Willanders – Rechts vor Links

2. März 2017

Henry Ford über den Krieg

Filed under: geschichte,politik,staat — willanders @ 22:16
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Der geniale Unternehmer, Erfinder, Philantrop und vieles andere – Henry Ford hat Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts folgendes zum Krieg geschrieben. Ich kann seine Autobiografie jedem nur empfehlen.

Aus Henry Ford: Mein Leben, mein Werk. S. 282 ff.:

Eine unvoreingenommene Untersuchung des letzten Krieges, der vorhergehenden Ereignisse und seiner Folgen ergibt den unantastbaren Beweis, daß es in der Welt eine gewaltige Gruppe von Machthabern gibt, die es vorziehen, im Dunkeln zu bleiben, die weder Ämter noch äußere Machtinsignien erstreben, die auch keiner bestimmten Nation angehören, sondern international sind, — Machthaber, die sich der Regierungen, der weitreichenden Geschäftsorganisationen, der Presseagenturen, sämtlicher Hilfsmittel der Volkspsychologie bedienen, um die Welt in Panik zu versetzen und die Macht, die sie über sie ausüben, noch zu erhöhen. Es ist ein alter Spielertrick, „Polizei!“ zu rufen, wenn gerade viel Geld auf dem Tische liegt, und in der nun folgenden Panik das Geld zu ergreifen und sich aus dem Staube zu machen. Und so gibt es auch eine Macht in der Welt, die „Krieg!“ schreit, und die in der Völkerverwirrung und während der gewaltigen Opfer, die das Volk um des Friedens und der Sicherheit willen bringt, mit der Beute davonläuft.

Was wir nicht vergessen dürfen, ist, daß wir zwar den militärischen Sieg errungen haben, daß es der Welt bisher jedoch noch nicht geglückt ist, die Kriegsschürer und -hetzer aufs Haupt zu schlagen. Wir dürfen nicht vergessen, daß der Krieg ja nur ein künstlich fabriziertes Übel ist, das sich folglich auch nach einer ganz bestimmten Technik herstellen läßt. Eine Kriegshetzerkampagne wird nach ganz ähnlichen Grundsätzen wie jede andere Kampagne geführt.

Erst gilt es, das Volk zu bearbeiten. Durch allerlei schlaue Geschichten wird das Volk gegen die Nation, mit der man Krieg zu führen wünscht, argwöhnisch gemacht. Erst wird das eine, dann das andere Volk argwöhnisch gemacht. Dazu ist nichts weiter nötig als einige Agenten, die etwas Grütze und kein Gewissen haben, und eine Presse, deren Interessen mit denen, die durch den Krieg profitieren werden, verknüpft sind. Und sehr bald wird der „Auftakt“ da sein. Es ist nicht im geringsten schwer, einen ,,Auftakt“ zu finden, sobald der Haß zweier Nationen einen genügenden Höhepunkt erreicht hat.

In allen Ländern hat es Männer gegeben, die sich über den Ausbruch des Weltkrieges freuten und sein Ende bedauerten. Hunderte von amerikanischen Vermögen datieren aus dem amerikanischen Bürgerkriege, ebenso wie Tausende von neuen Vermögen aus dem Weltkrieg stammen. Niemand kann leugnen, daß Kriege ein gutes Geschäft für diejenigen bedeuten, die diese Art von Geld lieben. Kriege sind eine Orgie von Geld nicht minder als eine Orgie von Blut.

Wir würden uns auch nicht so leicht in Kriege hineinreißen lassen, bedächten wir, was eine Nation in Wahrheit groß macht. Die Gründung privater Vermögen macht ein Land nicht groß, ebensowenig wie die Gründung einer Autokratie. Auch die Umwandlung einer Landbevölkerung in eine Industriebevölkerung trägt nicht zur Größe eines Landes bei. Ein Land wird groß, wenn durch die behutsame und kluge Entwickelung seiner Hilfsquellen und die Tüchtigkeit seines Volkes das Vermögen unter möglichst
weite Kreise und in gerechter Weise verteilt wird.

Der Außenhandel führt zu vielen Irrtümern. Wir umleiten jeder Nation wünschen, daß sie sich so weit als möglich selbst erhalten lernt. Statt danach zu streben, daß die anderen Nationen auf unsere Industrieprodukte angewiesen sind, müßten wir vielmehr wünschen, daß jede Nation sich ihre eigene Industrie und eine auf fester Grundlage ruhende eigene Kultur schafft. Wenn erst jede Nation gelernt hat, die Dinge zu produzieren, die sie zu produzieren imstande ist, werden wir es allmählich erreichen, einander gegenseitig auf den Spezialgebieten zu dienen, auf denen es keine Konkurrenz geben kann.

(…) Der Versuch, den Welthandel an sich zu reißen, kann zum Kriege, niemals aber zum Wohlstande führen. Eines Tages wird selbst die internationale Finanz dies einsehen. Ich habe niemals einen ehrenvollen, triftigen Grund für den Ausbruch des Wellkrieges entdecken können. Er scheint einer überaus komplizierten Situation entwachsen zu sein, die in der Hauptsache von denen geschaffen wurde, die durch den Krieg zu gewinnen hofften. (…)

Vielleicht befindet unsere Kultur sich tatsächlich noch auf einer Stufe, die eine friedliche Erörterung internationaler Fragen nicht zuläßt; vielleicht müssen sie tatsächlich durchgefochten werden. Aber Kämpfe haben noch nie eine Frage zu entscheiden vermocht.

 

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23. Februar 2017

Nur Mord und Totschlag in Schweden?

Filed under: politik — willanders @ 22:31
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Zu diesem Schluss könnte man kommen, wenn man den Hilferuf der Malmöer Polizeiführung  (Google Translate ins Englische schafft das sehr gut, die Deutsch-Übersetzung ist nicht so gut) liest: „Bitte helft uns all die Verbrechen aufzuklären. Ohne Ihre Hilfe schaffen wir das nicht“.

Dieser Schluss wäre jedoch völlig falsch. Denn es gibt zum Glück noch Lichtblicke in dem Land, das von Abba zu Allah konvertierte. Einer davon ist das Angebot einer Stadt im Norden, die den Beschäftigten eine zusätzliche, bezahlte Stunde Mittagspause spendieren möchte, damit diese… Sex haben! Ja, richtig: Die Beschäftigten sollten eine zusätzliche Stunde zu der ohnehin zustehenden Mittagspause nehmen und in dieser Zeit vögeln.

Von den vielen Fragen, die sich spontan stellen, ist die: Was machen die Singles? noch am einfachsten zu beantworten. Sie können das gleich am Arbeitsplatz mit sich selbst ausmachen. Aber was ist mit denen, die nur sehr kurz brauchen, und was mit denen, die nach einer Stunde immer noch nicht fertig sind? Müssen sie diese Zeit irgendwann abbummeln oder das nächste Mal coitus interruptus praktizieren? Und kann man diese Zeit sammeln und bei genügend angesparten Stunden einen vollen Sextag freinehmen? Was machen die SexarbeiterInnen in der verlängerten Mittagspause? Und schliesslich: Wer kontrolliert, ob die Mitarbeiter tatsächlich während dieser Zeit Sex haben, oder nur, sagen wir mal, fernsehen oder sich vollfressen? Wie man sieht, an diesem Beschluss muss noch gefeilt werden.

Nichtsdestotrotz mein Urteil: Geil.

Übrigens liegt Schweden, was die Anzahl der Arbeitsstunden im Jahr pro Beschäftigten betrifft, vor den Franzosen und Finnen an drittletzter Stelle.

12. Februar 2017

Die 17er sind die neuen 68er

Filed under: demokratie,internet,Lügenpresse,Medien,netzkultur,politik,staat — willanders @ 22:30
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Eine kleine aber deftige Polemik in der NZZ; ein Exzerpt daraus:

Im Ancien Régime wurden Homosexuelle strafrechtlich bedroht. Inzwischen diskutieren wir darüber, ob nicht jemand, der die irrige Auffassung vertritt, Homosexualität sei eine Krankheit, strafrechtlich belangt werden müsste.

Vor fünfzig Jahren konnte es einem noch passieren, dass man als Hochverräter gebrandmarkt wurde, wenn man erklärte, der Nationalstaat gehöre abgeschafft. Heute gilt man als Rechtspopulist, wenn man der Meinung ist, dass der Nationalstaat die beste Möglichkeit ist, unsere Vorstellungen von liberaler Demokratie in die Tat umzusetzen.

10. Februar 2017

Kellog’s – oder wie man politisch inkorrekt einkauft

In den USA zeigen die Fälle von Kellog’s und Target gerade, dass die Konsumenten dort als Gruppe einen gewaltigen politischen Einfluss haben.

Wie hierzulande im Fall von Achse des Guten und TichysEinblick hat auch dort eine obskure linke Medienagentur Unternehmen dazu aufgerufen, ihre Werbung von der konservativen Online-Zeitung Breitbart zurückzuziehen, um diese finanziell auszutrocknen. Diese Webseite hat sehr aktiv Trump im Wahlkampf unterstützt, ihr ehemaliger Chefredakteur Steve Bannon ist inzwischen wohl der wichtigste Berater Trumps.

Eine der Firmen, die diesem Werbeboykott sehr willig folgte und diesen Schritt auch laut und breit kommunizierte („Breibart und seine Leser representieren nicht die Werte, für die Kellog’s eintritt“) , war der Cornflackeshersteller Kellog’s. Dessen Führung hat sich auch – in sicherer Erwartung eines Wahlsieges von Clinton – sehr deutlich politisch auf der Seite von Clinton positioniert. Nachdem Kellog’s Entscheidung bekannt wurde, hat Breitbart ihre inzwischen 45 Millionen monatlichen Besucher zum Boykott von Kellog’s Produkten aufgerufen. Eine diesbezügliche Petition haben eine knappe halbe Million Menschen unterschrieben.

Kellog’s Aktie hat in der Folgezeit stark nachgegeben, die Markenrezeption unter den Konsumenten hat laut Experten einen deutlichen Schaden genommen. Und diese Woche hat Kellog’s die Schliessung von 39 Distributionszentren bekannt gegeben. Breitbart schätzt, dass dadurch etwa 1.200 Vollzeitjobs verloren gehen werden. Es wird sich zeigen, wie lange sich der linke Vorstand von Kellog’s halten kann. (more…)

9. Februar 2017

Von Völkermord und Vielfalt

Wenn Chinesen nach Tibet übersiedeln, dann handelt es sich um „Völkermord“, wenn Weiße andere Länder bevölkern, dann ist das „Kolonialismus“ – wenn aber Europa von Mohamedanern und Nord-Amerika von Latinos überschwemmt werden, dann wird das „Vielfalt“ genannt. Grünes Neusprech halt.

Aus aktuellem Anlass verlinke ich auf meinen früheren Blogbeitrag – Free Germany! – zur Bundestagsresolution zu Tibet. … Und jetzt die Augen zuhalten… es wird wehtun!

gere

7. Februar 2017

„… allein an ihrer Arbeit gemessen…“

In der letzten Zeit ein Porträt der neuen Berliner Staatssekretärin Chebli. Ihr Vater wurde drei Mal abgeschoben, immer wieder illegal in die BRD eingereist,  Frau und 11 Kinder nachgeholt, irgendwann deutsche Pässe erschlichen, weil wie kann er diese legal bekommen haben: Man muss dafür dauerhaft ausreichendes Einkommen nachweisen! Der Vater spricht bis heute kein Deutsch, wie konnte er dann einen Job haben, bei dem er genug verdiente? Ach, BRD heute: kein Recht, kein Gesetz, keine Ordnung. Die Tochter wird Pressesprecher des Außenministeriums, jetzt wurde sie in Berliner Senat abgeschoben; komisch, nach jedem ihrer Versagen landet sie immer höher. A propos Versagen: Wir hatten hier schon früher Beispiele für ihre brilliante Intelligenz und Sachkenntnis. Die Frau will ja schliesslich allein an ihrer Arbeit gemessen werden, hier also ein Beispiel (weitere bei Youtube, Stichwort Chebli):

4. Februar 2017

Beijing: US wird bald Nordkorea angreifen

Filed under: Geopolitik,politik — willanders @ 21:56
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tump-chinaWir haben bisher den nächsten Krisenherd in Fernost eher im Südchinesischen Meer vermutet, dort wo es um die kleinen Eilande mit großer strategischer Bedeutung geht. Chinas Führung geht aber eher davon aus, dass die USA einen baldigen Krieg auf der koreanischen Halbinsel beginnen werden. Das zumindest behauptet Ding Gang, ein führender Publizist des People‘s Daily, einem offiziellen Organ der KPCh, in einem Artikel im Global Times, das als englischsprachiges Sprachrohr der chinesischen Führung gilt. Es handelt sich hier also um Überlegungen der chinesischen Führung, die an die Weltöffentlichkeit gerichtet sind.

Als Ausgang seiner Überlegung dient die neuerliche Ankündigung von Nordkoreas Partei- und Staatschef Kim Jong-un, bald eine atomar bestückbare Interkontinentalrakete zu testen. Nach erfolgreichen Tests wäre Nordkorea nämlich imstande, den nordamerikanischen Kontinent anzugreifen. Dies werde Trump nicht zulassen, sondern die Lage nutzen, um „Chaos im Fernen Osten zu verbreiten“, das dann die Dominanz der USA in dieser Region stärken würde.

Die Wahrscheinlichkeit eines Krieges werde extrem dadurch erhöht, dass es sich bei den beiden, Kim und Trump, um „irrationale“ Politiker handele, die unberechenbar seien. Der eine, mit seiner „America first“-Doktrin, sei in der günstigen Position, hier einen Krieg zu führen, ohne sein eigenes Territorium in Gefahr zu bringen. Der andere ist dafür bekannt, dass er sich nicht einschüchtern lässt und auf Druck von außen mit Gegendruck antwortet.

Diese Gemengelage mache einen kriegerischen Konflikt zwischen US und Nordkorea wahrscheinlich. China könne dabei nur verlieren, was der wohl wichtigste und von Washington beabsichtige Nebeneffekt dieses Konflikts sei. Chinas wirtschaftliche Entwicklung würde sehr verlangsamt werden. Auch Beijings bisher wichtigste Karte im Pokerspiel – die Vermittlerrolle zwischen Washington und Pjöngjang – wäre wertlos, sollte sich die beiden Streithähne nach einer heißen Phase gemeinsam an den Verhandlungstisch setzen. Beijing wisse nicht, was passieren werde, man sei aber auf alles vorbereitet.

Soweit Beijings Stellungnahme. Trump hat seinen Wahlkampf gewonnen mit dem Versprechen, Amerika wieder groß zu machen. Das wollte er erzielen, indem er Jobs daheim schafft. Wohl niemand hat „America first“ als „America shooting first“ oder „Amerika über alles, über alles in der Welt“ verstanden, indem Washington die nächsten Kriege in Übersee beginnen wird.

1. Februar 2017

Der Ton wird schärfer

Filed under: Geopolitik,politik — willanders @ 13:48
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Ohmann, hört das nimmer auf? In hundert Jahren werden die Menschen wohl wieder – so wie wir das heute über die Menschen von vor hundert Jahren – sagen: Wie konnten sie damals nur so dumm sein!

Ich habe doch neulich mehrmals über  die Situation in Fernost und Südostasien geschrieben. Auch  über das Säbelrasseln zwischen Washington und Beijing. Und jetzt wird der Ton zwischen den beiden schärfer. Beijing hat nicht lange auf eine Reaktion auf die Provokationen aus Washington warten lassen und entsendet seinen – einzigen – Flugzeugträger zu Manövern in die Meere um China herum.

Ich habe doch neulich den DF-21D Flugzeugträger-Killer geschrieben. Da haben die Amis vor drei Jahren eine Gegenwaffe entwickelt:  RIM-162 ESSM– ein Torpedo, speziell gegen den DF-21D entwickelt. An Stelle von Pentagon würde ich es trotzdem nicht darauf ankommen lassen. Ein  – hochwahrscheinlich – sinkender Flugzeugträger auf der US-Seite, ein vorbei  schießender DF auf der anderen Seite: Was macht sich besser auf dem TV-Bildschirm? Dann noch die Flotte von chinesischen Korvetten, entwickelt speziell für die Jagd auf amerikanische U-Boote.

Die beiden haben in den letzten Jahren aufgerüstet, und jetzt sind sie bereit für ein High noon. Spannend bleibt es, wie sich Russland verhalten wird. Wird Putin eher zum Russland-freundlichen Trump halten, ober unterstützt er die Seite Chinas, seines traditionellen und  natürlichen Partners? Ohmann, warum muss ich in so „interessanten“ Zeiten leben?

Doppelmoral? Nein, keine Moral!

Filed under: Geopolitik,Lügenpresse,politik — willanders @ 09:54
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Ich bin ein Gerechtigkeitsfanatiker und als solcher gnadenlos, auch mir gegenüber. Mir geht schon meinen Lebtag so, dass ich Heuchelei schon rieche, bevor sie am Horizont erscheint. In einer katholischen Familie aufgewachsen, hat mich schon als Kind das Gleichnis vom Balken und Splitter im jeweiligen Auge sehr beschäftigt, ich habe diese Analogie irgendwie in meine DNA aufgenommen und die Menschen immer schon danach beurteilt, wie ehrlich beziehungsweise heuchlerisch sie sind. Unschwer zu erraten, dass es mehr von der letzten Sorte gab. Später kam die weltliche Variante hinzu, Kants Kategorischer Imperativ.

Wenn ich Nachrichten verfolge, dann ertappe ich mich oft dabei, dass ich die Akteure vertausche und denke beispielsweise: Wenn das jetzt nicht Obama/Merkel täte, sondern Putin…? Nicht die USA sondern China, nicht Afd sondern Merkel. Hier wo ich lebe, bin ich von US-Amerikanern umgeben, meine engsten Bekannten und Freunde sind US-Bürger (zwei davon sind dabei, ihre US-Bürgerschaft abzugegen und gegen die lokale einzutauschen) – und wenn ich diesen Kunstgriff beim Gespräch mit ihnen anwende – stellt dir vor, Russland startet eine „bunte Revolution“ in Kanada… – ernte ich immer ratlose Gesichter: Wie jetzt…?  Kuba-Krise damals? Wir mussten den Anfängen wehren, Russland hätte ja ganz sicher Washington, LA, Atlanta und NewYork atomgebombt. Und NATO-Atomwaffen in Europa? Ja, diese sind voll gerechtfertigt gegen den Teufel im Kreml.

Diese Heuchelei grassiert aber immer noch. Man lese nur die tausendfachen Kommentare unter den Artikeln in den US-Medien, die Trumps aggressive Haltung gegenüber China euphorisch begrüssen. Ein möglicher Krieg gegen diese Nuklearmacht wird heftig beklatscht. Ein kritischer Kommentator, der Bedenken dagegen äußert wird dort schnell als Troll und Verräter beschimpft.

Und so fand ich den folgenden Artikel auf RT sehr erfrischend, der die Heuchelei der westlichen Politiker und Medien offenlegt.

Ein kleiner Auszug daraus:

Man stelle sich zudem vor…, es wäre die Nato gewesen und nicht der Warschauer Pakt, die nach dem Ende des Kalten Krieges aufgelöst wurde. Und dann hätte Russland die Versprechen gebrochen, die es dem US-Präsidenten gab und den Warschauer Pakt direkt bis an die Grenzen der USA erweitert. Dabei hätte Moskau Tausende von Truppen und Dutzende von Panzern und anderem militärischen Gerät nach Mexiko und Kanada verlegt. Würden Stimmen in „respektablen“ Establishment-Zeitungen dies dann als „amerikanische Aggression“ bezeichnen? Ich denke nicht.

Wie wahr. Oder wie ein Kommentator unter  dem Artikel treffend feststellte: Von „westlicher Doppelmoral“ zu sprechen, halte ich für irreführend. Der politische „Westen“ hat überhaupt keine Moral.

Ich bin der Martin

Wir können nun in Echtzeit beobachten, wie mit dem Martin Schulz eine extrem unsympathische Gestalt zu einem Sympathieträger und somit zu einem Stimmenfänger umgebaut werden soll. Eine Huldigung jagt die nächste, Talkshowaudienzen im Tagesrhythmus; neben vielen anderen Fragen, wird im September auch die Frage beantwortet werden, wie dumm der deutsche Michel ist, dass er auf dieses peinliche Schmierentheater reinfällt. Wer wählt eine Partei, die so ein Kasperletheater als Politik verkauft? Wie dumm muss man sein als Politmanager, sich so eine Figur als Wählerfang auszudenken?

Und so ist auch dieser Blogbeitrag von den Kollegen bei philosophia-perennis mehr als notwendig, um sich die Wahrheit über den Spitzenkandidaten der SPD vor Augen zu halten.

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