Willanders – Rechts vor Links

14. Januar 2019

Neues vom Terror Made in US

Filed under: politik,terror — willanders @ 14:26
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Ein weiteres Beispiel des Terrors, den das US-Imperium nach wie vor versucht weltweit zu verbreiten, um seine schwindende Macht aufrechtzuerhalten. China, Russland, Ukraine, Iran, die sieben von Obama vergewaltigten kleinen, wehrlosen Länder – und nun Deutschland:

„Laut einem Artikel der «Bild am Sonntag» wandte sich Grenell an mehrere deutsche Unternehmen, die am Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 beteiligt sind, und drohte ihnen mit Sanktionen, sollten sie an ihren Geschäften festhalten wollen. Die Zeitung zitiert aus einem solchen Schreiben: «Wir betonen, dass Firmen, die sich im russischen Energieexport-Sektor engagieren, sich an etwas beteiligen, das ein erhebliches Sanktionsrisiko nach sich ziehen kann.» Mit dem Bau von Nord Stream 2 mache sich Europa im Energiesektor von Russland abhängig, argumentiert Grenell. Gleichzeitig werde die Ukraine sicherheitspolitisch geschwächt, weil sie als Transitland für russisches Gas ausgehebelt würde.“

Mein Traum ist, dass ein Kanzler eines souveränen Deutschlands eines Tages eine derartige amerikansiche Dreistigkeit – und solche impertinenten Einmischungen in die Politik anderer Länder kommen nur aus Amerika – lässig, wie ein Putin oder wie ein Xi mit einem ironisch hochgezogenen Mundwinkel oder listig zusammengekniffenen Augen ohne auch nur ein Wort des Kommentars erledigt.

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30. Dezember 2018

Friede auf Erden!

Filed under: Geopolitik,politik — willanders @ 16:18
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Als ich am Weihnachtsmrgen mit meinen beiden jüngsten Töchtern vor dieser wunderschönen Krippe in der katholischen Kirche in unserem Städtchen stand:

… und ihnen eine der größten sinnstiftenden Erzählungen der Menschheitsgeschichte – altersgemäß natürlich – erzählte, und sie dann alleine mit den handgeschnitzten Schafen, Eseln, Kamelen und dem Baby in der Krippe samt Eltern und den drei Weisen mit ihren Geschenken ließ, damit sie die Botschaft von „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“ in ihren noch so unverdorbenen Köpfen und reinen Seelen in Ruhe einsortieren konnten – da setzte ich mich auf die Bank, genoss den Frieden in der inzwischen leeren Kirche und schaute meinen Mädchen zu.

Friede auf Erden? Sofort standen mir die Schlagzeilen der letzten Wochen vor den Augen. Saudi-Arabien bombt mit Waffen Made in USA Kinder, Frauen, Krankenhäuser und Schulbusse in Yemen in Fetzen; Israelische Soldaten schießen unbewaffneten palestinensischen Jugendlichen in den Rücken und töten alleine seit dem Spätsommer so 200 von ihnen; Syrien, ukrainische Provokationen gegen Russland, Global Compact for Migration… Horrornachrichten ohne Ende.

Die Nachricht, die mir aber die meisten Sogen bereitet, war die Festnahme von Meng Wanzhou, der langjährigen Finanzchefin von Huawei, des weltgrößten Herstellers von Telekomausrüstungen, Anfang Dezember. Denn dieser Terrorakt der US-Regierung ist geeignet, eine direkte Konfrontation der beiden Giganten China und USA loszutreten.

Frau Meng war auf dem Weg von China nach Mexiko, als sie im Internationalen Flughafen von Vancouver bei einem Zwischenstopp von den dortigen Sicherheitskräften festgenommen wurde, weil ein Auslieferungsgesuch aus Washington vorlag. Nach einer Auslieferung an die USA drohen ihr bis zu 30 Jahre im amerikanischen Gefängnis. Der Vorwurf lautet auf Bruch der – einseitig von Washington verhängten – Sanktionen gegen den Iran. Obwohl die Nachricht von der Festnahme (und zwischenzeitlicher Haftverschonung gegen eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Dollar) in unseren Medien kurz für Schlagzeilen sorgte, habe ich eher den Eindruck, dass wir im Westen nicht wirklich begriffen haben, dass dieser Amoklauf der Amerikaner das Potential besitzt, einen Paradigmenwechsel in den künftigen Beziehungen zwischen Beijing und Washington einzuleiten.

Chinas Medien bezeichnen die de facto Entführung von Frau Meng korrekterweise als „Erklärung eines heißen Wirtschaftskrieges gegen China“. Kein Wunder: Huawei ist mit 100 Milliarden US-Dollar Umsatz der weltgrößte und innovativste Hersteller von Telekom-Ausrüstungen und Chinas international erfolgreichstes aller Vorzeigeunternehmen. Und Frau Meng ist nicht irgendeine Buchhalterin, sondern die Tochter des Unternehmensgründers und, aufgrund seines phänomenalen Geschäftserfolges, zum Nationalhelden aufgestiegenen Ren Zhengfei. Eine Zeitung fragte, wie die USA reagieren würden, wenn China Sheryl Sandberg, COO von Facebook, am Flughafen von Singapur festnehmen lassen würde wegen einer vermeintlichen Verletzung der chinesischen Gesetze. Noch dazu, wenn sie die Tochter von Steve Jobs wäre…

In der Tat: Seit dem Ende des Kalten Krieges ist die Welt Zeuge einer zunehmend terroristisch agierenden US-Regierung, die nun meint, ihre Hegemonialansprüche ungestört verwirklichen zu können. Im Militärbereich dient diesem Zweck die vollständige Kontrolle über die Strukturen und Ziele der NATO und die komplette Instrumentalisierung dieser ursprünglich als Bollwerk gegen den Weltkommunismus errichteten Militärallianz im Sinne der aggressiven Machtgelüste Pentagons. Auf dem Gebiet der Wirtschaft boxt die US-Justiz ihren Anspruch auf weltweite Durchsetzung des amerikanischen Rechts rücksichtslos durch. Seit Jahren schon verhängen irgendwelche Regionalgerichte in den USA ungehindert galaktische Quatrilliarden-Strafen gegen ausländische Staaten und Unternehmen. Weil die unfähigen und korrupten Regierungen der unterwürfigen Europäer aus Feigheit bisher kein Wort der Kritik verlauten ließen, geschweige denn, etwas dagegen unternahmen, meinten die Amerikaner in ihrer beispiellosen Hybris, diese rücksichtslose Politik gegen alle Regierungen, Staaten und Unternehmen weltweit fortführen zu können. Und nun bleibt ihnen in ihrer schier grenzenlosen Gier hoffentlich der Brocken namens Huawei im Hals stecken.

Diese Provokation der aufstrebenden und zunehmend selbstbewussten Weltmacht China könnte der Wendepunkt in den Gepflogenheiten der Weltwirtschaft und darüber hinaus werden, auch wenn Beijing bislang diesen Konflikt nicht so eskalieren ließ, wie manche es erwartet haben, und vermied, US-Interessen direkt anzugreifen. Vielleicht ist auch die laue Reaktion auf diese Cowboyattacke aus Amerika nur einem Überraschungseffekt zuzuschreiben: Denn normale Länder erwarten selbstverständlich, dass auch andere Länder sich normal verhalten. Und China ist dasjenige Land mit einer normalen Regierung. Dennoch ist eine Eskalation nicht auszuschließen. Weil eine erzamerikanische Reaktion auf eine Geiselnahme eine vergeltende Geiselnahme ist, haben Vorstände amerikanischer Topfirmen vorsorglich ihre Chinareisen storniert. Unwahrscheinlich ist es aber, dass die Chinesen die traditionellen Spielregeln im internationalen Verkehr zwischen den Staaten aufgeben und auf des Niveau der Amerikaner hinabsteigen, wo nur noch das Gesetz des Urwalds gilt.

Weil die Huawei-Finanzchefin offiziell wegen Verstoß gegen das US-Lieferungsverbot in den Iran festgenommen wurde, steht somit Irans selbst erklärter Feind Israel in der amerikanischen Ringecke. Von diesem US-Auslieferungsersuchen soll nämlich eine unmißverständliche Signalwirkung ausgehen: Jeder, der sich den Interessen der Juden in Nahpst in den Weg stellt, muß mit den schwersten Konsequenzen rechnen! Nicht zum ersten Mal opfert ein US-Präsident die Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen seines Landes, und gefährdet zugleich den Weltfrieden, um die Interessen des Judenstaates durchzusetzen. Trump entpuppt sich abermals als Marionette der Judenlobby in Amerika. Wenn auch diesmal nicht als die treibende Kraft. Es gibt nämlich glaubwürdige Berichte, wonach sein Sicherheitsberater und glühender Unterstützer Israels John Bolton den Auslieferungsgesuch eigenwillig angeordnet hat, ohne Konsultationen mit dem Präsidenten; Frau Mengs Festnahme erfolgte nämlich fast zeitgleich, als Trump mit Chinas Präsidenten Xi zusammentraf, um Handelsfragen zu diskutieren. Welch eine Demütigung des US-Präsidenten und ein offenes Zur-Schau-Stellen der Judenmacht über Amerikas Politik!

Boltons Schritt bringt auch noch einen anderen Aspekt und einen weiteren politischen Akteur ins Spiel: Sheldon Adelson. Wer schon mal in Las Vegas Geld im Venetian oder in Sand‘s verloren hat, der hat damit das 33-Milliarden-Vermögen von Adelson um weitere ein paar Dollar vermehrt. Der Casino-Magnat ist der größte Sponsor der Republikanischen Partei, einer der fanatischsten Fans des Judenstaates Israel und zugleich einer der glühendsten Feinde Irans. Er geht im Weißen Haus ein und aus wie er will. Es ist davon auszugehen, dass einer der einflussreichsten Menschen in Washington in den Plot gegen Huawei eingeweiht war. Es kann aber sein, dass der Casino-Kapitalist diesmal seine Karten überschätzt hat. Ein Großteil seiner Milliarden stammt nämlich aus seinen Spielcasinos im chinesischen Macau. Und es ist unvorstellbar, dass Beijing nicht den taktischen Fehler bemerkte, den der 15treichste Amerikaner durch seine Machenschaften hinter den Kulissen bei der Festnahme von Huawei-Finanzchefin machte. Über die inzwischen zweieinhalb Jahrzehnte waren Adelsons Macau-Casinos in eine Vielzahl von politischen Schmiergeldskandalen verwickelt, und es wäre ein Leichtes für Beijing, die luxuriösen Venetian und Sand‘s in Macau schließen. Zumal diese Maßnahme sehr gut in die Anti-Korruptionspolitik von Xi passen würde.

Eine vorläufige Casino-Schließung würde aber vor allem Adelsons Aktienvermögen über Nacht um einige Milliarden vermindern, was mit Sicherheit seine Bereitschaft, einen entsprechenden Telefonanruf im Weißen Haus sofort zu tätigen, befeuern dürfte. Sollte ein derartiger Anruf ausbleiben, dürfte eine endgültige Schließung – ausgedehnt auf seine Casinos im chinesisch dominierten Singapur – sein gesamtes persönliches Vermögen im Nu vernichten. Um Chinas Entschlossenheit zu verdeutlichen, könnten auch die anderen Casinos im Besitz von fanatischen pro-israelischen US-Juden, die das Spielbusiness in Macau dominieren, geschlossen werden. Damit würde der Vorfall im Internationalen Flughafen von Vancouver gewiss für lange Jahre ein Einzelfall bleiben, und etwaige Attacken auf andere chinesische Firmen würden Historiker später im gleichen Papierkorb finden, in dem auch die anderen gescheiterten CIA-Umsturzpläne vor sich hin gammeln.

Beijing hält somit das Royal Flush in der Hand beim Pokerspiel über das geschäftliche und finanzielle Überleben von Adelson, einer Figur an der Spitze der Entscheidungsgewalt in Washingtons Außenpolitik. Sollte Beijing diesen Kartensatz auf den Tisch legen, dann sitzt Frau Meng im nächsten Flieger nach Hause, und die Nachrichtensender berichten noch bevor sie in China gelandet ist, von „sincere deepest sorry“ aus dem Weißen Haus.

Und als ich da vor der Krippe saß und meinen Kindern zuschaute, wurde der heiße Wunsch in mir groß, China möge diesen Schachzug tätigen – im Sinne des Weltfriedens und damit „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“ zuwiderfährt.

12. Juni 2018

Good Luck!

Filed under: Geopolitik,politik — willanders @ 09:53
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… und passen Sie gut auf, während Sie mit dem Verrückten sprechen, Kim Jung Un! Trump ist unberechenbar, und gefährlich!

„Unser großartiges Land – unsere großartige Familie Wir sind stolz auf Dich!“ Wann hab ich so etwas zum letzten Mal im BRD-Fernsehen gehört und gesehen? Jahrzehnte ist es her. Propaganda? Propaganda. Gewiss. Aber sieht und hört man in den Zwangsmedien der BRD etwas anderes? …. Doch: „Deutschland du mieses Stück Scheiße!“

 

13. Mai 2018

Trumps fremde Federn

Filed under: politik — willanders @ 14:47
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kim03.PNGDen vorherigen Beitrag habe ich mit der Behauptung abgeschlossen, Trump schmücke sich in Bezug auf Nordkorea mit fremden Federn. Diese Behauptung verlangt nach einer Erklärung.

In seiner narzisstischen Blase ist Donald The Trump, und mit ihm die Mehrheit der Amerikaner, davon überzeugt, dass ausschließlich seine Politik der maximum pressure auf Nordkorea, seine unzähligen Drohungen, Kim Jung-un zum Einlenken brachte. Nichts falscher als das. Der wahre Grund, warum Kim sein Atomwaffenprogramm nun beenden will, ist das Nein aus Beijing zu nordkoreanischen Atomwaffen vor Chinas Haustür, und nicht die Verbalinjurien aus Washington. That‘s all, Mr. President.

Eine uraltes, ursprünglich eine militärische Anweisung, chinesisches Sprichwort lautet: „Um zu gewinnen, nehme dem Gegner das Brennholz unter dem Kessel weg!“ Das „Brennholz“ Nordkoreas kann hier beinah im Wortsinn verstanden werden: Nordkoreas Ökonomie hängt am Schlauch, und die Herz-Lunge-Maschine steht in Beijing. Nordkorea bezieht 57 Prozent seiner Importe aus China, 42 Prozent seiner Exporte gehen ins Reich der Mitte. Im Februar 2017 stoppte Beijing den Kohlenimport aus dem Nachbarland – das Hauptexportprodukt Nordkoreas -, was die notleidende Wirtschaft des Landes äußerst empfindlich traf. Im September 2017 verbat Beijing allen nordkoreanischen Firmen in China jegliche wirtschaftliche Betätigung. Daraufhin ist der Handel zwischen den beiden Nachbarn praktisch zum Erliegen gekommen. Und das war nur der letzte Akt im chinesisch-nordkoreanischen Drama. Schon 2013 hat die Bank of China und alle anderen chinesischen Banken mit der staatlichen Lizenz zu Finanztransaktionen mit dem Ausland die Konten der nordkoreanischen Foreign Exchange Bank geschlossen. Außerdem hat Beijing bereits 2016 jede finanzielle Unterstützung für Kims Reich still und leise eingestellt. (more…)

11. Mai 2018

Trump – der verkannte Bösewicht

Filed under: Geopolitik,politik — willanders @ 16:28
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Zunächst in eigener Sache: Bedingt durch familiäre Angelegenheiten musste ich jetzt eine Weile pausieren; ab sofort werde ich wieder versuchen, dann und wann etwas zu Laptop zu bringen. 

Es geht los mit einem Kommentar auf diese transatlantische Liebeserklärung an Trump, die ich selbstredend nicht so stehen lassen konnte. Allerdings hat sich die Registrierung bei Tichyseinblick etwas zu schwierig gestaltet, und so landet mein Kommentar hier. 

An Ihrem Beitrag, werter Herr Goergen, stimmt so gut wie gar nichts. „Meine“ Freunde in den USA, die mit Trump anfangs zumindest sympathisiert haben, manche haben für ihn gestimmt, sehen das wiederum völlig anders. Das Heer deren, die von Zustimmung oder gar Begeisterung für Trump zur Enttäuschung pendeln, wird größer und größer. Und ich gebe ihnen recht, auch wenn ich kein Amerikaner bin. Auch meine anfängliche Begeisterung ist gewichen und hat einer tiefen Skepsis Platz gemacht.

Trump hat keines seiner Versprechen eingelöst, dafür viele gebrochen. Er hat im Wahlkampf mehrmals hoch und heilig versprochen, sich niemals nie in Nahost militärisch zu engagieren, sich aus all den zahl- und endlosen Konflikten komplett rauszuhalten. Er hat schon vor Jahren und im Wahlkampf erneut, H. Clinton häufig scharf angegriffen für ihre Pläne, nach Irak (Trump war von Anfang an ein Gegner des Irak-Krieges) einen neuen Krieg in Syrien zu starten. Er kritisierte scharf dieses Engagement als „katastrophal teuer“, „stupid and wasteful“, und versprach, dafür die vielen ungelösten inneramerikanischen Probleme zu lösen. Alleine für dieses Versprechen haben ihm Millionen kriegsmüder Amerikaner ihre Stimme gegeben. Und schon kurz nach seiner Wahl vergaß er dieses Versprechen und… bombte Syrien, und vor etwa zwei Wochen erneut.

Der von Trump genannte Grund – Assad’s Einsatz von Chemiewaffen -, diesen Einsatz hat der Verteidigungsminister „mad dog“ Mattis noch Tage zuvor in einer Pressekonferenz als „nicht schlüssig“ genannt. Ja, er hat zugegeben, dass Assad sich nach 2012 strikt an die Abmachung gehalten hatte und alle, aber auch alle, Chemiewaffen an die internationale Behörde zur Vernichtung ausgeliefert hatte. Syrien besitze schlicht keine Chemiewaffen mehr, so Mattis vor zwei Wochen. Und hat die Wahrheit Trump davon abgehalten, Syrien zu bomben? Nein.

(more…)

4. Februar 2017

Beijing: US wird bald Nordkorea angreifen

Filed under: Geopolitik,politik — willanders @ 21:56
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tump-chinaWir haben bisher den nächsten Krisenherd in Fernost eher im Südchinesischen Meer vermutet, dort wo es um die kleinen Eilande mit großer strategischer Bedeutung geht. Chinas Führung geht aber eher davon aus, dass die USA einen baldigen Krieg auf der koreanischen Halbinsel beginnen werden. Das zumindest behauptet Ding Gang, ein führender Publizist des People‘s Daily, einem offiziellen Organ der KPCh, in einem Artikel im Global Times, das als englischsprachiges Sprachrohr der chinesischen Führung gilt. Es handelt sich hier also um Überlegungen der chinesischen Führung, die an die Weltöffentlichkeit gerichtet sind.

Als Ausgang seiner Überlegung dient die neuerliche Ankündigung von Nordkoreas Partei- und Staatschef Kim Jong-un, bald eine atomar bestückbare Interkontinentalrakete zu testen. Nach erfolgreichen Tests wäre Nordkorea nämlich imstande, den nordamerikanischen Kontinent anzugreifen. Dies werde Trump nicht zulassen, sondern die Lage nutzen, um „Chaos im Fernen Osten zu verbreiten“, das dann die Dominanz der USA in dieser Region stärken würde.

Die Wahrscheinlichkeit eines Krieges werde extrem dadurch erhöht, dass es sich bei den beiden, Kim und Trump, um „irrationale“ Politiker handele, die unberechenbar seien. Der eine, mit seiner „America first“-Doktrin, sei in der günstigen Position, hier einen Krieg zu führen, ohne sein eigenes Territorium in Gefahr zu bringen. Der andere ist dafür bekannt, dass er sich nicht einschüchtern lässt und auf Druck von außen mit Gegendruck antwortet.

Diese Gemengelage mache einen kriegerischen Konflikt zwischen US und Nordkorea wahrscheinlich. China könne dabei nur verlieren, was der wohl wichtigste und von Washington beabsichtige Nebeneffekt dieses Konflikts sei. Chinas wirtschaftliche Entwicklung würde sehr verlangsamt werden. Auch Beijings bisher wichtigste Karte im Pokerspiel – die Vermittlerrolle zwischen Washington und Pjöngjang – wäre wertlos, sollte sich die beiden Streithähne nach einer heißen Phase gemeinsam an den Verhandlungstisch setzen. Beijing wisse nicht, was passieren werde, man sei aber auf alles vorbereitet.

Soweit Beijings Stellungnahme. Trump hat seinen Wahlkampf gewonnen mit dem Versprechen, Amerika wieder groß zu machen. Das wollte er erzielen, indem er Jobs daheim schafft. Wohl niemand hat „America first“ als „America shooting first“ oder „Amerika über alles, über alles in der Welt“ verstanden, indem Washington die nächsten Kriege in Übersee beginnen wird.

Wo ist Saudi Arabien?

Filed under: Geopolitik,islam,terror — willanders @ 15:32
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terror

Ich frage mich seit dem Muslim Ban durch die Trump-Administration, warum er nicht auch Saudi Arabien, Katar und die anderen, weltgrößten Terrorpaten mit auf die Liste genommen hat.

Die gleiche Frage stellen langsam auch andere, so ZeroHedge.

20. Januar 2017

Trump und China – nicht wie Romeo und Julia

Filed under: Geopolitik — willanders @ 13:44
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trump-mask

Produktion von Trump-Masken in China

Während des US-Wahlkampfs schien es, als ob Trump als US-Präsident kriegerische Auseinandersetzungen generell meiden wollte. Er hat sich mehrmals und sehr deutlich für ein friedliches Verhältnis zu Russland ausgesprochen, China hat er mehr oder weniger ignoriert. Das meiste, was er zu China geäußert hat, war Wahlkampfgetöse ohne Gehalt. Er wollte lediglich „Amerika wieder groß machen“, indem er Jobs ins Land zurückholt und Obamas kriminelles Abenteurertum in Nahost beendet. Aber schon kurz nach seiner Wahl hat er eine härtere Gangart gegenüber Beijing aufgelegt – das Telefonat mit Taiwans Präsidentin Anfang Dezember 2016 war der Auftakt zu einer Serie von provokativen Äußerungen an Beijings Adresse. Die uralte amerikanische Schallplatte, die Trump wieder aufgelegt hat, hat einen Sprung, an dieser Stelle wiederholt die Stimme endlos: „China… existenzielle Bedrohung…“. Das liefert uns den Anlass, sich Washingtons gegenwärtiges Treiben um China herum etwas genauer anzusehen.

Bedrohung? Für die USA? Einen Beleg dafür hat der President Elect bisher noch nicht geliefert. Bedroht ist allenfalls das heilige Recht der „Auserwählten Nation“ die ganze Welt nach Belieben zu beherrschen, zu bedrohen und einzuschüchtern. Um dieses gottgegebene Recht weiter unbehelligt ausüben zu können, entwickelte das Pentagon den „Schwenk nach Asien“ (pivot to Asia). Gemäß dieser langfristigen Strategie sollen bis 2020 zwei Drittel der US-Seestreitkräfte in den asiatischen Teil des Pazifiks abgeordnet werden. Schon heute bedrohen die USA China von den rund 400 Militärstützpunkten aus entlang der chinesischen Grenze – mit ihren Marschflugkörpern, Bombern, Kriegsschiffen, Abhörvorrichtungen und nicht zuletzt mit ihren Nuklearwaffen. Von der Nordküste Australiens über Korea, Japan, Zentralasien bis nach Indien und Afghanistan zieht sich diese „perfekte Schlinge“ (Pentagons Bezeichnung) um China immer enger zusammen.

Die Neocon-Kriegspartei, bestehend sowohl aus Republikanern wie Demokraten, naturgemäß aus dem Pentagon, den Geheimdiensten und den „Nationale Sicherheit“-Kreisen liefern die Begleitmusik dazu und säuselt das apokalyptische Lied von einem „gewinnbaren“ Atomkrieg gegen China. In dem 2015 erschienenen „Law of War Manual“ erinnert Pentagon vorsorglich an die Tatsache, dass die USA kein Abkommen unterzeichneten, in dem der Gebrauch von Nuklearwaffen verboten ist: „Damit ist der Gebrauch von Nuklearwaffen ein legitimes Mittel für die USA“, schlussfolgern die Falken. Das Motto des scheidenden Kriegsministers Ashley Carter, ein Meister-Provokateur, lautete: „Jeden zu vernichten, der Amerikas Weltdominanz im Wege steht“. Es gibt leider Gründe anzunehmen, dass diese Haltung auch die des neuen Präsidenten sein wird. Nicht nur Mexiko musste die übelsten Beschimpfungen hinnehmen, auch China („Vergewaltiger der US-Wirtschaft und größter Dieb in der Weltgeschichte“) wurde für Amerikas Misere verantwortlich gemacht.

Es gibt Stimmen, die warnen, dass Washington einen Krieg gegen China zumindest in Erwägung zieht. Amitai Etzioni, Professor für Internationale Beziehungen an der George Washington University schreibt: „Dieser Krieg könnte mit einem US-Angriff auf Chinas Verteidigungsanlagen an Land und auf See – mit dem Ziel, diese auszuschalten – beginnen. Dieser Angriff – vor allem auf die Abschussvorrichtungen für Mittelstreckenraketen und Marschflugkörper, auf Satelliten und Anti-Satelliten-Waffen – könnte in Beijing als ein Versuch verstanden werden, Chinas Arsenal an Nuklearwaffen zu vernichten, und in eine ‚Use-it-or-loose-it‘-Tragödie münden. Das bedeutet nichts anderes als Atomkrieg.“ (more…)

22. November 2016

Trump knöpft sich die Lügenjournalisten vor

Filed under: demokratie,Medien,meinungsfreiheit,politik — willanders @ 10:55
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Letzte Woche habe ich über die Lügenmedien und ihre Arroganz geschrieben. Und gerade eben hat sich Trump diese Lügner vorgeknöpft. Die „30 bis 40“ Topjournalisten waren von dem frisch gewählten künftigen Präsidenten in den Trump-Tower eingeladen. In  ihrer unheilbaren Arroganz und Selbstsicherheit hatten sie erwartet, dass Trump mit ihnen bei Kaffee und Kuchen die künftige Zusammenarbeit bespricht, ihnen einen besonderen Zugang zu den Breaking News verspricht und augenzwinkernd einen kumpelhaften Schulterschluss anbietet. Als ob während des elendlangen Wahlkampfs alles paletti zwischen ihnen und Trump gewesen wäre!

Und was sie da vorfanden, beschreibt die NYT als „fucking firing squad“, Erschiessungskomando, vor dem sie da plötzlich saßen. Trump fing an mit dem CNN-Chef Jeff Zucker und sagte zu ihm – völlig zurecht, wie ich meine -: „Ich hasse deinen Sender; ihr alle bei CNN seid verdammte Lügner, und Sie sollten sich schämen“. Danach schiss er dann einige davon der Reihe nach zusammen.

Diesen „Zusammenstoß“ werden sie wohl nicht so schnell vergessen. Und das ist gut so, sagt der Blogwart.

Und er fragt sich hoffnungsvoll: Wann werden wir eine ähnliche Meldung aus Berlin, in einem unabhängigen, konservativen Medium aus erster Hand, von einem Augen- und Ohrenzeugen, direkt aus dem Bundeskanzleramt lesen?  Wo dieser wahrheitsgemäß berichtet, wie der neue Regierungschef Deutschlands die arroganten Klebers, Slomkas, di Lorenzos, Wills, Illners und Maischbergers dieses BRD-Lügenreaktors zusammenscheißt?

15. November 2016

Das Ende vom Spiegel

Filed under: demokratie,Medien,meinungsfreiheit,netzkultur,wahlen — willanders @ 13:32
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Von sowas:

spiegel

kommt sowas:

meedia

 

 

 

und am Ende bleibt nur noch das:

fusion

Und das ist gut so.

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