Aber wozu brauchen Sie dann ein Wörterbuch?“ (more…)

6. Juli 2018

Allahu Akbar, Europa!

Und dieses sieht man bei Youtube heute anstelle dieses Videos:

 

 
Das heißt also logischerweise: „Allahu Akbar“ ist Hate Speech. Das allerdings weiß ich schon lange.

12. Juni 2018

Good Luck!

Filed under: Geopolitik,politik — willanders @ 09:53
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… und passen Sie gut auf, während Sie mit dem Verrückten sprechen, Kim Jung Un! Trump ist unberechenbar, und gefährlich!

„Unser großartiges Land – unsere großartige Familie Wir sind stolz auf Dich!“ Wann hab ich so etwas zum letzten Mal im BRD-Fernsehen gehört und gesehen? Jahrzehnte ist es her. Propaganda? Propaganda. Gewiss. Aber sieht und hört man in den Zwangsmedien der BRD etwas anderes? …. Doch: „Deutschland du mieses Stück Scheiße!“

 

11. Mai 2018

Trump – der verkannte Bösewicht

Filed under: Geopolitik,politik — willanders @ 16:28
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Zunächst in eigener Sache: Bedingt durch familiäre Angelegenheiten musste ich jetzt eine Weile pausieren; ab sofort werde ich wieder versuchen, dann und wann etwas zu Laptop zu bringen. 

Es geht los mit einem Kommentar auf diese transatlantische Liebeserklärung an Trump, die ich selbstredend nicht so stehen lassen konnte. Allerdings hat sich die Registrierung bei Tichyseinblick etwas zu schwierig gestaltet, und so landet mein Kommentar hier. 

An Ihrem Beitrag, werter Herr Goergen, stimmt so gut wie gar nichts. „Meine“ Freunde in den USA, die mit Trump anfangs zumindest sympathisiert haben, manche haben für ihn gestimmt, sehen das wiederum völlig anders. Das Heer deren, die von Zustimmung oder gar Begeisterung für Trump zur Enttäuschung pendeln, wird größer und größer. Und ich gebe ihnen recht, auch wenn ich kein Amerikaner bin. Auch meine anfängliche Begeisterung ist gewichen und hat einer tiefen Skepsis Platz gemacht.

Trump hat keines seiner Versprechen eingelöst, dafür viele gebrochen. Er hat im Wahlkampf mehrmals hoch und heilig versprochen, sich niemals nie in Nahost militärisch zu engagieren, sich aus all den zahl- und endlosen Konflikten komplett rauszuhalten. Er hat schon vor Jahren und im Wahlkampf erneut, H. Clinton häufig scharf angegriffen für ihre Pläne, nach Irak (Trump war von Anfang an ein Gegner des Irak-Krieges) einen neuen Krieg in Syrien zu starten. Er kritisierte scharf dieses Engagement als „katastrophal teuer“, „stupid and wasteful“, und versprach, dafür die vielen ungelösten inneramerikanischen Probleme zu lösen. Alleine für dieses Versprechen haben ihm Millionen kriegsmüder Amerikaner ihre Stimme gegeben. Und schon kurz nach seiner Wahl vergaß er dieses Versprechen und… bombte Syrien, und vor etwa zwei Wochen erneut.

Der von Trump genannte Grund – Assad’s Einsatz von Chemiewaffen -, diesen Einsatz hat der Verteidigungsminister „mad dog“ Mattis noch Tage zuvor in einer Pressekonferenz als „nicht schlüssig“ genannt. Ja, er hat zugegeben, dass Assad sich nach 2012 strikt an die Abmachung gehalten hatte und alle, aber auch alle, Chemiewaffen an die internationale Behörde zur Vernichtung ausgeliefert hatte. Syrien besitze schlicht keine Chemiewaffen mehr, so Mattis vor zwei Wochen. Und hat die Wahrheit Trump davon abgehalten, Syrien zu bomben? Nein.

(more…)

9. März 2017

Zukunftskontinent Afrika

Gunnar Heinsohn mit einem seiner umfänglich auf nackten Zahlen basierten Analysen, die einem die Haare zu Berge steigen lassen. Ein kleiner Exzerpt daraus:

Natürlich würde man Afrikas Probleme gerne vor Ort gelöst sehen. Doch wer soll das leisten? 2015 zählt Gesamtafrikas Nachwuchs unter 18 Jahren 540 Millionen Kinder und Jugendliche, während Europa bis zum Ural nur 140 Millionen Gleichaltrige aufbietet. 2050 wird es um 1000 Millionen im Vergleich zu 130 Millionen gehen. 40 bis 60 Prozent der afrikanischen Kinder – so das Medizinjournal The Lancet 2007 – bleiben dauerhaft unter ihren Möglichkeiten. Bei der Schülermathematik-Olympiade (TIMSS 2012) gewinnt die Ex-Kolonie Südkorea mit 613 Punkten, während die 331 Punkte der Ex-Kolonie Ghana zeigen, wie viele Schularbeiten noch zu machen sind. Ugandas Twaweza-Institut ermittelt 2016, dass nur 13 Prozent der Drittklässler die Matheanforderungen für Zweitklässler erfüllen. Wie soll da ein junger Europäer heute 4 und 2050 sogar 8 gleichaltrige Afrikaner für den Weltmarkt fit machen, daneben die Rentner und Hilflosen daheim versorgen und auch noch die hiesige Wirtschaft in der Weltspitze halten?

Bis man sich um Smartphones aus Accra oder Roboter aus Lagos reißt, hat Afrika einen schweren Weg vor sich. Wenn die 18 Millionen in Völkermorden und Kriegen seit der Befreiung Getöteten ein Licht auf Afrikas Zukunft werfen, wären selbst zehn Friedensnobelpreise zu wenig für das Zeigen eines unblutigen Weges. Wer wollte da das Drängen nach Europa verübeln, wo man auch dann menschenwürdig bezahlt wird, wenn man Arbeit nicht findet? Muss man im Gegenzug aber nicht auch den Bürgern Europas die Frage erlauben, wie ein alternder Kontinent das alles schaffen soll?

Der ganze Artikel ist im Hauptstadtbrief zu finden.

 

9. Februar 2017

Von Völkermord und Vielfalt

Wenn Chinesen nach Tibet übersiedeln, dann handelt es sich um „Völkermord“, wenn Weiße andere Länder bevölkern, dann ist das „Kolonialismus“ – wenn aber Europa von Mohamedanern und Nord-Amerika von Latinos überschwemmt werden, dann wird das „Vielfalt“ genannt. Grünes Neusprech halt.

Aus aktuellem Anlass verlinke ich auf meinen früheren Blogbeitrag – Free Germany! – zur Bundestagsresolution zu Tibet. … Und jetzt die Augen zuhalten… es wird wehtun!

gere

4. Februar 2017

Beijing: US wird bald Nordkorea angreifen

Filed under: Geopolitik,politik — willanders @ 21:56
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tump-chinaWir haben bisher den nächsten Krisenherd in Fernost eher im Südchinesischen Meer vermutet, dort wo es um die kleinen Eilande mit großer strategischer Bedeutung geht. Chinas Führung geht aber eher davon aus, dass die USA einen baldigen Krieg auf der koreanischen Halbinsel beginnen werden. Das zumindest behauptet Ding Gang, ein führender Publizist des People‘s Daily, einem offiziellen Organ der KPCh, in einem Artikel im Global Times, das als englischsprachiges Sprachrohr der chinesischen Führung gilt. Es handelt sich hier also um Überlegungen der chinesischen Führung, die an die Weltöffentlichkeit gerichtet sind.

Als Ausgang seiner Überlegung dient die neuerliche Ankündigung von Nordkoreas Partei- und Staatschef Kim Jong-un, bald eine atomar bestückbare Interkontinentalrakete zu testen. Nach erfolgreichen Tests wäre Nordkorea nämlich imstande, den nordamerikanischen Kontinent anzugreifen. Dies werde Trump nicht zulassen, sondern die Lage nutzen, um „Chaos im Fernen Osten zu verbreiten“, das dann die Dominanz der USA in dieser Region stärken würde.

Die Wahrscheinlichkeit eines Krieges werde extrem dadurch erhöht, dass es sich bei den beiden, Kim und Trump, um „irrationale“ Politiker handele, die unberechenbar seien. Der eine, mit seiner „America first“-Doktrin, sei in der günstigen Position, hier einen Krieg zu führen, ohne sein eigenes Territorium in Gefahr zu bringen. Der andere ist dafür bekannt, dass er sich nicht einschüchtern lässt und auf Druck von außen mit Gegendruck antwortet.

Diese Gemengelage mache einen kriegerischen Konflikt zwischen US und Nordkorea wahrscheinlich. China könne dabei nur verlieren, was der wohl wichtigste und von Washington beabsichtige Nebeneffekt dieses Konflikts sei. Chinas wirtschaftliche Entwicklung würde sehr verlangsamt werden. Auch Beijings bisher wichtigste Karte im Pokerspiel – die Vermittlerrolle zwischen Washington und Pjöngjang – wäre wertlos, sollte sich die beiden Streithähne nach einer heißen Phase gemeinsam an den Verhandlungstisch setzen. Beijing wisse nicht, was passieren werde, man sei aber auf alles vorbereitet.

Soweit Beijings Stellungnahme. Trump hat seinen Wahlkampf gewonnen mit dem Versprechen, Amerika wieder groß zu machen. Das wollte er erzielen, indem er Jobs daheim schafft. Wohl niemand hat „America first“ als „America shooting first“ oder „Amerika über alles, über alles in der Welt“ verstanden, indem Washington die nächsten Kriege in Übersee beginnen wird.

Wo ist Saudi Arabien?

Filed under: Geopolitik,islam,terror — willanders @ 15:32
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terror

Ich frage mich seit dem Muslim Ban durch die Trump-Administration, warum er nicht auch Saudi Arabien, Katar und die anderen, weltgrößten Terrorpaten mit auf die Liste genommen hat.

Die gleiche Frage stellen langsam auch andere, so ZeroHedge.

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