Willanders – Rechts vor Links

20. Oktober 2015

Die Deutschen und die Demokratie – ein Ding der Unmöglichkeit

Wenn man heute auf den Zustand des deutschen Staates, seiner Organe und Politiker, dann auf die deutschen Medien und die Deutschen blickt, dann beschleichen einen die leisen Fragen: Wie steht es um die Demokratie in unserem Land? Was ist aus dem Versuch geworden, dieses System in der BRD nach 1945 zu installieren? Wie konnte es zu einer derartigen Erosion kommen? Und wie geht es weiter? Viele Frage auf einmal.

Vielleicht hilft da zunächst ein kleiner Überblick über die Versuche der Deutschen mit dem ungeliebten System.  Diesen Text habe ich auf contra-magazin.com gefunden und gebe ihn hier ungekürzt wieder. Ich finde er verdient als Einstieg in die Betrachtung Aufmerksamkeit.

Sie wird es nie schaffen: die Demokratie in Deutschland

Es gab einige Versuche, Deutschland zu einem demokratischen, volksnahen Staat zu machen. Doch bislang sind alle zusammen gnadenlos gescheitert. Der Staatsfeiertag am 3. Oktober ist einer Feier nicht Wert, zumal das heutige Deutschland auch nur ein Vasallenstaat ist, in dem das Volk nichts zu sagen hat.

Von Henry Paul

Die Studenten, natürlich wer sonst. Diesmal die Burschenschafter. 1817 im August, luden sie zum Wartburgfest ein und zwei Monate später nahmen über 500 Studenten aus 11 Universitäten dort teil. Die Studenten wollten Avantgarde sein, Vorreiter in Sachen Nation, Freiheit, Demokratie. Die Franzosen und die Vereinigten Staaten hatten quasi im Duett ihre Nation, ihre Freiheit und ihre Demokratien mit Verfassungen und Rechtskonstrukten begründet. Die Idee war fast schon 100 Jahre alt, der Absolutismus hatte abgewirtschaftet, die Herrscher waren davongejagt oder in Verschiss geraten. Das Volk wachte auf und das Volk wählte sich das erste mal selbst als Souverän. Eine neue Zeit war angebrochen. Deutschland aber stand noch zögerlich und wartete. Die Studenten aber wagten es.

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Entschuldigung, das falsche Bild… hier das richtige, natürlich:

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Professoren und der Landesfürst, Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach trug den Versuch mit, denn er erlaubte das Fest. Die Reformation war gerade 300 Jahre alt geworden. Die Kleinstaaterei und die arg rückwärts gewandte Politik sollte die längst überfällige Erneuerung erfahren. Der Zopf des „Alten“ (Friedrich II von Preußen) musste verbrannt werden, um die Erneuerung und den Bruch mit der höfischen Tradition zu bekunden. Leider brannte noch mehr und sogar ein berühmter Historiker wurde ermordet (Kotzebue 1761-1819) – die Erneuerung begann unheilvoll. Bis 1830 rumorte es bei den Studenten und bei den Erneuerern, doch die Staatsgewalt hielt den Deckel drauf. Im Herbst 1830 wurde der Deckel abgesprengt: wieder in Sachsen, diesmal in Leipzig, wo die Revolten das ganze Land und darüber hinaus in Aufruhr versetzten.

Das Königreich Hannover, Sachsen, das Herzogtum Braunschweig und das Kurfürstentum Hessen gerieten in arge Turbulenzen. Das herzogliche Schloss in Braunschweig brannte, der Herzog musste abdanken. Der Protest dauerte an und zog sich bis 1833 hin, das Resultat waren neue Staatsverträge oder Verfassungen in Kurhessen, in Sachsen, in Braunschweig und in Hannover. Es war das erste Mal, dass die Herrscher Teile ihrer Macht an die Bürger abgaben oder Teilrechte gewährten. Die Studenten und die Elite der Professoren hatten einen Schritt nach vorne gewagt und gewonnen. Währenddessen ereignete sich im südwestlichen Teil des Reiches im Jahr 1832 Bewegendes. Die Pfalz, die ja zu dieser Zeit (aufgrund des Wiener Kongresses) Bayern zugeschlagen war, gärte im Inneren, blieb freundlich aber subversiv. Man entschied sich für einFest auf dem Hambacher Schloss zur Feier des Bayerischen Verfassungstages. Geschickter Schachzug! Am 26. Mai 1832 proklamierten einige forsche Journalisten, das Fest zu verlängern und am nächsten Tag dann plötzlich daraus ein „Nationalfest der Deutschen“ zu feiern.

Durch eine gute Vorbereitung, Spenden und die Einbindung lokaler Protest-Völkler konnten Kokarden in den Farben Schwarz, Rot und Gold hergestellt werden und an die Spender zum Tragen am Revers ausgegeben. Die geplanten 1.000 Besucher wurden von einem Vielfachen überrannt und mitgetragen aufs Schloss – ein wahres Volksfest patriotischen Geistes mit Handwerkern, Professoren, Studenten, Kaufleuten, Kleinbauern, Tagelöhnern, Winzern und sogar Frauen. Ständedünkel und Konventionen wurden außer acht gelassen. Nicht nur die Fahne mit dem Slogan „Deutschlands Wiedergeburt“, sondern insbesondere die Gäste aus Frankreich, England und Polen sorgten für den revolutionären Gleichklang für ein fast europäisches Fest der Freiheit. Das Hambacher Fest ist bis heute das Symbol für vereintes Zusammenstehen für Volk in Freiheit, vereint in politischem Willen nach Veränderung.

In den vielen Reden, die mit Pathos gehalten wurden, ging es um Freiheit, freie Meinungsäußerung, Beseitigung der führenden Herrschaft, die republikanische Brüderlichkeit (Liberté, Égalité, Fraternité) und nachbarlicher Freundschaft! „Es leben die Freistaaten Deutschlands“ forderte der Freigeist Wirth. Der Deutsche Bund (der Zusammenschluss der 39 Fürstenhäuser) hörte dies mit Abscheu und beschloss Unterdrückungsmaßnahmen. Die Initiatoren Wirth und andere wurden angeklagt, letztlich aber freigesprochen. Eine Lehre für viele Freiheitskämpfer. Das Beharrungsvermögen der Herren konnte sich durchsetzen, auch wenn ein paar Jahre später neue Verfassungen verabschiedet wurden. Die Mischkulanzen mit dem hannoversch-britischen Herrscherhaus sorgten dann 1837 für die Ungültigkeit der Verfassung in Hannover. Die Gebrüder Grimm und vier Mitstreiter erklärten 1837 öffentlich, dass sie sich nicht an den neuen Staatsgesetzen beteiligen oder sich dran halten wollten. Stante pede wurden alle Protestler aus dem Staatsdienst entlassen. Irgendwie symptomatisch das Ganze.

In der Provinz Schlesien, in der das Kleinhandwerk besonders zahlreich vertreten war, herrschte bittere Armut. Besonders die Kleinwebereien hatten unter der beginnenden Industrialisierung zu leiden; die Preise liefen nach unten, die Fabrik-Produktionen nach oben und unter diesen Bedingungen war es den meisten Familien nicht mehr möglich, auskömmlich zu leben. Die Ernten waren schlecht, das Wetter ebenso und es herrschten allgemein keine guten Zeiten. Die Weber probten den Aufstand. Das Resultat konnten sie nicht vorausahnen: totale Repression mit elf Toten machten den Aufstand für ein besseres Leben zur reichsweiten Revolution. Heine und Hauptmann machten sich das Vorkommnis zu eigen und schrieben Gedichte und Theaterstücke dazu. Der Weberaufstand ist der zweite Pfeiler des beginnenden Demokratie-Hauses Deutschland. Wieder vergingen einige Jahre bis sich die Volksseele berappelte.

Im frühen Frühjahr 1848 wurden auf einer Volksversammlung in Mannheim Forderungen zur Verbesserung der allgemeinen Lebenslagen gestellt. Im ganzen Reich formierten sich Gruppen, die diesen Forderungen Nachdruck verliehen. Überall kam es zu Kundgebungen. Die Herrschaften versuchten vergeblich, diese revolutionären Bestrebungen einzudämmen. Jetzt waren es nicht nur die Stände und Handwerker, sondern die Intelligenzia, die Bürger, praktisch das ganze Volk konnte sich mit den Parolen und Forderungen der Protestler identifizieren. Es gab wieder Verletzte und Tote. Doch diesmal war der revolutionäre Gedanke stärker. Selbst der preußische König (Friedrich Wilhelm IV) musste ein Einsehen haben und gestattete ein gesamthafte Volksvertretung in Frankfurt am Main in der Paulskirche. Die dritte Säule des Demokratie-Hauses konnte errichtet werden. Die Proklamation des Preußenkönigs, dass Preußen fürderhin in einer „Deutschen Nation“ aufgehen solle, wurde freudig begrüßt, konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer noch starke konstitutionelle Repressions-Figuren – auch in diesem ersten gesamtdeutschen Volks-Parlament der Paulskirche – gab.

Diese erste demokratische Volksversammlung erarbeitete einen Grundrechtskatalog, der noch heute das Gerüst der Reichsverfassung und unseres Grundgesetzes ist: Gleichheit vor dem Gesetz, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Glaubensfreiheit, Versammlungsfreiheit, Unverletzlichkeit der Person und des Eigentums sowie Schutz vor der Willkür der Obrigkeit. Die Grundrechte waren geboren. Am 27. März 1849 wurden diese Grundrechte (und andere) als „Verfassung des Deutschen Reiches“ verabschiedet. Einen Tag später wurde von der Volksversammlung der preußische König zum Kaiser der Deutschen gewählt. Und dieser hat es abgelehnt, platt abgelehnt. Er hatte sich unter maßgeblicher Federführung Bismarcks eine Kamarilla von Konter-Revolutionären herangezüchtet, die ihre Pfründe und Gestaltungsspielräume arg bedroht sahen, dem designierten Kaiser deshalb empfahlen, das angetragene Mandat abzulehnen. So geschehen. Mit dabei waren drei Brüder aus Kelkheim am Taunus, die, obwohl in der Paulskirchenversammlung mit Privilegien ausgestattet, die Sache der Kamarilla vertraten: die Brüder von Gagern, ein altes Freiherrengeschlecht mit Wurzeln in verschiedenen Ländern. Der eine Bruder war für Nassau tätig, der andere für Österreich und der Dritte für Deutschland. Sie als die Privilegierten der Paulskirche verrieten die aufkeimende Demokratie und so wurde aus dem Paulskirche-Parlament nach der Ablehnung des „Kaisers“ auch Ablehnungen aus Österreich, Bayern, Hannover, Preußen Sachsen und anderen Kleinstaaten eine schmachvolle Parlaments-Auflösung. Das Demokratie-Haus wurde nicht weitergebaut. Es musste bis nach dem verlorenen ersten Weltkrieg 70 Jahre gewartet werden, bis das Volk sich wieder traute, einen neuen Versuch zu starten.

Zuerst 1918 gelang in Kiel ein Matrosenaufstand. Bereits im Dezember 1918 beschlossen aber schon Räte aus ganz Deutschland in einem „Reichsrätekongress“, Wahlen zu einer verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung abzuhalten und entschieden sich für eine sogenannte „parlamentarische Demokratie“, aber gegen ein ursprünglich geplantes (nach sowjetischem Vorbild) Rätesystem. Eine Verkündung der Machtübernahme durch Räte der Arbeiter und Soldaten in Bremen am 15. November 1918 zur Räterepublik (die es faktisch jedoch nicht gab). Allerdings stieg danach die Anzahl der Räte überall in Deutschland an. Speziell im Ruhrgebiet manifestierte sich der Glaube an eine Sozialisierung der Schlüsselindustrien, also Stahl, Kohle, Banken. Im Frühjahr 1919 wurden nach einer heftigen, deutschlandweiten Streikwelle, ganz offiziell nach dem Vorbild Sowjetrusslands in Bremen, Mannheim, Braunschweig und München Räterepubliken proklamiert.

Die deutsche Wirtschaft bekämpfte diese Bewegung mit nationalistischer Propaganda und hohen Geldspenden. Bei einer Versammlung der allerhöchsten Spitzen der deutschen Unternehmer und ihren Verbänden im Berlin wurde im Januar 1919 der „Anti-Bolschewismus-Fonds“ gegründet. Zu den Unterstützern, gehörte z.B. die Familie Stinnes. Mit den Geldern wurde kapitalistische, antikommunistische Propaganda, wie  Privatmilizen finanziert, die gegen die angeblich „kommunistischen“ Aufstände eingesetzt wurden.

Anfang 1919 beschloss die Reichsregierung, gegen die in ganz Deutschland operierenden kommunistischen „Roten Truppen“ vorzugehen: Die Reichswehr und Freikorps-Schützen erhielten den Auftrag, gegen die sozialistischen Räte sowie Rätemilizen, vorzugehen. Das Resultat war die komplette Auflösung der Räterepubliken. Am 11. August 1919 trat eine neue Verfassung, die „Weimarer Verfassung“ in Kraft. Der hastig zusammengebastelte Verfassungsstaat Weimar war eigentlich eine notgedrungene Übergangslösung. Der Versailler Vertrag (die Siegermächte) hatten den drei parlamentarischen Parteien Sozialdemokraten, Zentrum und Deutschen Demokraten die Mehrheits-Verantwortung für die Erfüllung der Kriegs-Auflagen aufgebürdet. Unter diesen Diktum verloren die Mehrheits-Parteien nach und nach Mandate. Zum Schluss regierten Minderheiten-Regierungen. Deshalb kaum politische oder fraktionellen Unterstützungen, die Alt-Granden und Ober-Militärs führten die wechselnden Regierungen von Irrung zu Gehorsam, von Militäroptionen zur Untätigkeit.

Das Resultat war die Machtübernahme Hitlers mit einer kleinen, aber schon majorisierenden Partei. Die Neuwahlen im März 1933 führten zu hoher Wahlbeteiligung, letztlich zur absoluten Machtergreifung durch das Ermächtigungsgesetz. Der Zweite Weltkrieg (ein anderes Thema) überführte Deutschland – genauer: das Deutsche Reich, ins Nirvana. Übrig blieb ein Rumpfreich unter Besatzung wiederum der Siegermächte. Die totale Kapitulation der Wehrmacht ließ ein Reich übrig ohne komplettes Staats-Volk, ohne den Großteil der Regionen und ohne Verfassungsrecht. Die neu begründete Bundesrepublik Deutschland (BRD) als Verwaltungskonstrukt der Siegermächte, die sich nach einer mehr oder weniger zittrigen Zwischenzeit teilsouverän der Siegermacht USA an die Brust warf, weil man den Versprechen der USA für democracy, wealth & partnership vertraute. Das Deutsche wurde den Deutschen systematisch ausgetrieben. Unterweisungen in richtigem Verhalten, Schulungen in US-amerikanischer Demokratie, Entnazifizierungen in mehreren Wellen, lizensierte Mediengenehmigungen, Bestallung vorbestimmter Professoren, Verwaltungsgrößen, Verbands-Führern sowie die Durchsetzung ausgesuchter Politiker in maßgeblichen Gremien in Politik, Kultur, Gesellschaft, Konzernen mit wohlgelittenen Deutschen oder Amerikanern, sorgten bis in die 70er Jahre für eine vollkommen ausgerichtete US-amerikanische Westbindung. Die Wiederbewaffnung zur perfekten Indoktrinierung in ein US-Militärbündnis (NATO) korrumpierte Deutschland vollständig gegen Russland und für eine vermeintlich freie Welt des Westens.

Das Grundgesetz wurde ohne konkrete parlamentarische Erörterungen diesem Westbündnis laufend angepasst, so dass die vermeintlich vorbildliche deutsche Demokratie nur zu einem Abziehbild demokratischer Verhältnisse mutierte. Alle Kanzler mussten sich dem Partner USA unterwerfen, die Staatsstrukturen (besser die Verwaltungsstrukturen) wurden den jeweiligen Prämissen der USA politisch angemessen bis die Mauer, die 1961 von der DDR errichtet wurde, im Herbst durch hohe Kosten für den Rüstungs-Wettlauf, Glasnost und Perestroika, sowie erdrückende US-amerikanische Großkredite an die Sowjetunion 1989 fiel. Deutschland wiedervereinigt – von wegen: der Anschluss (nach Art 23 GG) der mitteldeutschen Länder an die westdeutschen Länder wurde dekretiert, die Russen mussten aus der DDR abziehen, während sich die USA trotz verbindlicher Nichtstationierungszusagen mit der NATO darauf einrichteten, nun in allen „freigelassenen“ Sowjet-Satellitenstaaten US-Militär einzuziehen. Der neue US-dekretierte (nicht parlamentarisch fundierte) Art. 23 GG befahl die Hinwendung der BRD in einen zu schaffenden NEU-Staat EU. Ein neuer „Eiserner Vorhang“ der NATO schuf endgültige Fakten. Obwohl das neue Russland weder kriegerische noch ausdehnende Ambitionen hegte, verbalisieren die USA Russland als aggressive Angriffsmacht gegen Europa, um zu vertuschen, dass sie selbst, die USA, einer globalen Hegemonie zuarbeiten. Dass sie stringent der One-World-Strategie folgen, die einen Gesamtanspruch auf die Alleinherrschaft über die ganze Welt erheben und im Zuge dieser Strategie eine Zusammenarbeit Deutschlands mit Russland unter allen Umständen verhindern müssen.
Die USA haben deshalb mit aktiver BRD-Zusammenarbeit, konkreter Abstimmung und gemeinsam aufgebrachten Kosten (in der BRD mit Geld der Konrad-Adenauer-Stiftung!) den russischen Grenzstaat Ukraine systematisch unter falschen Versprechungen einer EU-Zugehörigkeit destabilisiert, die Regierung mit farbiger Revolution (Maidan 2) weggeputscht und ihre vorher ausgesuchten Figuren in Regime-Stellung gebracht, um Russland zu bedrohen und den föderalen Teil der Ukraine, den Donbass (der schon immer russisch empfand) zu bekämpfen, ja sogar mit Bürgerkrieg zu überziehen. Die deutsche Kanzlerin war aktiv in diesen völkerrechtswidrigen Akt verstrickt, hatte Bundesmittel veruntreut, sich proaktiv an Strafsanktionen gegen Russland ausgesprochen und die vorher guten wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Russland zerstört. Schon die bundesdeutschen Beteiligungen an NATO-Kriegen auf dem Balkan, dem Maghreb, Afghanistan und Irak hatten die BRD (unter dem Rubrum der humanitären Unterstützungen) zu Kriegspartnern der NATO gemacht. Mit dem Casus Ukraine hatte die BRD ihre ureigene Grundgesetz-Verpflichtung zur Nichtbeteiligung an Kriegen eklatant verletzt; der letzte Stein dieser militärischen Zurückhaltung wird gerade eben beiseite geräumt, in dem die Bundeswehr auch im Ausland aktiv werden darf und soll – natürlich nur zum Schutz deutscher und US-amerikanischer Interessen.

Die vierte Gelegenheit zur Werdung einer freien, neuen Demokratie mit einer neuen, Verfassung vom Volk wurde – wie alle Versuche zuvor – wieder verpasst. Im Zuge der „Wiedervereinigung“ wurden die bindenden Verträge mit den USA, das Besatzungsstatut, die Residenzgenehmigung der Streitkräfte, die Abhängigkeit zu den USA neu gebunden, EU-partnerschaftlich verstärkt und die BRD endgültig zum Vasallen der USA gedungen – ganz demokratisch mit Geheimverträgen. Die Kanzlerin hat alles getan, um die Abhängigkeit zu den USA so weit voran zu treiben, dass selbst die deutschen Geheimdienste ausschließlich im Dienst der USA die Bevölkerung ausspionieren, dass die Souveränität der BRD vollkommen zunichte gemacht wurde, dass die Zwangseinbindung in eine totalitäre EU von der BRD aus maßgeblich voran getrieben wird, um den deutschen Rest-Staat auch noch zu vernichten.

Und nun feiern wir am 3. Oktober den 25. Jahrestag der „Wiedervereinigung“, beschwören die unter Schmerzen geborene deutsche (Pseudo-) Demokratie, bekennen uns anhaltend unserer ewigen Schuld aufgrund der Shoah, geloben als Staatsdoktrin die Förderung des völkerrechtswidrigen Staates Israel, geloben dauerhaften Frieden gegen die Welt und loben uns selbst wegen der besten Demokratie, die es je in Deutschland gegeben haben soll. Wir bestätigen die ewige Treue und Freundschaft zu den USA, die für uns den 2. Weltkrieg beendet haben sollen, die für uns große Opfer gebracht hatten und deshalb bis heute treu, aufrichtig und friedlich an unserer Seite stehen, während der Russe eine schon immerwährende Bedrohung für uns und die Welt sein wird – nach offizieller Sprachregelung. Diese Sprachregelungen verbieten uns heute, eigene Meinungen über politische Prozesse haben zu dürfen. Verbieten uns in vielen Städten die Demonstration gegen eine unsinnige Politik. Verbieten uns, unserem Unmut Luft machen zu dürfen, weil regierungsseitige Unterstützung von Antifa-Schlägertruppen bereit gehalten werden, um die Artikulierung andere als regierungsamtliche Politik zu verhindern. Verbieten uns sogar, Einstellungen und Empfindungen über den deutschen Staat und seine Konfiguration zu haben, wenn diese nicht dem ex cathedra formulierten Sachzwang der Kanzlerin und dem Bundespräsidenten entsprechen. Verbieten der Bevölkerung in Erörterungen öffentlicher Art für eine tatsächliche, echte Demokratie und volksgebundener Verfassung. Verbieten uns für Forderungen gegen Kriegsbeteiligung einzutreten, weil die Presse stromlinienförmig von der Regierung ausgerichtet wurde und nur noch die Lügen des Apparates propagiert werden. Selbst die gröbsten Lügen und Falsch-Informationen werden täglich via zwangsfinanziertem Staatsfunk unter die Leute gebracht – die BRD ist die beste digital vernetzte DDR, die es je gab. Die großen Medien berichten nicht über die deutschen Toten aus dem Soldatendienst an den vielen Fronten, berichten nicht über die Gräuel der US-amerikanischen Kriegsführung, berichten nicht über die völkerrechtswidrigen Revolutionen, Destabilisierungen, Geheimdienst-Operationen der USA weltweit, berichten nicht offen und sachlich über die Drohnenbombardierungen gegen unschuldige Menschen, berichten nicht über die globalen Annexionen und Okkupationen der USA. Der Vasall BRD hält still und beteiligt sich aktiv an der Finanzierung, an der Unterstützung und an der Bereitstellung logistischer und politischer Leistungen für die kriegerische Weltenzerstörung der USA.

Demokratie in Deutschland? Mitnichten. In 183 Jahren hat es vier Versuche gegeben, sich den Impulsen der Franzosen anzugliedern, hat es vier Versuche gegeben, eine Demokratie der Bürger, des Volkes, der Vernunft und der Aufklärung zu errichten – es hat nicht geklappt! Das Fazit ist gerade an einem Feiertag wie dem 3. Oktober so schmerzlich, weil vor lauter Falschbehauptungen und Lügen ganz offiziell uns laut und deutlich vorgeauckelt wird, in was für einer „reichen, friedlichen und demokratischen“ Welt wir doch in Deutschland „leben“. In einem Deutschland, das von einer durch die USA inszenierten und orchestrierten Völkerwanderung überrannt wird, um uns endgültig den Garaus zu machen. Denn der Freund und Partner USA hat immer an seinem Credo der nachhaltigen Vernichtung Deutschlands und Trennung Deutschlands vom asiatischen Teilkontinent festgehalten. Diesmal wird es klappen. Die Konfiguration ist gegeben: die Kanzlerin selbst betreibt die US-Politik mit Verve und Nachdruck, das verbogene Grundgesetz gibt alle Möglichkeiten dazu, das undemokratisch zusammen gesetzte und selbstbereicherte Parlament ist verkommen, und die Abgeordneten oft korrupt. Der Un-Staat EU drückt als Zange von rechts, während der konstruierte Sanktionen-Zwang des „bösen Russen“ von links die Zange zumacht:

Deutschland im Endspiel um die Deutsche Nation, um einen deutschen Staat, um ein Volk, das zum großen Teil unterwandert, bedrängt, manipuliert, gefangen ist in den sogenannten Gut-Menschen-Rechten einer zur Zeit freihändig operierenden gesetzlosen Regierung. Der hilflose, erbärmliche Rest des deutschen Staates, der Rest der Nation Deutschlands wird von den internationalen Supra-Instituten mit anormalen Rechten und Welt-Geltungs-Gesetzen manipulativ überregelt, um den USA als „Friedensstifter“ dieser „Menschenrechte“ das globale Recht einzuräumen, Deutschland und die Welt zu versklaven, eine totalitäre Welt des monokausalen Kapitalismus unter der Führung einer verschwindend geringen Finanzoligarchie herzustellen.

Wir Deutschen Bürger-Menschen haben es mit zu verantworten, denn wir hätten die Chance gehabt. Wir haben es viermal versucht, sind nie stark genug gewesen. Haben es halbherzig betrieben, haben es wieder mal versemmelt. Ist dieses Versagen an dem hehren Versprechen einer echten Demokratie einen Staatsfeiertag wert? Nein, denn wir müssen, wenn wir eine Demokratie wirklich wollen, wenn wir tatsächlich frei sein wollen, souverän und selbstbestimmt, dann müssen wir aufstehen und uns gerade machen. Wenn wir jetzt nicht aufstehen als Volk, als Rumpfnation, als Bürger und Menschen mit Intelligenz und Verstand, werden wir nicht nur untergehen, sondern wir tragen aktiv zur Weltenzerstörung bei und in den Geschichtsbüchern werden wir, die Deutschen, wieder als die Weltverbrecher eines dritten Weltkriegs dastehen.

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1 Kommentar »

  1. Hat dies auf Die Morgenzeitung rebloggt.

    Kommentar von Onkel Peter — 24. Oktober 2015 @ 02:51 | Antwort


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