Willanders – Rechts vor Links

23. Oktober 2019

Wie eine Hose mit einem Beinteil

Nach meinem Kommentar zu Leninthink, habe ich mich gefragt, wie es kommt, dass diese kranke Denke überhaupt Anhänger findet, immer und immer wieder, und nicht in der Versenkung verschwindet, wo sie hingehört, wie viele andere irrationale Irrungen in der Vergangenheit.

Ein Mensch – ein ausgedachter Mensch – in einem Gefängnis geboren, von unschuldig eingekerkerten Eltern, mit keinerlei Aussicht auf Freiheit, von der er aber weis, dass sie draußen existiert, würde gewiss nicht die Geschichte der Gefängnisbauten, ihre architektonischen Feinheiten oder gar die physikalischen Gesetze des Mauerbaus mit Freude studieren, sondern würde schon als Kind einen unbändigen Zorn auf die Erfinder, Erbauer und Betreiber des Gefängnisses entwickeln. Je nach persönlicher Veranlagung würde er darauf aggressiv reagieren oder nach einer Fluchtmöglichkeit Ausschau halten – beides gesunde Reaktionen. Oder er würde resignieren, dann bliebe ihm der Selbstmord oder eine Identifikation mit seinen Unterdrückern – beides bedeutet Tod, beim ersten den physischen, beim letzten den seelischen.

Ich gehörte zu der ersten Kategorie. (more…)

19. Oktober 2019

Lenin – der Teufel und sein Werk

 

verbietetDieser – englischsprachige – Aufsatz bietet einen Einblick in die Denke eines Psychopathen, dem es vergönnt war, seine pathologische Perversion entfesselt auszuleben, und einen Rückblick auf dessen massenmörderisches Wirken. Der Staatsterrorismus namens Sowjetunion war das Ergebnis einer diabolischen Idee, einer Idee jenseits aller, ja aller!, Menschlichkeit. An der SU konnte man sehen, wohin es führt, wenn der Mensch jede transzendente Autorität ablehnt, sich selbst in den Mittelpunkt stellt und zum Maßstab für alle Dinge macht. Der Ex-Kommunist Gary Saul Morson analysiert hier die „Lenindenke“ und zeigt deren „Prinzipien“: grenzenlosen, blinden Terror um des Terrors Willen gegen jeden, in dessen Namen zufällig, nach der Tagesparole ausgeloste Zivilisten einfach so erschossen oder erschlagen wurden, weil ihr Stadtviertel oder ihr Berufsstand eben an diesem Tag „dran war“; den sehr flexiblen Umgang mit der Wahrheit; die Missachtung der marxistisch-leninistischen Ideologie zugunsten der jeweils neuesten Direktiven der Parteiführung, die stets als die einzig richtige Interpretation der Ideologie zu gelten haben – um nur einige der „Prinzipien“ hier zu nennen.

So manches Lenindenkmal in den Köpfen der ewigmorgigen Verehrer wird zerbröseln bei der Betrachtung von Lenins zutiefst primitiver Denke, von einem Lenin, der nie einen Hehl aus seiner Ignoranz gegenüber der marxistischen Theorie machte – der verbreiteten Propaganda zum Trotz -, der andere Ansichten als seine ablehnte ausschließlich mit dem „Argument“, sie seien eben… anders. Unter dem kommunistischen Terror war es nicht nur nicht notwendig, sondern verboten sich mit diesen zu beschäftigen – es war ein Verbrechen. Warum? Weil sie „anders“ waren. Und die Wahrheit? Ach, was ist schon Wahrheit! Wahrheit ist, „was der Partei nützt, Genossen, und sonst nichts“. Und was der Partei heute nutzt, schadet ihr vielleicht morgen, dann wird die Wahrheit eben morgen den neuen Gegebenheiten „angepasst“.

Hier wird der wahre Revolutionsführer aufgedeckt, für den das einzig Relevante an Marx‘ Lehre die „Diktatur der Proletariats“ war. Diese Diktatur definierte Lenin als „nichts anderes als eine total befreite Macht – frei von jedwedem Recht, befreit von allen Regeln, beruhend einzig und alleine auf Gewalt“. Für ihn musste eine revolutionäre Partei ausschließlich aus Berufsrevolutionären bestehen, die sich aus der Intelligenzschicht (!) rekrutieren sollten, und die sich restlos der Parteidisziplin unterwerfen und bereit sein mussten, ausnahmslos alles zu tun, was die Parteiführung von ihnen verlangte, ohne zu hoffen, dass es das Richtige ist. Ein Beispiel von Millionen: Ein hoher Bolschewik Piatakow bat 1936 das Zentralkomitee der Partei, ihn zu „rügen“ dafür, dass er die Verbindung seiner Frau zu den Trotzkisten verschwiegen hatte. Er bot an, gegen sie auszusagen und, nach einer – sicheren – Verurteilung, sie eigenhändig zu erschießen. Letztendlich wurde Piatakow selbst erschossen.

Eine Beschäftigung mit der sozialistischen Praxis ist gerade heute mehr als notwendig, heute, wo so kranke Wünsche nach Diktatur – „Verbietet uns endlich was!“ – leider wieder einen Weg an die frische Luft finden, und wo SED-Spitzel und andere -Verbrecher in dieser real existierenden BRD wieder in Amt und Un-Würden wüten dürfen. Ich finde es sehr wichtig, dass man an Sozial-, Marx-, Kommun-, Lenin- und sonstigem -ismus immer und immer wieder erinnert und ihn so zeigt wie er wirklich war: die Hölle auf Erden. Im Falschen gibt es kein Richtig, da bin ich nicht bereit zu differenzieren. Basta! Ich weiß, wovon ich spreche: Die ersten 18 Jahre meines Lebens war ich gezwungen, in einem kommunistischen Staat zu fristen. Ich kenne dieses Verbrechen namens Sozialismus aus eigener Erfahrung. So ein System bringt das Schlechteste was in einem Individuum drin steckt, zum Vorschein. Bei dem einen mehr, beim anderen weniger; aber etwas Gutes kommt dabei nicht raus.

Den Link und Hinweis zu diesem Artikel gefunden bei: https://seidwalkwordpresscom.wordpress.com/2019/10/19/fundstuecke-lxix/

10. Oktober 2019

Das Kernproblem der Autokratie – und eine antike Lösung

cdu-problem

Man fragt sich bisweilen, wie es dazu kommt, dass der ehedem in vielerlei Hinsicht hochentwickelte Westen verfällt, und zwar in zunehmendem Tempo. Dazu braucht man nur die Nachrichtenportale aufschlagen, Kinder im Schulalter haben oder einfach abends über den Marktplatz einer beliebigen europäischen Stadt gehen. Überall hat sich der Staat der Schutzpflicht gegenüber seinen Bürgern, sprich: Steuerzahlern entledigt, die offiziellen Medien verbreiten nur noch Propaganda, Terror auf Schulhöfen, rechtsfreie Räume und Situationen allerorten. Ich könnte die Liste der Verfallserscheinungen noch lange fortsetzen, aber jedem dürfte klar sein, was gemeint ist.

Ich habe lange geglaubt an „die Demokratie“, die „wir haben“ – das sagen sie doch alle im Fernsehen und in den Zeitungen: Wir leben doch in einer Demokratie, oder? Bin auch brav zu jeder Wahl gegangen und habe gewählt mit der Erwartung, die nächste Regierung wird gezwungenermaßen besser, denn so schlimm wie diese kann keine zweite werden. Und dann erlebte ich jedesmal eine Enttäuschung: Jede nachfolgende BRD-Regierung war schlechter als ihre Vorgängerin. Wie kommt so etwas zustande? (more…)

13. September 2019

Weltkrieg – eine alternative Sicht

Anlässlich der Gedenkfeier zum „Beginn“ des „2. Weltkriegs“ am 1. September 1939 (es handelte sich nämlich aus meiner Sicht weder um einen „zweiten“ Weltkrieg noch um seinen „Beginn“) und der zum tiefsten Fremdschämen geeigneten Besuche von BRD-Politprominenz in Polen hier ein Beitrag von Generalmajor a.D. und Historiker Gerd Schultze-Rhonhof auf der Netzseite von Michael Klonovsky. Dieser Beitrag eignet sich dank seiner Komprimiertheit hervorragend als Einstieg in die Thematik des großen Krieges des 20. Jahrhunderts, insbesondere was die deutschen und polnischen Anteile angeht. Schultze-Rhonhofs Bücher, sein bekanntestes: „Der Krieg, der viele Väter hatte„, sind Augenöffner, aber auch die Youtube-Videos seiner Vorträge sind empfehlenswert.

Das Neue für mich in dem Beitrag sind die konkreten Angaben zu den Diktaten der Sieger bezüglich der genehmigten Historiografie und zu den Gesetzen, welche diese Diktate in der BRD-Rechtsprechung zementierten:

„Wie kommt die entgegengesetzte Behandlung desselben Themas in Deutschland zustande?

Die heutige amtliche deutsche Geschichtsschreibung ist durch die Rechtsprechung des Nürnberger Tribunals begründet worden, die in ihrem Urteilsspruch von 1946 auf exakt 200 Seiten die Siegerdarstellung der Vorkriegsgeschichte und der Geschichte des Zweiten Weltkriegs formuliert hat.

Die Regierung der BRD hat 1955 im Artikel 7 des Überleitungsvertrags und die Regierungen der BRD und der DDR haben 1990 gemeinsam in einem Zusatzprotokoll zum 2-plus-4-Vertrag festgelegt, dass das Nürnberger Urteil – damit auch die 200 Seiten Siegergeschichtsschreibung – auf ewig für deutsche Gerichte und Behörden verbindlich bleibt. Beide Festlegungen haben den deutschen Bundestag passiert, und sie sind nachzulesen in den Bundesgesetzblättern BGBl Teil II, 1955, Heft 8, Seite 413 und BGBl Teil II, Heft 42, Seite 1387. Behörden sind im Sinne des Vertragstextes auch die Kultusministerien der Bundesländer, die die Geschichtslehre und Unterrichtsmaterialien in und für Schulen, Universitäten und andere Landesbildungsinstitute überwachen und genehmigen oder sperren. Damit ist die Siegergeschichtsschreibung über die Entstehung und den Verlauf des Zweiten Weltkriegs derzeit in Deutschland kodifiziert.“

 

17. August 2019

Wie aggressiv ist China?

Filed under: Geopolitik,Geschichte — willanders @ 14:13
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Wie aggressiv ist China? Unter dem Titel erschien auf Anti-Spiegel ein lesenswerter Artikel zum gegenwärtig sehr aktuellen Thema der USA-China-Beziehungen, die in eine verhängnisvolle Abwärtsspirale zu geraten drohen . Die Beitrag ist ein bitter nötiges Serum gegen die von fast sämtlichen Systemmedien im Westen verbreiteten Lügenpropaganda über China, und seine geopolitischen Absichten. Ich schüttel verständnislos meinen Kopf über den Erfolg dieser Propaganda, die sich völlig frei von Tatsachen und wider jede Vernunft in den Köpfen der Durchschnittskonsumenten einnistet. Ich erlaube mir lediglich ein paar kleine Anmerkungen/Ergänzungen zu dem Artikel auf Anti-Spiegel, mit dessen Aussagen ich voll und ganz einverstanden bin.

Zunächst zu USA:

„Die USA sind von dem „Wilden Westen“ geprägt. Diese Vergangenheit hat dem Land eine kriegerische Tradition gegeben, es geht um „Gut und Böse“ und um das Selbstverständnis, ein überlegenes Land zu sein, „God´s own country“ eben. Das hat seinen Ursprung in den Indianerkriegen und den Kriegen gegen Mexiko, als sich die USA in allen Belangen als überlegen ansahen. Auch moralisch. Und so werden bis heute alle ihre Kriege mit der angeblich höheren Moral der USA und ihren „Werten“ begründet.“

Das sehe ich ähnlich. Allerdings halte ich die Gründung der USA als eine nordamerikanische Kopie des Frankreichs der Französischen Revolution für die Wurzel allen Übels. Dieser Hintergrund verlieh und verleiht den USA den inquisitorischen, brutalen und kriegerischen Charakter. Die Französische Revolution hat die englische Kolonie auf dieses Gleis gestellt, von dem sie, auch nach dem Befreiungskrieg, nicht mehr runterkam. Der puritanische – sprich: alttestamentarische, jüdische – Einfluss, der später hinzukam, hat dieses Land zusätzlich zutiefst geprägt und ihm den heutigen Grundcharakter verliehen . Douglas Reeds „Der Streit um Zion“ arbeitet diesen Aspekt der US-Geschichte sehr deutlich heraus (Lesebefehl!). (more…)

5. August 2019

Wenn man erst einmal damit angefangen hat…

Filed under: Geschichte,islam — willanders @ 11:32
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kommt man da nicht so leicht raus. Ein herrlich lustiges (!) Video zum aktuellen Thema dieses Blogs:

4. Juni 2019

Tiananmen-Massaker – eine 30 Jahre alte Lüge

Filed under: Geopolitik,Geschichte,Medien — willanders @ 21:42
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Eine sehr gute Darstellung der Ereignisse um das „Tiananmen-Massaker“ vom 4. Juni 1989, unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von CIA, Soros… also den üblichen Verbrechern, die immer zur Stelle sind, wenn es um Völkermord, Zersetzung und Bürgerkriege geht, und die ihr verbrecherisches Treiben stets in süße Worte von Demokratie, Menschenrechten und Freiheit kleiden.
Der Link: https://www.rubikon.news/artikel/das-fake-massaker
Dieser Artikel ist gespickt mit Quellenangaben, also sehr zu empfehlen. Die detaillierte Schilderung der Ereignisse in Beijing um den Juni 1989 findet man in dem exzellenten Buch von Konrad Seitz „China – eine Weltmacht kehrt zurück“.

5. Mai 2019

Ein Königreich für ein Gramm Vernunft!

Filed under: eu,Geschichte,kultur — willanders @ 12:01
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Wer noch nicht gänzlich überzeugt ist von meiner Behauptung, dass wir uns auf dem Weg ins Zeitalter der Irrationalität galoppierend bewegen, der möge bitte den nachfolgenden Artikel in Ruhe lesen.

Heute ein Artikel im TUMULT, der auf eine großartige Weise eines der Probleme unseres politischen Systems darlegt. Er zeigt auch, wieviel Intelligenz und Vernunft in der AfD versammelt ist. Und was für eine Kluft im Denkvermögen zwischen den AfD-Mitgliedern und den bösen Clowns im übrigen Politik- und Medienzirkus der BRD da ist. Dieser Artikel ergänzt auf eine wundervolle Weise meinen kleinen Beitrag zu Gretas Grünen Garden. Dieser Hang zum Fanatismus i s t eine antropologische Konstante, die immer wieder an die Oberfläche drängt, und warum, das erklärt Helmut Seifen knapp in dem Artikel, der eine breite Öffentlichkeit verdient.

 

Helmut Seifen: ÜBER DIE GEFAHR IRRATIONALER SCHWÄRMEREI IN DER POLITIK

 

Anhand des ebenso ambitionierten wie kurzlebigen Täuferreichs von Münster ruft Helmut Seifen, langjähriger Gymnasiallehrer in der Täuferstadt und heutiger Co-Vorsitzender der AfD in Nordrhein-Westfalen, die Risiken einer ausschließlich affektgetriebenen Beschäftigung mit weltanschaulichen Fragen ins Gedächtnis und plädiert für eine vernunftgeleitete Kanalisierung des Irrationalen.
Zu Beginn der Flüchtlingskrise, im September 2015, nannte der britische Politikwissenschaftler Anthony Glees in einem Interview Deutschland einen „Hippie-Staat, der nur von Gefühlen geleitet wird“[1].

Aber statt nur mit dem Herzen müsse man mit dem Hirn handeln, forderte der Politologe eine realistische Besinnung von der Regierung Merkel. Auch wenn sein Appell im Berliner Kanzleramt auf taube Ohren stieß, machte seine Einschätzung international einige Furore. Indes wie es soweit kommen konnte, dass sich Deutschland innerhalb kürzester Zeit derart wandeln konnte, dass sein nach 1945 über Jahrzehnte mühsam wiederaufgebautes Renommee als ein geachtetes Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft in den Jahren nach 2015 so schweren Schaden erleiden konnte, ist bis heute erklärungsbedürftig.

Ich möchte deshalb dem Beispiel Marc Blochs folgen, der einmal feststellte, dass der Historiker einem Menschenfresser gleiche, „Wo er menschliches Fleisch wittert, weiß er seine Beute nicht weit“[2], und einen anthropologischen Erklärungsansatz für diesen seltsamen Wandel vorschlagen. Natürlich kann man verschiedene Zeitalter nie gleichsetzen, aber man entdeckt bei Geschehensvergleichen gewisse Analogien, die sich wohl daraus ergeben, dass die Menschen in ihren Reaktionen anthropologische Konstanten aufweisen, die sich in bestimmten Situationen in ähnlicher Form zeigen. Und die Überspanntheit der moralischen Wahrnehmung, die von einer geradezu manichäischen Weltsicht begleitet wurde, welche fortan das politische Meinungsspektrum ausschließlich in „Gut und Böse“ unterteilte, der daraus folgende Missionseifer und die totale Gewissheit, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein, die in Deutschland eine Saat der Gewalt hat entstehen lassen, all dies hat sich bereits einmal in Münster gezeigt.

Man könnte leicht an die Zeit des Nationalsozialismus denken. Ich möchte aber an die Zeit vor 485 Jahren erinnern. Am 23.02.1534 siegten die Wiedertäufer mit ihrer Freiheitspartei bei der Ratswahl und machten Bernd Knipperdolling zum Bürgermeister der Stadt Münster. Bereits in den Tagen danach, also vom 24.02.1534 an, wurde die Stadt nach dem Vorbild der urchristlichen Apostelgemeinde umgestaltet, d. h. es wurde von allen Familien der Besitz aufgenommen und das Privateigentum im Großen und Ganzen vergemeinschaftet. Gleichzeitig vernichtete man alles, was scheinbar der Vorstellung einer urchristlichen Apostelgemeinde widersprach. (more…)

19. März 2019

Angst des Systems vor „entkoppelter Erzählung“

Filed under: Geschichte,kultur — willanders @ 11:23

Man sollte dann und wann mal was ungewohntes tun, etwas was man sonst nie tut, sagen spirituelle Meister seit Urzeiten. Diesem Rat folgend habe ich heute meinem Adblocker eine kurze Pause gegönnt und habe einen Artikel in einer MSM aufgerufen! Es handelt sich um ein Gespräch in der Reihe „Neues von den Germanen“, diesmal mit Karl Banghard, dem Leiter des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen. Seine Aussagen „werfen ein Licht“, wie ein Qualitätsjournalist schreiben würde, auf die Denke von Vertretern des Systems in Bezug auf die Darstellung der deutschen Geschichte. Auf der Metaebene geht es bei dem Interview um den Kampf der Machthaber um die Deutungshochheit, die ihnen langsam entgleitet. (more…)

14. März 2019

Der Mensch stammt aus Europa – und nicht aus Afrika!

Diese Meldung ging an mir völlig vorbei. Erst heute stolpere ich über die Mitteilung des internationalen Forschungsteams um Prof. Madelaine Böhme vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen über die Resultate seiner Untersuchungen von zwei Fossilienfunden aus dem östlichen Mittelmeerraum. Die Forscher untersuchten einen Vorbackenzahn und einen Unterkiefer, die jeweils einem Vor-Menschen zugeschrieben werden konnten. Das Sensationelle daran: Die Funde datieren auf 7,24 bzw. 7,175 Jahre, der bisher älteste Fund, der Sahelanthropus aus dem Tschad, ist „nur“ sechs bis sieben Millionen Jahre alt. Somit fand die Abspaltung der menschlichen Linie im östlichen Mittelmeerraum statt und nicht – wie bisher vielfach angenommen – in Afrika.
Der hochinteressante Artikel im PLOS:
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0177127
und die allgemeinverständliche Mitteilung der Uni Tübingen:
https://idw-online.de/de/news675057
und hier Wikipedia dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Graecopithecus_freybergi

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