Willanders – Rechts vor Links

27. Februar 2020

Weltkrieg 1919-1939 – Eine kurze Einführung für absolute Anfänger

das heißt, für diejenigen, die bisher die offizielle Version von alleiniger Schuld der Deutschen an sämtlichen Kriegen der Weltgeschichte geschluckt und nie in Frage gestellt haben.

Die einzige Lektion aus der Geschichte ist,

dass die Menschheit nichts aus der Geschichte lernt.

Irgendein kluger Kopf

Weltkrieg 1919 bis 1939? Hallo? War das nicht die Zeit z w i s c h e n den Weltkriegen Eins und Zwei? Das sagen sie doch alle. Nein. Es war lediglich eine zwei Jahrzehnte dauernde Feuerpause. Wenn wir ausblenden, was 1919 und danach in diesen beiden Jahrzehnten geschah, dann werden wir niemals den heißen Krieg nach 1939 verstehen. Dieser fiel nicht plötzlich vom Himmel, herbeigebetet von den kriegslüsternen Deutschen – nein, er hatte Ursachen, die zumindest bis 1919 zurückgehen. Einige dieser Ursachen aufzuzeigen, ist der Sinn dieser wenigen Zeilen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie erstaunt ich war, als ich zum ersten Mal las, dass das Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen 1919 nur durch Betrug seitens der VSA, Großbritanniens und Frankreichs zustande kam, und dass der Versailler Vertrag kein „Vertrag“ war, sondern ein Diktat, zu dem die Deutschen mit roher Gewalt gezwungen wurden und der nur den Völkermord an den Deutschen und das Ausplündern ihres Landes zum Ziel hatte. Das widersprach konträr all dem, was ich bis dahin in der Schule und aus den Medien gelernt hatte, wonach einzig und alleine die Deutschen schuld an dem Weltkrieg waren und mittels des Versailler Vertrages für ihre Verbrechen verdient bestraft wurden.

Viel später habe ich verstanden, dass 1919, nach dem Ende des ersten Teils des Großen Bruderkrieges der Weißen, VSA, Frankreich und Großbritannien die Worte weiser Männer zu ignorieren beschlossen, die da lauteten: Du kannst entweder Frieden oder Rache haben – nicht aber beides.

Nachdem die deutsche Regierung das „Friedensangebot“ des VSA-Präsidenten Wilson – die ominösen „14 Punkte“ – akzeptierte und die deutschen Soldaten entwaffnete und sie nach Hause schickte -, waren diese „14 Punkte“ im nächsten Augenblick vom Tisch und wurden nie wieder erwähnt. Stattdessen verhängten die Sieger unverzüglich nach der durch diesen Betrug erschlichenen Feuereinstellung eine Blockade des besiegten Deutschlands, um das hungernde deutsche Volk als Geisel gegen die junge deutsche Demokratie zu benutzen und die Regierung so zur Unterzeichnung des schändlichen Diktats zu zwingen.

Statt des versprochenen Friedens ohne Gebietsverluste und Reparationen stahlen sie Deutschland ein Drittel seines Territoriums – die Teile, der für die dynamische Industrie und die Nahrungssicherheit der Deutschen von immenser Bedeutung waren – und verhängten Reparationsforderungen in gigantischem Umfang. Statt der versprochenen allseitigen Entwaffnung rüsteten sie Deutschland komplett ab, ohne selbst ihre Waffen niederzulegen. Nach diesen geschaffenen Tatsachen sahen die Sieger selbstredend keinen Grund mehr, mit den besiegten Deutschen auch nur über die kleinsten Details des Diktats zu reden: unterschreib‘ oder stirb! (more…)

18. Januar 2020

Führers Befehl: Lesen!

 

Nazi-Phil

Letzten Sonntag in der philippinischen Provinz

Es wurde schon bemängelt, dass der Inhalt des Blogs dem Anspruch in seinem Titel – „rrrrrrääächts“ zu sein – nicht gerecht wird. Und so etwas lässt sich ein strammer Nazi nicht zweimal sagen. 😉

Man sagt ja, am Ende siegt die Wahrheit. Ein Sieg steht aber immer erst am Ende eines Kampfes. Und manchmal besteht der Kampf darin, sich an die Lektüre eines Geschichtsbuchs zu machen. Also lese ich gerade „Hitler‘s War“ von David Irving*. Ich komme wohl nicht dazu, das ganze Buch zu rezensieren, also nur so viel: Dieses Buch basiert auf zahlreichen Quellen – u.a. Tagebüchern, offiziellen Protokollen und Berichten, heimlich abgehörten Telefongesprächen und abgefangenen Telegrammen – und konzentriert sich bei der Schilderung der Ereignisse ab 1933 auf die Person des Führers. Der Leser erfährt dabei viele interessante, für mich zumindest neue, Fakten – wie beispielsweise über die Intensität der permanenten, ja, Feindschaft zwischen Hitler und dem Generalsstab der Armeen.

Der Autor versucht, die historischen Ereignisse aus Hitlers Sicht zu erklären und Führers Motivation zu zeigen. Irvings Blickwinkel erscheint mir allerdings nicht deutschlandfreundlich – beispielsweise bei der Schilderung der Ereignisse in Danzig kurz vor dem 1. September 1939 erwähnt er nur die Vorbereitungen der Deutschen, nicht aber die zahllosen Rechtsbrüche, Aggressionen und andere Vertragsverletzungen der Polen in der urdeutschen Hansestadt Danzig, genauso wenig wie den polnischen Dauerterror gegenüber der Deutschen in Ostpreußen und in Schlesien, unter dem übrigens meine Familie direkt gelitten hat. Verglichen aber mit dem deutschfeindlichen Schund, der die entsprechende Historiographie beherrscht, ist der Autor relativ objektiv.

Der Engländer nahm seinen Titel wohl wörtlich, was dazu führt, dass er sich überwiegend auf die Maßnahmen der Deutschen fokussiert und die, oft skandalösen ja kriminellen, Schritte der anderen Regierungen außer Acht lässt oder in einem Milden Licht erscheinen läßt. Der deutsche Propagandaminister wird als eine diabolische Gestalt gezeichnet – die zwei Jahrzehnte dauernde Lawine der Hasspropaganda in London, New York und Paris bleibt dagegen so gut wie unerwähnt. Der Umgang der Deutschen Sicherheitsdienste mit russischen Politkommissaren – die meist Juden waren – in den besetzten Gebieten „gereicht der deutschen Justiz nicht zur Ehre“ – wie aber soll man die politischen und gesetzlichen Maßnahmen der britischen Regierung in den Kolonien nennen, die oft das elende Verhungern von Millionen Kindern, Frauen und Alten zum Ziel hatte, wie beispielsweise in Indien Anfang der 40er Jahre! Und was hatten die Nürnberger Tribunale mit Justiz zu tun?! (more…)

10. Oktober 2019

Das Kernproblem der Autokratie – und eine antike Lösung

cdu-problem

Man fragt sich bisweilen, wie es dazu kommt, dass der ehedem in vielerlei Hinsicht hochentwickelte Westen verfällt, und zwar in zunehmendem Tempo. Dazu braucht man nur die Nachrichtenportale aufschlagen, Kinder im Schulalter haben oder einfach abends über den Marktplatz einer beliebigen europäischen Stadt gehen. Überall hat sich der Staat der Schutzpflicht gegenüber seinen Bürgern, sprich: Steuerzahlern entledigt, die offiziellen Medien verbreiten nur noch Propaganda, Terror auf Schulhöfen, rechtsfreie Räume und Situationen allerorten. Ich könnte die Liste der Verfallserscheinungen noch lange fortsetzen, aber jedem dürfte klar sein, was gemeint ist.

Ich habe lange geglaubt an „die Demokratie“, die „wir haben“ – das sagen sie doch alle im Fernsehen und in den Zeitungen: Wir leben doch in einer Demokratie, oder? Bin auch brav zu jeder Wahl gegangen und habe gewählt mit der Erwartung, die nächste Regierung wird gezwungenermaßen besser, denn so schlimm wie diese kann keine zweite werden. Und dann erlebte ich jedesmal eine Enttäuschung: Jede nachfolgende BRD-Regierung war schlechter als ihre Vorgängerin. Wie kommt so etwas zustande? (more…)

13. September 2019

Weltkrieg – eine alternative Sicht

Anlässlich der Gedenkfeier zum „Beginn“ des „2. Weltkriegs“ am 1. September 1939 (es handelte sich nämlich aus meiner Sicht weder um einen „zweiten“ Weltkrieg noch um seinen „Beginn“) und der zum tiefsten Fremdschämen geeigneten Besuche von BRD-Politprominenz in Polen hier ein Beitrag von Generalmajor a.D. und Historiker Gerd Schultze-Rhonhof auf der Netzseite von Michael Klonovsky. Dieser Beitrag eignet sich dank seiner Komprimiertheit hervorragend als Einstieg in die Thematik des großen Krieges des 20. Jahrhunderts, insbesondere was die deutschen und polnischen Anteile angeht. Schultze-Rhonhofs Bücher, sein bekanntestes: „Der Krieg, der viele Väter hatte„, sind Augenöffner, aber auch die Youtube-Videos seiner Vorträge sind empfehlenswert.

Das Neue für mich in dem Beitrag sind die konkreten Angaben zu den Diktaten der Sieger bezüglich der genehmigten Historiografie und zu den Gesetzen, welche diese Diktate in der BRD-Rechtsprechung zementierten:

„Wie kommt die entgegengesetzte Behandlung desselben Themas in Deutschland zustande?

Die heutige amtliche deutsche Geschichtsschreibung ist durch die Rechtsprechung des Nürnberger Tribunals begründet worden, die in ihrem Urteilsspruch von 1946 auf exakt 200 Seiten die Siegerdarstellung der Vorkriegsgeschichte und der Geschichte des Zweiten Weltkriegs formuliert hat.

Die Regierung der BRD hat 1955 im Artikel 7 des Überleitungsvertrags und die Regierungen der BRD und der DDR haben 1990 gemeinsam in einem Zusatzprotokoll zum 2-plus-4-Vertrag festgelegt, dass das Nürnberger Urteil – damit auch die 200 Seiten Siegergeschichtsschreibung – auf ewig für deutsche Gerichte und Behörden verbindlich bleibt. Beide Festlegungen haben den deutschen Bundestag passiert, und sie sind nachzulesen in den Bundesgesetzblättern BGBl Teil II, 1955, Heft 8, Seite 413 und BGBl Teil II, Heft 42, Seite 1387. Behörden sind im Sinne des Vertragstextes auch die Kultusministerien der Bundesländer, die die Geschichtslehre und Unterrichtsmaterialien in und für Schulen, Universitäten und andere Landesbildungsinstitute überwachen und genehmigen oder sperren. Damit ist die Siegergeschichtsschreibung über die Entstehung und den Verlauf des Zweiten Weltkriegs derzeit in Deutschland kodifiziert.“

 

14. Januar 2019

Neues vom Terror Made in US

Filed under: Politik,Terror — willanders @ 14:26
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Ein weiteres Beispiel des Terrors, den das US-Imperium nach wie vor versucht weltweit zu verbreiten, um seine schwindende Macht aufrechtzuerhalten. China, Russland, Ukraine, Iran, die sieben von Obama vergewaltigten kleinen, wehrlosen Länder – und nun Deutschland:

„Laut einem Artikel der «Bild am Sonntag» wandte sich Grenell an mehrere deutsche Unternehmen, die am Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 beteiligt sind, und drohte ihnen mit Sanktionen, sollten sie an ihren Geschäften festhalten wollen. Die Zeitung zitiert aus einem solchen Schreiben: «Wir betonen, dass Firmen, die sich im russischen Energieexport-Sektor engagieren, sich an etwas beteiligen, das ein erhebliches Sanktionsrisiko nach sich ziehen kann.» Mit dem Bau von Nord Stream 2 mache sich Europa im Energiesektor von Russland abhängig, argumentiert Grenell. Gleichzeitig werde die Ukraine sicherheitspolitisch geschwächt, weil sie als Transitland für russisches Gas ausgehebelt würde.“

Mein Traum ist, dass ein Kanzler eines souveränen Deutschlands eines Tages eine derartige amerikansiche Dreistigkeit – und solche impertinenten Einmischungen in die Politik anderer Länder kommen nur aus Amerika – lässig, wie ein Putin oder wie ein Xi mit einem ironisch hochgezogenen Mundwinkel oder listig zusammengekniffenen Augen ohne auch nur ein Wort des Kommentars erledigt.

12. Mai 2016

When will they ever learn?

Filed under: Demokratie,Meinungsfreiheit,Politik — willanders @ 14:59
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Manche bezeichnen die Gegenwart als Post-Aufklärung. In der Tat, wenn man heute eine Zeitung aufschlägt oder den Fernseher einschaltet, wird man – abgesehen von rein naturwissenschaftlichen Themen, die aber gefühlt immer weniger werden – selten mit Fakten, Logik oder neutraler Berichterstattung konfrontiert. Wir leben in einer Zeit, in der Nachrichtensprecher vor laufender Kamera schluchzen, in den zahllosen Talkshows pausenlos gebrüllt wird, und die meisterhaft beherrschte Empörungsbereitschaft als die einzige Qualifikation ausreicht, um einen Menschen in der politischen Hierarchie in die obersten Staatsämter hochzuspülen. Unser Kulturraum ist gefangengenommen von Moralmonopolisten und gefüllt mit bunten Schaumträumen wie eine Spielkiste für Kleinkinder bei Ikea, voll mit bunten Bällchen.

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Das erstaunliche dabei ist, dass die linken Moralisten und Träumer von einer Formbarkeit anderer Menschen, die heute die westlichen Medien und den Politikbetrieb beherrschen, oftmals nichts anderes vorzuweisen haben, als ihre unerschütterliche Überzeugung von ihrer moralischen Hochwertigkeit und Überlegenheit. Dieser bloße Glaube macht sie stark und fähig, sich über tradierte Normen, Werte und Überzeugungen der Menschen brutal hinwegzusetzen. In diesem Glauben verankert, nehmen sie sich das Recht, völlig respektlos gegenüber dem anderen, gegenüber seiner Persönlichkeit, seinen Ansichten, Überzeugungen und seiner persönlichen Geschichte zu handeln. Sie nehmen sich das Recht, all dies einfach wegwischen zu können. Sie spielen Gott, indem sie sich all die anderen beliebig zurecht kneten wollen. Was hier als moralisch hochwertig herkommt, ist in Wirklichkeit Ausdruck einer Verachtung für den anderen als Individuum. (more…)

9. März 2016

Orban: Die Völkerwanderung kann man sehr wohl aufhalten!

Wow! Was für eine Rede! Hier ein Beweis dafür, dass Politikerreden inhaltlich sowie der Form halber perfekt und noch dazu anschaulich und unterhaltsam sein können. Hat jemand in den letzten 35 Jahren so eine Rede aus dem Mund eines BRD-Politikers gehört?

Hier also, Viktor Orbán, Ungarns Ministerpräsident am 28. Februar in Budapest zur Lage der Nation, veröffentlich hier. Die Rede ist lang, trotzdem in ihrer Gänze sehr lesenswert. Hier etwa die zweite Hälfte, die sich mit der gegenwärtigen Völkerwanderung  und mit der Lage in Europa befasst:

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(…) Nein, meine lieben Freunde. Die selbstherrliche, großspurige, auf eine moralische Überlegenheit aufbauende Politik, die so verlockend und in der westlichen Hälfte des Kontinents häufig so beliebt ist – und manchmal auch jenseits des großen Teichs – ist nicht unsere Politik, ist nicht unser Weg und ist auch nicht in unserem Interesse. Frieden, Zusammenarbeit, Handel, gegenseitige Investitionen, eine regionale Balance unseres Interesses, Einsetzen für unsere Interessen – dies sind die Grundpfeiler der ungarischen nationalen Außenpolitik. Und ich weiß, dies ist schwieriger und komplizierter, als sich unsichtbar am weichen, warmen und haarigen Rücken eines Wirtstieres zu verstecken, doch ist es sicherlich unserer tausendeinhundertjährigen Geschichte im Karpatenbecken würdiger.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Und jetzt möchte ich begründen, warum ich all dies erzählt habe. Kurz gesagt aus dem Grunde, weil jetzt all dies gefährdet ist. Gefährdet ist die mit Schweiß erarbeitete finanzielle Stabilität. Gefährdet ist unser gerade erst begonnenes wirtschaftliches Aufschließen. Gefährdet ist unsere sorgfältig aufgebaute nationale Außenpolitik. Gefährdet ist die wiederhergestellte öffentliche Ordnung und die terrorfreie öffentliche Sicherheit. Und gefährdet ist auch unsere sich langsam selbst wieder findende Nationalkultur. Ja, nicht nur das ist gefährdet, was bereits existiert, sondern auch das, was noch entstehen kann. Die Perspektive. Die Möglichkeit der viel versprechenden Zukunft. Auch die sich bereits gerade entfaltende und erweiternde Möglichkeit für unsere Kinder zu einem europäischen Leben.

Der Name der Gefahr lautet: Völkerwanderung. (more…)

6. März 2016

Erpressung – die „Richtlinie“ der BRD-Politik?

Filed under: Demokratie,Staat — willanders @ 21:56
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walesa merkel2.PNGEin polnisches Nationaldenkmal bröckelt. Unser östlicher Nachbar wird gerade von der Aufdeckung der früheren Spitzeltätigkeit seines Nationalhelden und Friedensnobelpreisträgers Lech Walesa erschüttert. Entsprechende Akten sind an die Öffentlichkeit gelangt, die eindeutig beweisen, dass der frühere Arbeiterführer zumindest in den siebziger Jahren für die polnische Stasi als Geheimagent „TW Bolek“ – TW, Tajny Wspolpracownik – gearbeitet hat. Diese Akten hat der im letzten Jahr verstorbene frühere kommunistische Innenminister Kiszczak seit dem Sturz der Kommunisten bei sich zu Hause im Schrank aufbewahrt. Seine Witwe hat diese nun in die Öffentlichkeit gebracht. Ähnliches, kompromittierendes Material über Walesa und andere Größen der Solidarnosc-Bewegung wird auch im Besitz der anderen ehemaligen kommunistischen Machthaber beziehungsweise ihrer Kinder vermutet.

Sturz der Kommunisten? Ist dieser jemals erfolgt? – fragen sich die Polen derzeit. Oder waren Walesa und die anderen polnischen Politiker nach 1989 bloße Marionetten in den Händen der ehemaligen Herrscher und haben somit geholfen, die kommunistische Herrschaft fortzusetzen? Denn viele Entscheidungen Walesas als polnischer Präsident deuten auf die letzte Variante hin.

Und was hat das mit Merkel zu tun? Nun, alle Welt rätselt über ihre politischen Motive, niemand hat darauf eine schlüssige Antwort. Banken-, Griechenland- und Euro-“Rettung“, Energiewende, Invasion aus dem Nahen Osten, nur um einige Beispiele zu nennen. Abrupte Kehrtwenden von der bisherigen politischen Richtung, starrköpfiges Festhalten an offensichtlichen Fehlern, Gleichschaltung der Medien, Ausschalten von politischen Rivalen, völliges Ignorieren des Bundestages und des Grundgesetzes. Das und vieles mehr wird von den Menschen entweder mit einer psychischen Krankheit, mit bloßem Realitätsverlust oder mit schlichtem Unwissen erklärt. Wie wär`s aber, wenn Merkel – wie weiland Walesa – ganz einfach erpresst wird?

Wir wissen nämlich, dass die Stasi-Akten über ihre Mitarbeiter – die Rosenholz-Datei – nach der Erstürmung der Stasi-Zentrale auf eine geheimsvolle Weise in die USA gelangt sind (und erst viele Jahre später – bereinigt – zurückgegeben wurden). Mit anderen Worten: Nur die CIA und somit die US-Regierung sind im Besitz der kompletten Informationen über Stasi-Spitzel und ihre Tätigkeit.

Was wissen wir eigentlich über das DDR-Leben unserer höchsten politischen Repräsentanten? Und ist es nicht erstaunlich, dass so viele der Spitzenposten in der BRD von gelernten DDR-Leuten besetzt sind? Kanzler, Innenminister, Bundespräsident, Kirchenspitzen, Stasiakten-Behörde, undundund, alles von ehemaligen DDR-Leuten besetzt. Ist es nun sehr abwegig zu behaupten, dass ähnlich wie in Polen, „unsere“ Spitzenpolitiker Marionetten in den Händen fremder Mächte sind? Warum sollte in der BRD unmöglich sein, was in Polen offensichtlich geschah? Könnte vielleicht darin die Antwort auf die Frage nach Merkels verrückten Kehrtwenden und nach ihrer scheinbaren Naivität und der Weigerung, ihre Politik auch nur annähernd zu erklären, liegen? Wo ist eigentlich Merkels Stasi-Akte? Wieso ist dem noch kein deutscher Journalist nachgegangen?

2. November 2015

Karl Popper über das Wahlrecht

LESEBEFEHL!!!

03.08.1987

Zur Theorie der Demokratie

von Sir Karl Popper

Karl Popper, gebürtiger Wiener, der am Dienstag letzter Woche das 85. Lebensjahr vollendete, lebt in London, wo er bis 1969 Philosophieprofessor war. Er gilt als einer der wichtigsten Theoretiker und Sozialwissenschaftler.

Mein größtes Interesse ist die Natur- und die Naturwissenschaft: die Kosmologie. Seit ich im Juli 1919 den Marxismus aufgegeben hatte, war ich an der Politik und ihrer Theorie nur als Staatsbürger interessiert – und als Demokrat. Aber die in den 20er und frühen 30er Jahren anschwellenden totalitären Bewegungen von links und rechts und schließlich die Machtergreifung Hitlers in Deutschland zwangen mich dazu, über das Problem der Demokratie nachzudenken.

Obwohl mein Buch „The Open Society and Its Enemies“ (deutsch: „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“) Hitler und die Nazis mit keinem Wort erwähnte, war es als mein Beitrag zum Krieg gegen Hitler gedacht: Das Buch ist eine Theorie der Demokratie und eine Verteidigung der Demokratie gegen die alten und neuen Angriffe ihrer Feinde, kam 1945 heraus und wurde immer wieder aufgelegt. Aber das, was ich für seinen wichtigsten Punkt halte, wurde, so scheint mir, nur selten ganz verstanden.

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28. Oktober 2015

Freiheit ist nur Leben, ist nur Glück

auswanderungslied01

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