Willanders – Rechts vor Links

1. Februar 2017

Ich bin der Martin

Wir können nun in Echtzeit beobachten, wie mit dem Martin Schulz eine extrem unsympathische Gestalt zu einem Sympathieträger und somit zu einem Stimmenfänger umgebaut werden soll. Eine Huldigung jagt die nächste, Talkshowaudienzen im Tagesrhythmus; neben vielen anderen Fragen, wird im September auch die Frage beantwortet werden, wie dumm der deutsche Michel ist, dass er auf dieses peinliche Schmierentheater reinfällt. Wer wählt eine Partei, die so ein Kasperletheater als Politik verkauft? Wie dumm muss man sein als Politmanager, sich so eine Figur als Wählerfang auszudenken?

Und so ist auch dieser Blogbeitrag von den Kollegen bei philosophia-perennis mehr als notwendig, um sich die Wahrheit über den Spitzenkandidaten der SPD vor Augen zu halten.

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2. November 2015

Karl Popper über das Wahlrecht

LESEBEFEHL!!!

03.08.1987

Zur Theorie der Demokratie

von Sir Karl Popper

Karl Popper, gebürtiger Wiener, der am Dienstag letzter Woche das 85. Lebensjahr vollendete, lebt in London, wo er bis 1969 Philosophieprofessor war. Er gilt als einer der wichtigsten Theoretiker und Sozialwissenschaftler.

Mein größtes Interesse ist die Natur- und die Naturwissenschaft: die Kosmologie. Seit ich im Juli 1919 den Marxismus aufgegeben hatte, war ich an der Politik und ihrer Theorie nur als Staatsbürger interessiert – und als Demokrat. Aber die in den 20er und frühen 30er Jahren anschwellenden totalitären Bewegungen von links und rechts und schließlich die Machtergreifung Hitlers in Deutschland zwangen mich dazu, über das Problem der Demokratie nachzudenken.

Obwohl mein Buch „The Open Society and Its Enemies“ (deutsch: „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“) Hitler und die Nazis mit keinem Wort erwähnte, war es als mein Beitrag zum Krieg gegen Hitler gedacht: Das Buch ist eine Theorie der Demokratie und eine Verteidigung der Demokratie gegen die alten und neuen Angriffe ihrer Feinde, kam 1945 heraus und wurde immer wieder aufgelegt. Aber das, was ich für seinen wichtigsten Punkt halte, wurde, so scheint mir, nur selten ganz verstanden.

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3. Juni 2013

Alles Lügen!

Donnerstag, 30. Mai 2013

Ich lese gerade einen Text über die Rede von Merkel zum sogenann­ten Integra­tionsgipfel mit Stellen wie diese:

Ich habe mir (…) Gedanken dar­über gemacht, wie es ist, wenn man bei uns lebt und erkenn­barerweise (…) nicht so bleichgesichtig wie wir aussieht.

Der Grund für die tiefen Sorgen unserer Kanzleuse liegt in ihrer Erkenntnis:

 … wie tief Rassismus in unserer Gesellschaft verankert ist …

Spontan würde man dieser Frau am liebsten zurufen: Fahr öfter Bus und U-Bahn! Dann wirst du bisweilen nicht nur die einzige „Bleichgesichtige‟ unter lauter südländisch dunklerpigmentierten lieben Mitbürgern sein, sondern kannst auch ein Gefühl dafür bekommen, wie es deinen deutschen und europäischstämmigen Untertanen tagtäglich ergeht. Erhören wird meinen Schrei diese vielbeschäftigte Weltretterin sicherlich genauso wenig wie den Ruf nach der Rückkehr zur D-Mark. Denn die Rettung des nächsten Staates vor der Pleite kann nicht warten. Und so werden wir derartigen Blödsinn aus dem Mund unserer Eliten noch viel öfter hören müssen. (more…)

11. Juni 2009

Hans Herbert von Arnim: Der Wähler ist entmachtet

Filed under: wahlrecht — willanders @ 15:15
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Ein weiterer Arnim, wie wir ihn kennen und schätzen.

Herr Professor von Arnim, mit ihrer EU-Kritik konnten etliche Rechtsparteien am Sonntag ein erhebliches Plus verzeichnen. In Deutschland blieb dieser Effekt allerdings aus. Warum?

Arnim: Zum einen ist die Stimmung bei uns – noch – nicht so EU-kritisch wie in anderen Ländern. Zum anderen haben andere, die CSU, die Linken, aber auch viele kleine Parteien, einen Teil der EU-Kritik aufgenommen. Zum dritten erscheinen bestimmte Rechtsparteien bei uns als nicht wählbar.

Mancher hat auf die Freien Wähler gehofft – vergeblich.

Arnim: Die Freien Wähler hatten große Probleme, man denke an das Ausscheren Baden-Württembergs oder die Zeitnot und die knappen Mittel für den Wahlkampf. Unterm Strich bleibt jedoch, daß sie es mit 1,7 Prozent einfach nicht vermocht haben, Nicht- bzw. Protestwähler für sich zu mobilisieren. Ich nehme an, daß sie nun von ihren Plänen für die Bundestagswahl Abstand nehmen werden.

Die CDU dagegen triumphierte am Sonntag Abend. Zu Recht?

Arnim: Nein, sie hat mit minus 5,9 Prozent sogar am meisten verloren. (more…)

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