Willanders – Rechts vor Links

10. Februar 2017

Kellog’s – oder wie man politisch inkorrekt einkauft

In den USA zeigen die Fälle von Kellog’s und Target gerade, dass die Konsumenten dort als Gruppe einen gewaltigen politischen Einfluss haben.

Wie hierzulande im Fall von Achse des Guten und TichysEinblick hat auch dort eine obskure linke Medienagentur Unternehmen dazu aufgerufen, ihre Werbung von der konservativen Online-Zeitung Breitbart zurückzuziehen, um diese finanziell auszutrocknen. Diese Webseite hat sehr aktiv Trump im Wahlkampf unterstützt, ihr ehemaliger Chefredakteur Steve Bannon ist inzwischen wohl der wichtigste Berater Trumps.

Eine der Firmen, die diesem Werbeboykott sehr willig folgte und diesen Schritt auch laut und breit kommunizierte („Breibart und seine Leser representieren nicht die Werte, für die Kellog’s eintritt“) , war der Cornflackeshersteller Kellog’s. Dessen Führung hat sich auch – in sicherer Erwartung eines Wahlsieges von Clinton – sehr deutlich politisch auf der Seite von Clinton positioniert. Nachdem Kellog’s Entscheidung bekannt wurde, hat Breitbart ihre inzwischen 45 Millionen monatlichen Besucher zum Boykott von Kellog’s Produkten aufgerufen. Eine diesbezügliche Petition haben eine knappe halbe Million Menschen unterschrieben.

Kellog’s Aktie hat in der Folgezeit stark nachgegeben, die Markenrezeption unter den Konsumenten hat laut Experten einen deutlichen Schaden genommen. Und diese Woche hat Kellog’s die Schliessung von 39 Distributionszentren bekannt gegeben. Breitbart schätzt, dass dadurch etwa 1.200 Vollzeitjobs verloren gehen werden. Es wird sich zeigen, wie lange sich der linke Vorstand von Kellog’s halten kann.

Target, der hinter WalMart zweitgrößte Einzelhandelsriese der USA, wird derzeit mit einem ähnlichen Kundenprotest konfrontiert. Auslöser war die Ankündigung der Geschäftsführung im April 2016, überall in den 1.803 Shoppingzentren in den USA die Geschlechtertrennung in den Toiletten und den Umkleideräumen aufzuheben und diese Räumlichkeiten für „alle Geschlechter“ nach Belieben zur Benutzung freizugeben.

Kurs der Targer-Aktie seit der Bekanntgabe der Toilettentrennung

Kurs der Targer-Aktie seit der Bekanntgabe der Toilettentrennung

Was folgte, war ein formidabler Shitstorm; die Target-Aktie fiel seit der ominösen Klo-Ankündigung von 83 US-Dollar auf unter 65, der Aktienwert von Target verlor an der WallStreet 10 Milliarden US-Dollar. Diese Woche gab die Firmenleitung die sofortige Aufgabe von zwei, seit langem laut angekündigten, „Prestigeprojekten“ bekannt. Das eine Projekt war ein ultramoderners Shoppingzentrum der Zukunft, bedient überwiegend von Robotern; das andere war eine innovative Online-Marktplatform. Diese Entscheidungen zeugen von der Panik des Vorstands: Von den abrupten Projektenden erfuhren die jeweiligen Projektleiter aus den Medien. Diese Projektaufgaben wurde durch „das übliche Auf und Ab im Geschäftsleben“ begründet; vom Ende des Toilettenfreigabe kein Wort. Auch hier wollen wir mal sehen, wie lange die Aktionäre sich die fehlende Vernunft des Vorstands noch in Ruhe ansehen werden. Man braucht nur die Kommentare unter jeweiligen Artikeln lesen, dort kann man ungefiltert Volkes Stimme deutlich vernehmen, um die Lebensdauer der Toilettenfreigabe ungefähr einzuschätzen.

An diesen beiden Beispielen sehen wir, welche – auch politische – Macht die Konsumenten haben. Denn es ist auch dort so, dass das Geld am lautesten spricht. Erst wenn der Geldbeutel leidet, schalten manche ihr Gehirn ein, oder werden von anderen dazu gezwungen.

Es zeigt sich auch, wie notwendig ein großes Medium auf der konservativen Seite in Deutschland ist. Ein Medium, das die anti-deutschen Machenschaften von Firmen, Politikern und Organisationen dem breiten Publikum bekannt macht. Ein Medium, das zugleich auch die kleinen Meinungsrinnsale zu einer mächtigen Strömung bündeln kann, ein Medium, das den falschen Eindruck korrigiert, mit seiner Meinung alleine dazustehen. Ein Eindruck, der von den Staatsmedien der BRD nur allzu gerne kolportiert wird. Dieses Medium muss aber auch den Mut und die Bereitschaft haben, sehr schnell und heftig mit Boykottaufrufen zu reagieren.

Wie das alles funktioniert, wie man den Kampf gegen die schier übermächtigen Massenmedien führen und gewinnen kann, kann man am Breitbarts Erfolg sehr gut studieren.

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