Willanders – Rechts vor Links

23. Februar 2017

Nur Mord und Totschlag in Schweden?

Filed under: politik — willanders @ 22:31
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Zu diesem Schluss könnte man kommen, wenn man den Hilferuf der Malmöer Polizeiführung  (Google Translate ins Englische schafft das sehr gut, die Deutsch-Übersetzung ist nicht so gut) liest: „Bitte helft uns all die Verbrechen aufzuklären. Ohne Ihre Hilfe schaffen wir das nicht“.

Dieser Schluss wäre jedoch völlig falsch. Denn es gibt zum Glück noch Lichtblicke in dem Land, das von Abba zu Allah konvertierte. Einer davon ist das Angebot einer Stadt im Norden, die den Beschäftigten eine zusätzliche, bezahlte Stunde Mittagspause spendieren möchte, damit diese… Sex haben! Ja, richtig: Die Beschäftigten sollten eine zusätzliche Stunde zu der ohnehin zustehenden Mittagspause nehmen und in dieser Zeit vögeln.

Von den vielen Fragen, die sich spontan stellen, ist die: Was machen die Singles? noch am einfachsten zu beantworten. Sie können das gleich am Arbeitsplatz mit sich selbst ausmachen. Aber was ist mit denen, die nur sehr kurz brauchen, und was mit denen, die nach einer Stunde immer noch nicht fertig sind? Müssen sie diese Zeit irgendwann abbummeln oder das nächste Mal coitus interruptus praktizieren? Und kann man diese Zeit sammeln und bei genügend angesparten Stunden einen vollen Sextag freinehmen? Was machen die SexarbeiterInnen in der verlängerten Mittagspause? Und schliesslich: Wer kontrolliert, ob die Mitarbeiter tatsächlich während dieser Zeit Sex haben, oder nur, sagen wir mal, fernsehen oder sich vollfressen? Wie man sieht, an diesem Beschluss muss noch gefeilt werden.

Nichtsdestotrotz mein Urteil: Geil.

Übrigens liegt Schweden, was die Anzahl der Arbeitsstunden im Jahr pro Beschäftigten betrifft, vor den Franzosen und Finnen an drittletzter Stelle.

27. Juni 2013

Gender Mainstreaming: Wann ist denn Frau ein Mann?

R. lernt für ihr Businessstudium gerade die Geschichte der Psychologie und die Grundlagen der verschiedenen psychologischen Schulen. Auf ihren Wunsch hin habe ich ihr ein wenig über die Schulter geschaut und mir fiel dabei auf, dass Freund und seine Zeitgenossen von dem Menschen ausgingen, wie er i s t, auch wenn sie ihm helfen wollten, seine Neurosen loszuwerden und wieder heil zu werden. Sie beschrieben seine Triebe, Abwehrmechanismen, deuteten seine Träume, aber sie liessen ihn, ein Individuum sein. Aber schon die folgende Generation stellte das in Frage und fokussierte sich auf den Menschen als Produkt der Gesellschaft. Deren Nachfolger gingen noch einen Schritt weiter und machten den Menschen zum Produkt seiner selbst: Du bist, was du daraus machst. Dieser Prozess ging weiter, bis der Mensch als eigenständiges Wesen voll in Frage gestellt wurde. Das Individuum hörte auf zu existieren. Das alles natürlich extrem verkürzt dargestellt.

So weit so gut. R. hätte ihre Bücher nur zuklappen sollen, und wir hätten noch einen entspannten Abend miteinander verbringen können, aber sie beging einen verhängnisvollen Fehler. Ihr Lehrer hatte nämlich die Studenten aufgefordert, die neuen Entwicklungen in der Welt der Psychologie nachzuforschen. Und so gab sie die Frage an mich weiter. Da ich schon über ihren Büchern hing, musste ich was, als Laie, etwas dazu sagen.

Mir fällt auf, dass die gegenwärtige Psychologie davon ausgeht, dass der Mensch unmittelbar nach der Geburt an sich nichts ist, und aus nichts besteht. Er ist total das Produkt der Aussenwelt, er wird vollständig gemacht. Und die Psychologie begnügt sich heutzutage nicht mit Theorien, sie greift massiv in die Realität ein. Warum dann beim Individuum stehen bleiben, wenn man schon mal die Chance hat, ganze Gesellschaften, ja einen ganzen Kulturkreis als Geisel zu nehmen! Wohl die gefährlichste dieser praktischen Anwendungen ist das Gender Mainstreaming. Eine brandgefährliche Manipulationsmethode, die sich wie ein Steppenbrand in der Geisteswelt des Westens in den letzten Jahrzehnten ausgebreitet hat. Sie hat weite Teile des Universitätsuniversums in den USA und Europa infiziert. Während bei den Professorenstellen und bei der akademischen Verwaltung überall gekürzt wird, schiessen die Gender-Mainstreaming-Fachbereiche wie Pilze aus dem Boden. (more…)

26. August 2010

Kuck mal, meine Vagina

Von Fleischhauer, Jan und Hollersen, Wiebke  –  aus dem SPIEGEL 25/2010

Auch die Linke hat ihre Missbrauchsgeschichte: Zu den Projekten der 68er gehörte die sexuelle Befreiung der Kinder, der Bruch aller Schamgrenzen wurde bei einem Teil der Bewegung zum Programm. So entstand ein Klima, in dem selbst Pädophilie als fortschrittlich galt.

Im Frühjahr 1970 fand die Berliner CDU-Abgeordnete Ursula Besser vor ihrer Wohnungstür eine fremde Aktentasche. Es passierte in diesen Tagen öfter, dass Leute etwas bei ihr ablegten oder in den Briefschlitz steckten. Manchmal musste die Polizei anrücken, um eine verdächtige Sendung in Augenschein zu nehmen, wofür sich Besser dann bei den Nachbarn entschuldigte.

Die Studenten hatten die Revolution ausgerufen, und die Offizierswitwe Besser gehörte zu den Kräften in der Stadt, die sich entschieden gegen die Zeitenwende stellten. Die CDU hatte die promovierte Philologin in den Bildungsausschuss geschickt, als sie drei Jahre zuvor neu in das Abgeordnetenhaus gekommen war; ihre direkten, angriffslustigen Auftritte hatten sie schnell bekannt gemacht.

Die Tasche enthielt einen Stoß Papier, mit Schreibmaschine getippte Tagesprotokolle über die pädagogische Arbeit in einem Schülerladen am Kreuzberger Oranienplatz, in dem bis zu 15 Kinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren am Nachmittag betreut wurden. Das erste Protokoll trug das Datum vom 13. August 1969, das letzte stammte vom 14. Januar 1970.

Schon bei flüchtiger Durchsicht des Materials zeigte sich, dass die Erziehungsarbeit in dem Schülerladen „Rote Freiheit“ unorthodox ausfiel. Die Schüler sollten zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ geformt werden, der Erziehungsauftrag ging weit über das betreute Spielen hinaus. Auf dem Programm stand neben „Agitprop“ über die Situation in Vietnam auch „Straßenkampf“, bei dem die Kinder in „Studenten“ und „Bullen“ eingeteilt wurden.

Ganz besonderen Wert legten die Erzieher ausweislich der Notizen auf die Sexualerziehung. Beinahe täglich gab es Pfänderspiele, in denen die Schüler sich auszogen, dazu gemeinsame Lektüre von Pornoheften und pantomimische Darstellungen des Geschlechtsverkehrs.

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17. April 2010

Kindesmissbrauch? Wie wäre’s mit Abtreibung, ihr Heuchler!

Pro Jahr werden in Deutschland knapp 15.000 Fälle von Kindesmissbrauch zur Anzeige gebracht. Laut Prof. Kröber, Kriminalpsychologe an der Charite, wurden in den Jahren 1995 bis 2009 genau 94 Fälle im Umfeld katholischer Einrichtungen angezeigt. Das sind etwa sechs pro Jahr oder 0,0004 aller Fälle! Der Verweis auf die Dunkelziffer verschlimmert den Prozentsatz mitnichten, denn die Dunkelziffer bei in familiären Umfeld begangenen Taten ist vermutlich noch höher als die in katholischen Einrichtungen.

Selbstverständlich ist jeder einzelne Fall einer zuviel, aber die mediale Darstellung kehrt das Schuldzuweisungsverhältnis kurzerhand um: fast alles gegen die katholische Kirche, der Rest geht sauber aus der Sache raus. Der deutsche Medienkonsument wird gezielt getäuscht, belogen und aufgehetzt. Erschütternd für mich ist es wiederholt zu beobachten, dass er die Wahrheitsbeugung nicht nur nicht bemerkt, sondern sogar mit der gleichen Begeisterung auf diesen Zug aufspringt, wie er es unter den Nazis auch getan hat. Die vielen Jahre an einer bundesdeutschen Schule tragen augenscheinlich bei den meisten Absolventen weder zur Ausbildung einer Kritikfähigkeit bei noch lehren sie die Schüler selbständiges Denken.

Noch werden Kirchen und das Geburtshaus des Papstes „nur“ geschändet und brennen nicht, aber wenn man die primitiven wie hasserfüllten Statements des Pöbels auf den Internetseiten unserer „Qualitätsmedien“ studiert, dann gewinnt man den Eindruck, dass das nur eine Frage der Zeit ist. Wie so oft in der Vergangenheit geschehen, werden die geistigen Brandstifter in Politik und Medien dann natürlich öffentlich ihre Hände in Unschuld waschen, und ein Stück weit traurig und ganz doll betroffen sein. Sie werden in die Kameras Erschütterung heucheln und sich heimlich ins Fäustchen lachen über den einfältigen deutschen Michel, der so prompt ihre Geschäfte besorgt. Diesmal ist die Katholische Kirche ihr Ziel, und wer das nächste Mal?

Schon aus Gründen des Selbstschutzes möchte man den Rotsocken-Bütteln in Medien, Politik und Institutionen zurufen: „Fasst euch an die eigene Nase, ihr Heuchler!“

In  „Die Neue Ordnung“ (Nr. 2/2010, April, 64. Jahrgang) erschien ein Beitrag von Wolfgang Ockenfels, der sich über den gleichen Skandal ebenfalls empört.

Ein Kampf um Rom

Wie auf Kommando, mit lüsternem Interesse und selbstgefälliger Empörung fallen Medien massenhaft über die katholische Kirche her. Dabei rennen sie offene Türen ein, denn das kirchliche Mea culpa ist ihnen zuvorgekommen: Das Bekenntnis eigener Schuld gehört schließlich zum Ritus jeder heiligen Messe und jeder Beichte. Deshalb eignen sich Mitglieder und Priester der Kirche besonders gut als Sündenböcke. Zum Ritual erstarrt ist inzwischen die Beschuldigung „der“ Kirche, worunter vor allem die katholische gemeint ist. Deren Schuld ins Unermeßliche zu treiben und als Kollektivschuldvorwurf auf „die Kirche“ zu richten, gehört zum standardisierten Verdacht jedes aufgeklärten Journalisten, dem die öffentliche Hinrichtung der Kirche, besonders des Papstes, seit der Französischen Revolution ein Herzensanliegen ist. „

Ich bin gar nicht neugierig – ich will bloß alles wissen“, bekannte Kurt Tucholsky. Mit ihm wird man fragen dürfen, ob sich die medialen und politischen Repräsentanten der heutigen Aufklärung an die selbstbestimmten Vernunft- und Moralprinzipien halten – und was sie von einer vorurteilslosen Transparenz halten. (more…)

18. Juli 2009

Schlaft schon Kinder! Miteinander.

Filed under: politik — willanders @ 17:50
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Während die Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche unter den britischen Teenagern steigen, fordert das britische Gesundheitsministerium die Jugendlichen zum gesundheitsförderndem Sex auf: „an orgasm a day keeps the doctor away.“ Ein entsprechendes Pamphlet wurde an Schulen, Lehrer, Eltern und Jugend-Sozialarbeiter in Sheffield verteilt. Sheffield verzeichnet die höchsten Teenagerschwangerschaften in Grossbritannien. Häufiger Sex kann die jungen Leute vor Herzinfarkten schützen: „Wie wäre’s mit zwei Mal die Woche Sex?“ Die Regierung verspricht sich von ihrer Kampagne eine Senkung der Schwangerschaften unter Jugendlichen. Die Autoren betonen in der Broschüre – addressiert an Teens ab 14 – den Lustgewinn beim Sex. Die Lehrer sollen auch die Masturbation „schmackhaft machen“.

Ich frage mich, wie lange wird es dauern, bis unsere idiotischen Politiker diesen Irrsinn auch bei uns propagieren? Das ist doch ein Grund, die eigenen Kinder von den staatlichen Schulen zu nehmen und auf – wirklich – christliche Schulen zu schicken oder gleich selbst zuhause zu unterrichten; bei uns in Deutschland leider nicht möglich. Da haben die Kommunisten schon vorgesorgt. Bei Politikern vom Schlage eines Cohn-Bendit kein Wunder.

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