Willanders – Rechts vor Links

1. Februar 2017

Ich bin der Martin

Wir können nun in Echtzeit beobachten, wie mit dem Martin Schulz eine extrem unsympathische Gestalt zu einem Sympathieträger und somit zu einem Stimmenfänger umgebaut werden soll. Eine Huldigung jagt die nächste, Talkshowaudienzen im Tagesrhythmus; neben vielen anderen Fragen, wird im September auch die Frage beantwortet werden, wie dumm der deutsche Michel ist, dass er auf dieses peinliche Schmierentheater reinfällt. Wer wählt eine Partei, die so ein Kasperletheater als Politik verkauft? Wie dumm muss man sein als Politmanager, sich so eine Figur als Wählerfang auszudenken?

Und so ist auch dieser Blogbeitrag von den Kollegen bei philosophia-perennis mehr als notwendig, um sich die Wahrheit über den Spitzenkandidaten der SPD vor Augen zu halten.

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14. Mai 2013

Schmidt, hättest du nur deine Schnauze gehalten…

Sonntag, 5. Mai 2013

Gerade Helmut Schmidt bei Beckmann gesehen. Schmidt, den ich damals in den 70ern vergöttert habe. Jetzt sehe ich, wie auch er nur blendet, sich in Widersprüche verwickelt (wir hätten zu wenig Menschen mit Fachwissen über Ökonomie in der Politik, aber die Partei, mit dem weitaus grössten Ökonomie-Wissen weltweit, die AfD, mache ihm Sorgen!). Die Deutschen würden „so hohe Handelsüberschüsse“ erwirtschaften, da sei es Pflicht, die maroden Haushalte anderer Länder zu retten. Und wenn die Deutschen dagegen sind, dann nur dank der deutschen Medien, die die Leute aufwiegeln. Und warum tun sie das? Na, weil die Medienleute null Ahnung von „diesen so komplexen wirtschaftlichen Zusammenhängen“ hätten. Wie viel Ahnung der weltgrösste Weltökonom der Welt hat, zeigt beispielhaft ein Zitat von vielen aus dem Mund des einzigen Menschen auf diesem Planeten mit Durchblick: »Die Stabilität des Euro nach außen, gegenüber anderen wichtigen Währungen, wird größer sein, als es die der Deutschen Mark bisher war. Das ist zurückzuführen auf das größere Volumen der neuen Währung.« Ende des Zitats. Der ewiggestrige Wehrmachtssoldat Schmidt hat nicht mitgekriegt, dass seit Stalingrad 70 Jahre vergangen sind.

Die grösste Gefahr stellt für ihn… nein, nicht der Mohamedanismus, der überall in der Welt mordet, vergewaltigt und brandschätzt, wo er nur auftritt, nein, das Gefährlichste in der Welt ist der “Messianismus der Amerikaner”, die allen Leuten sagen wollen, was das Beste ist. Und nichts, absolut nichts mit Messianismus haben Schmidts prophetischen Worte von der „Notwendigkeit eines Sozialstaates, die USA und China in wenigen Jahrzehnten auch einsehen werden“. Er darf, die anderen nicht. Typisch Linker. Über China hat er Wissen auf dem Niveau eines Erstsemesters der Sinologie, aber spielt sich als China-Experte auf, nur weil er Mao und Deng die Hand geschüttelt hat. Und das Händeschütteln mit einem Massenmörder, nein, mit dem grössten Massenmörder des 20. Jahrhunderts, hat absolut nichts mit Macht- und Öffentlichkeitsgeilheit zu tun. Rein gar nichts. (more…)

Heute, im Irrenhaus Deutschland

Mittwoch, 9. Mai 2013

Vorgestern in hart aber fair hat Plasberg Prof. Lucke von der Alternative für Deutschland (AfD) vorgeworfen, dass er Professor ist, Professor der Ökonomie! „Sind Sie sich darüber im Klaren, wie Ihre professorale Art beim Wähler ankommt?“, fragte der dämliche Plasberg. Im Hintergrund das Gruselkabinett der  dümmlich grinsenden Fratzen von abgebrochenen Studenten der Geschichte der italienischen Oper, der linken Soziologie, der Koksologie und anderen nutzlosen Gestalten, die heutzutage in ihrer Arroganz und masslosen Selbstüberschätzung über das Schicksal Europas entscheiden und ihre gequirlte Scheisse dazu absondern. Ist das nicht unglaublich? Plasbergs Frage sagt mehr aus über den geistigen Zustand der deutschen Politik und über Deutschland, als ganze Bibliotheken voller soziologischer Studien. Da kommt mitten in der schlimmsten wirtschaftlichen Krise eine Partei voller Wirtschaftsprofessoren, und genau diese Ballung des Fachwissens wird als Argument gegen sie verwendet.

Gekrönt war dieser gefährliche Unsinn von der Einspielung eines Videos der NPD, in dem die AfD gelobt wird. Und aus diesem Mist wollte das Arschloch Plasberg Professor Lucke den Strick drehen, und das Gruselkabinet neben Professor Lucke kriegte einen Orgasmus vor Begeisterung, auch der Wichser Friedman, diesmal wohl ohne Koks. Wenn es noch eines Beweises bedürfte, dass heute ein grosses Maul, grenzenlose Unverschämtheit und eisenbestücke Ellbogen als Voraussetzungen für starke Medienpräsenz und damit automatisch für eine grosse politische Karriere genügen, dann wurde er heute – wieder – erbracht. Intelligenz, Fleiss, Integrität und harte Arbeit waren gestern, heute regieren Eliten aus Wowereits, Merkels, Roths und anderes Getier, das in Gefilden haust, wo niemals die Sonne hineinscheint.

Deutschland einig Irrenhaus. Vielleicht hatte Dieter Müller von der Blauen Narzisse recht, als er neulich schrieb: „Und das wollt ihr retten? Wirklich?! Da draußen wartet keine deutsche Nation auf ihre Rettung! Da warten Millionen auf das nächste Special bei McDonald`s, den nächsten Unterwäschewerbespot, den nächsten Fäkalwitz im Internet oder TV. Das war’s ! Und das betrifft nicht die Unterschicht allein.“ Sie schlafwandeln weiter im urdeutschen romantischen Pazifismus. Sie verbringen ihre Tage in ihren vergoldeten Käfigen, wundern sich bisweilen allerdings über ihre konstante Unzufriedenheit. Und es bestätigt sich der alte Spruch: Jedes, aber wirklich jedes Volk kriegt die Politiker, die es verdient. Und für die wenigen anderen, die Wachen, stellt sich die Frage: Irrenanstalt oder Ausland? Traurig aber leider wahr: Diese beiden Destinationen sind für einige Deutsche wieder die einzigen Alternativen.

22. Oktober 2010

Deutsche Willkommenskultur

Filed under: demographie,Integration,politik,steuern — willanders @ 08:08
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Knapper Artikel von Gunnar Heinsohn in der FAZ. Kürzer und präziser kann man diese Misere nicht auf den Punkt bringen! Man fragt sich aber nach dem Lesen, bräuchte Deutschland überhaupt Zuwanderung, wenn es diese sechs Zumutungen beseitigen würde? Der Blogbetreiber treibt sich seit vielen Jahren in der Welt herum und macht die Erfahrung, dass er immer weniger gefragt wird nach Deutschland als eventuellen Wohnort für Einwanderer. USA, Kanada, Australien ja, aber Deutschland? Mein Land wird immer weiter nach unten durchgereicht wenn es um Attraktivität für junge, fähige, gut ausgebildete Menschen geht. Wer geht schon freiwillig in ein Land mit schlechtem Wetter, miesgelaunten Menschen, um dann noch einen Grossteil seines Einkommens für Mitbewohner auszugeben, die ihn dafür hassen und womöglich umbringen, wenn er abends von der Arbeit nach Hause fährt.

 

 

Qualifizierte Zuwanderung

Willkommen in Deutschland!

Der teuerste Sozialhilfesektor der Welt, die Versorgungslast einer vergreisenden Bevölkerung und dann auch noch Deutsch lernen: Auf qualifizierte Zuwanderer warten in Deutschland mehr Zumutungen als Versprechen.

Von Gunnar Heinsohn

Aus dem knappen internationalen Angebot an Hochqualifizierten will Deutschland jährlich nicht nur rund tausend, sondern alsbald viele hunderttausend für sich gewinnen. Will man mit Australien gleichziehen, das bei einer Bevölkerung von 22 Millionen im Jahre 2009 mehr als 300.000 Neubürger hereinholte, so müssten es bei uns im Verhältnis mehr als eine Million sein. Aufgrund des Durchschnittsalters von 37 Jahren gegenüber 44 in Deutschland sähe die australische Bilanz aber immer noch besser aus. Wollte man mit Kanada gleichziehen, das bei 34 Millionen Einwohnern und einem Durchschnittsalter von vierzig Jahren 2009 rund 250.000 Einwanderer anwarb, müssten wir immer noch 600.000 Asse anlocken.

Wie sieht bisher die Willkommenskultur für solche Scharen aus? Was kann man ihnen anbieten?

1) Die Zuwanderer müssen den relativ größten Sozialhilfesektor der Welt finanzieren, weil jeder legal und einkommenslos in Deutschland Lebende unbegrenzt und menschenwürdig von den Mitbürgern bezahlt wird.

2) Sie müssen in Deutschland den teuersten Renten- und Pensionssektor der Welt finanzieren.

3) Sie kommen in den Staat mit dem unter entwickelten Nationen höchsten Anteil an Jugendlichen ohne Ausbildungsreife (22 bis 25 Prozent), die sie nicht nur versorgen, sondern deren Zorn sie auch gewärtigen müssen.

4) Sie behalten deshalb von ihrem Verdienst nur 45 Prozent in der Tasche gegenüber mehr als siebzig Prozent bei den Angelsachsen.

5) Sie können aufgrund dieser Last und des Umstands, dass sie in das – neben Japan – am längsten schon vergreisende Land der Erde gelangen, für sich selbst keine passable Altersversorgung aufbauen.

6) Sie müssen neben dem Englisch, das sie als Hochqualifizierte ohnehin können und sie für die Anglo-Welt bestens rüstet, auch noch Deutsch lernen.

Wenn am Flughafen dann „Warum ist es am Rhein so schön?“ gespielt und eine Flasche Liebfrauenmilch entkorkt wird, kann das gewiss manchen Fremden mit Rührung erfüllen. Aber wird die ausreichen, um nach Dortmund/Westfalen statt nach Portland/Oregon zu streben? Es stimmt schon, dass sich bei einer Integration beide Seiten einbringen müssen. Aber was tut die Bundesrepublik bisher, um diese sechs Zumutungen für ein gelingendes Beieinander zu überwinden?

Gunnar Heinsohn lehrt Sozialwissenschaften an der Universität Bremen.

6. September 2010

Thilo goes to Hollywood

Ihr könnt mich alle am Arsch lecken!

Ich laß mir das nicht mehr länger gefallen!

24. August 2010

Das Gott-Wort der Guten

Filed under: freiheit,staat,steuern — willanders @ 12:20
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Ein hervorragender Essay von Michael Klonovsky vom 2. August 2010 im FOCUS:

Die mittelalterliche Scholastik operierte mit mehreren Gottesbeweisen. Einer davon war der sogenannte ontologische, der, vereinfacht gesagt, lautet: Wenn der Begriff Gott existiert, dann muss auch ein Etwas namens Gott existieren. Außer ein paar Entrückten hat freilich niemand Gott jemals geschaut. Ähnlich verhält es sich mit der sozialen Gerechtigkeit: Sie existiert als Begriff, also muss es sie geben, obwohl niemand, mit Ausnahme vielleicht von Rita Süssmuth, eine Ahnung hat, was sich genau dahinter verbirgt. Dennoch taucht die Formulierung in sämtlichen hiesigen Parteiprogrammen auf, kein Politiker darf auf diese Floskel verzichten. Soziale Gerechtigkeit als das Staatsziel Nummer eins zu leugnen wäre für eine politische Karriere ähnlich tödlich wie die Leugnung der Göttlichkeit Christi im Mittelalter. Folglich gehört sie auch zum Standardvokabular jeder Interessengruppe, die finanzielle Vergünstigungen oder anderweitige Privilegien fordert.

Dabei ist der Begriff zunächst einmal ein weißer Schimmel. Gerechtigkeit wäre, wenn sie existierte, per se sozial (more…)

2. Juni 2010

100 Meter Anlauf für zwei Meter Sprung – Herzogs Ruck-Rede

Filed under: demographie,freiheit,politik,staat,steuern — willanders @ 17:58

Bin gerade über die Ruck-Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog gestolpert, und weil sie zeitlose Weisheiten enthält, stelle ich Teile davon hier rein.  Was ich bisher nicht wusste: Er hat sie gehalten unter dem frischen Eindruck seiner Reise nach Asien. Seit der Rede sind 13 Jahre vergangen. Welche Auswirkungen hatte sie auf das real existierende Deutschland? Sind die Deutschen mutiger, dynamischer seitdem geworden? Setzen wir uns mehr für die Demokratie ein? Gehen wir auf die Strasse bei erkannten Missständen? Ist Europa stabiler, friedlicher geworden?

Haben die Politiker die Hauptprobleme – Geburtenrückgang, Arbeitslosigkeit, Unbezahlbarkeit der Sozialsysteme, Schuldenberge, Einwanderung von Mohammedanern – angepackt? Hat die Bürokratie sich abgebaut? Haben seitdem freiheitliche Parteien an Einfluss gewonnen? Hat sich der Staat aus immer mehr Bereichen zurückgezogen? Hat er die Gesetzesflut eingedämmt? Die Steuern gesenkt? Sie die Renten immer noch sicher? Und die Gesundheit – kriegen wir mehr für unser Geld? Spielt Deutschland – mit seinen bildungsfernen Einwanderern aus Anatolien – im weltweiten Wettbewerb um Wissen in der ersten Liga?

Als ich klein war, da sagte meine Grossmutter, in Deutschland da kannst auf der Strasse ein Ei rollen, es wird nicht kaputt gehen, und nach deutschen Zügen kannst deine Uhr stellen. Wie sehen unsere Strasssen aus, unsere Schulen? Und wie oft noch kommt die Bahn pünktlich? Herzog glaubt an die Jugend, ihr sieht er die einzige Chance – aber wo gibt es die Jugend? Wer kriegt heute noch Kinder in Deutschland? Sind es die gebildeten Deutschen oder eher die Analphabeten aus Anatolien und dem Maghreb? Ich wünschte ich hätte auch Herzogs Zuversicht, um aus vollem Herzen sagen zu können: Die besten Jahre liegen noch vor uns!

Berliner Rede 1997 – Aufbruch ins 21. Jahrhundert

Bundespräsident Roman Herzog, 26. April 1997,

In Berlin wird Zukunft gestaltet. Nirgendwo sonst in unserem Land entsteht soviel Neues. Hier spürt man: Wir können etwas gestalten, ja sogar etwas verändern. Einen neuen Aufbruch schaffen, wie ihn nicht nur Berlin, sondern unser ganzes Land braucht. Ich wünsche mir, daß von dieser Berlin-Erfahrung Impulse auf ganz Deutschland ausgehen. Denn was im Laboratorium Berlin nicht gelingt, das wird auch in ganz Deutschland nicht gelingen.

Ich komme gerade aus Asien zurück. In vielen Ländern dort herrscht eine unglaubliche Dynamik. Staaten, die noch vor kurzem als Entwicklungsländer galten, werden sich innerhalb einer einzigen Generation in den Kreis der führenden Industriestaaten des 21. Jahrhunderts katapultieren. Kühne Zukunftsvisionen werden dort entworfen und umgesetzt, und sie beflügeln die Menschen zu immer neuen Leistungen.

Was sehe ich dagegen in Deutschland? Hier herrscht ganz überwiegend Mutlosigkeit, Krisenszenarien werden gepflegt. Ein Gefühl der Lähmung liegt über unserer Gesellschaft.

Dabei stehen wir wirtschaftlich und gesellschaftlich vor den größten Herausforderungen seit 50 Jahren: 4,3 Millionen Arbeitslose, die Erosion der Sozialversicherung durch eine auf dem Kopf stehende Alterspyramide, die wirtschaftliche, technische und politische Herausforderung der Globalisierung.

Lassen wir uns nicht täuschen: Wer immer noch glaubt, das alles gehe ihn nichts an, weil es ihm selbst noch relativ gut geht, der steckt den Kopf in den Sand.

Ich will heute abend kein Blatt vor den Mund nehmen, sondern die Probleme beim Namen nennen. Was ist los mit unserem Land? (more…)

25. Januar 2010

Deutschlands Heilige Kühe – heute: Alleinerziehende

Neben „Homosexuellen“, „Menschen mit Migrationshintergrund“ – womit nur Türken und Araber gemeint sind – und „Hartz4-Empfängern“ sind „Alleinerziehende“ ein weiteres Millionenheer von „Opfern“, um die sich eine florierende Betreuungsindustrie „kümmert“, und zwar so, dass dieses Heer – wie übrigens die anderen – nicht etwa kleiner wird, sondern seit Jahrzehnten beständig wächst und für lukrative Einnahmen bei den Mitgliedern der Helferschwadronen sorgt. Um so dankbarer bin ich für jeden Beitrag, der den Skandal, für den jeder Steuerzahler aufkommen muss, aufdeckt. Nur so kann sich das öffentliche Bewusstsein ändern und hoffentlich herrscht eines Tages in Deutschland der gesunde Menschenverstand… Na gut, träumen darf man noch…

Ein Beispiel für die Ungerechtigkeit in diesem System, die hier nicht erwähnt wurde: Betreuungskosten für Kinder von Alleinerziehenden zum Beispiel können schon seit 1986 steuerlich abgesetzt werden. Allerding können die Unterhaltskosten – von meist Vätern – nicht „steuerlich geltend“ gemacht werden. Was eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit ist.

Also hier der FAZ-Artikel:

Alleinerziehende – Die Hätschelkinder der Nation

Von Rainer Hank und Georg Meck

Die Regierung legt vor, Kerstin F. muss folgen. „Die Politik hat die Alleinerziehenden zu ihrem Lieblingsthema gemacht“, sagt sie. Kerstin F. ist Einkäuferin bei der Bundesanstalt für Arbeit. Fördermaßnahmen für Mutter und Kind kauft sie ein: Prävention, Coaching, Stabilisierung, Aktivierung – stets zum Nutzen der Alleinerziehenden. Und finanziert vom Steuerzahler.

Frau und Technik, Frau und Organisation, Frau und Kommunikation: Angebote, die das Los der Alleinerziehenden (zu 95 Prozent Frauen) mildern sollen. 60 Millionen Euro hat die Regierung für solche Maßnahmen ausgelobt, „innovative Konzepte“ in 79 Pilotprojekten. Alleinerziehende sind ein großes Geschäft – zumindest für die Wohltäterindustrie von Kirchen, Gewerkschaften, Arbeitgebern oder „freien“ Unternehmen.

Eine Erfolgsstory

„Alleinerziehend – alleingelassen.“ So tönt es quer durch alle politischen Parteien und Verbände. Dabei ist nichts so falsch wie dieser Satz. Alleinerziehende mögen arm oder traurig sein, von der Gesellschaft alleingelassen sind sie nicht. Im Gegenteil: Sie sind die Hätschelkinder des Wohlfahrtsstaates.

Und das nicht erst seit gestern. Niemand belegt das besser als die Lobbyisten, die sich schon vor mehr als vierzig Jahren organisiert haben. „Alleinerziehend sein ist eine Erfolgsstory“, sagt Edith Schwab. Sie ist Chefin des „Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter“. Als man 1967 als „Verband lediger Mütter“ anfing, mussten sich die Frauen noch als „sittenlose Weiber“ beschimpfen lassen. Doch schon vier Jahre später wurden die Funktionärinnen vom damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann geladen und hoffähig gemacht.

Gruppe der Alleinerziehenden wächst stetig

Danach ging alles ganz schnell. Das altmodische Unehelichenrecht wurde reformiert, das Scheidungsrecht entmoralisiert und finanzielle Nachteile systematisch ausgemerzt. Betreuungskosten für Kinder von Alleinerziehenden zum Beispiel können schon seit 1986 steuerlich abgesetzt werden. (more…)

20. November 2009

Wollen wir umverteilen bis zum Umfallen?

Filed under: freiheit,politik,staat,steuern — willanders @ 14:18
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Ein hervorragender grundsätzlicher Kommentar zum – neben der Islamisierung  – dringendsten Problem des deutschen Staates:

von Andrea Seibel, erschienen in der WELT am 17. Oktober 2009

Der Druck des Wohlfahrtsstaates hat aus Menschen Steuerbürger gemacht, die sich allzu fatalistisch seinen Ansprüchen fügen, so als sei der Staat Naturgesetz. Dabei gibt der Bürger Geld und damit auch Freiheit in die Hände des Staates. Der jedoch glaubt, eine generelle Einzugsermächtigung für unsere Konten zu haben.

Was macht ein gutes Leben aus? Man hat Arbeit, Familie, kümmert sich um die Kinder und deren Ausbildung und trägt als Bürger zum Wohle des Gemeinwesens bei. Wie schön muss es in einem solchen Land sein, in dem die Freiheit und das Engagement (man nenne es auch ruhig Leistung und Eigenverantwortung) des Einzelnen gewürdigt werden und wo eine gute Regierung dafür sorgt, dass dies auch so bleibt? Staat entsteht aus dem Zusammenspiel freier Menschen. Sie entscheiden über zentrale Belange ihres Lebens, der Staat fügt diese Belange zu einem Ensemble des Gemeinwohls.

Aber wo ist diese unsere Freiheit geblieben? Aus dem Freiheitsstaat ist ein Sozialstaat geworden, ein Staat, der immer nur nimmt, um umzuverteilen, ein Staat, der klammert, der den Bürger nicht in Ruhe lassen will, sondern beschützen, lenken und bevormunden (more…)

4. September 2009

Wer nichts versteht, muss alles glauben

Ein knapper, prägnanter Beitrag von Konrad Adam auf Deutschlandradio Kultur von heute

konradadam

Der Steuerstaat –  von Konrad Adam

Wenn man den Verlautbarungen der Parteien glauben darf, ist der selbstverantwortliche und eigenständige Bürger das Leitbild ihrer Politik. Aber soll man ihnen glauben? Wohl lieber nicht, die Wirklichkeit sieht doch ganz anders aus.

Tatsächlich begünstigen die Parteivertreter das Gegenteil von dem, was sie im Wahlkampf predigen. Initiative und Eigenverantwortung werden von ihnen zwar gefordert, aber nicht belohnt; gefördert und prämiert wird umgekehrt der Hintersasse, der nach dem Staat als seinem Vormund ruft. Abhängige lassen sich eben leichter lenken als unabhängige Menschen, und weil die Parteien den Bürger binden, gängeln, an Leine nehmen wollen, machen sie ihn abhängig. (more…)

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