Willanders – Rechts vor Links

19. Oktober 2019

Lenin – der Teufel und sein Werk

 

verbietetDieser – englischsprachige – Aufsatz bietet einen Einblick in die Denke eines Psychopathen, dem es vergönnt war, seine pathologische Perversion entfesselt auszuleben, und einen Rückblick auf dessen massenmörderisches Wirken. Der Staatsterrorismus namens Sowjetunion war das Ergebnis einer diabolischen Idee, einer Idee jenseits aller, ja aller!, Menschlichkeit. An der SU konnte man sehen, wohin es führt, wenn der Mensch jede transzendente Autorität ablehnt, sich selbst in den Mittelpunkt stellt und zum Maßstab für alle Dinge macht. Der Ex-Kommunist Gary Saul Morson analysiert hier die „Lenindenke“ und zeigt deren „Prinzipien“: grenzenlosen, blinden Terror um des Terrors Willen gegen jeden, in dessen Namen zufällig, nach der Tagesparole ausgeloste Zivilisten einfach so erschossen oder erschlagen wurden, weil ihr Stadtviertel oder ihr Berufsstand eben an diesem Tag „dran war“; den sehr flexiblen Umgang mit der Wahrheit; die Missachtung der marxistisch-leninistischen Ideologie zugunsten der jeweils neuesten Direktiven der Parteiführung, die stets als die einzig richtige Interpretation der Ideologie zu gelten haben – um nur einige der „Prinzipien“ hier zu nennen.

So manches Lenindenkmal in den Köpfen der ewigmorgigen Verehrer wird zerbröseln bei der Betrachtung von Lenins zutiefst primitiver Denke, von einem Lenin, der nie einen Hehl aus seiner Ignoranz gegenüber der marxistischen Theorie machte – der verbreiteten Propaganda zum Trotz -, der andere Ansichten als seine ablehnte ausschließlich mit dem „Argument“, sie seien eben… anders. Unter dem kommunistischen Terror war es nicht nur nicht notwendig, sondern verboten sich mit diesen zu beschäftigen – es war ein Verbrechen. Warum? Weil sie „anders“ waren. Und die Wahrheit? Ach, was ist schon Wahrheit! Wahrheit ist, „was der Partei nützt, Genossen, und sonst nichts“. Und was der Partei heute nutzt, schadet ihr vielleicht morgen, dann wird die Wahrheit eben morgen den neuen Gegebenheiten „angepasst“.

Hier wird der wahre Revolutionsführer aufgedeckt, für den das einzig Relevante an Marx‘ Lehre die „Diktatur der Proletariats“ war. Diese Diktatur definierte Lenin als „nichts anderes als eine total befreite Macht – frei von jedwedem Recht, befreit von allen Regeln, beruhend einzig und alleine auf Gewalt“. Für ihn musste eine revolutionäre Partei ausschließlich aus Berufsrevolutionären bestehen, die sich aus der Intelligenzschicht (!) rekrutieren sollten, und die sich restlos der Parteidisziplin unterwerfen und bereit sein mussten, ausnahmslos alles zu tun, was die Parteiführung von ihnen verlangte, ohne zu hoffen, dass es das Richtige ist. Ein Beispiel von Millionen: Ein hoher Bolschewik Piatakow bat 1936 das Zentralkomitee der Partei, ihn zu „rügen“ dafür, dass er die Verbindung seiner Frau zu den Trotzkisten verschwiegen hatte. Er bot an, gegen sie auszusagen und, nach einer – sicheren – Verurteilung, sie eigenhändig zu erschießen. Letztendlich wurde Piatakow selbst erschossen.

Eine Beschäftigung mit der sozialistischen Praxis ist gerade heute mehr als notwendig, heute, wo so kranke Wünsche nach Diktatur – „Verbietet uns endlich was!“ – leider wieder einen Weg an die frische Luft finden, und wo SED-Spitzel und andere -Verbrecher in dieser real existierenden BRD wieder in Amt und Un-Würden wüten dürfen. Ich finde es sehr wichtig, dass man an Sozial-, Marx-, Kommun-, Lenin- und sonstigem -ismus immer und immer wieder erinnert und ihn so zeigt wie er wirklich war: die Hölle auf Erden. Im Falschen gibt es kein Richtig, da bin ich nicht bereit zu differenzieren. Basta! Ich weiß, wovon ich spreche: Die ersten 18 Jahre meines Lebens war ich gezwungen, in einem kommunistischen Staat zu fristen. Ich kenne dieses Verbrechen namens Sozialismus aus eigener Erfahrung. So ein System bringt das Schlechteste was in einem Individuum drin steckt, zum Vorschein. Bei dem einen mehr, beim anderen weniger; aber etwas Gutes kommt dabei nicht raus.

Den Link und Hinweis zu diesem Artikel gefunden bei: https://seidwalkwordpresscom.wordpress.com/2019/10/19/fundstuecke-lxix/

1 Kommentar

  1. […] meinem Kommentar zu Leninthink, habe ich mich gefragt, wie es kommt, dass diese kranke Denke überhaupt Anhänger findet, immer […]

    Pingback von Wie eine Hose mit einem Beinteil | Willanders - Rechts vor Links — 23. Oktober 2019 @ 20:22


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