Willanders – Rechts vor Links

11. November 2016

53 Prozent der weißen Frauen stimmten für Trump

women4trump153 Prozent der weißen Frauen gaben ihre Stimme Donald Trump. Das ist für mich die erstaunlichste Zahl der US-Präsidentenwahl 2016. Das muss man erst einmal sacken lassen. Da kandidiert eine hochkompetente PolitikerIn, die praktisch ihr gesamtes Leben in irgendwelchen politischen Ämtern verbracht hat. Weltbekannt, sicher auf jedem Parkett der Welt, absoluter Liebling der Medien. Sie hat ihr gesamtes Leben auf diesen Augenblick hingelebt, hingearbeitet, hingelitten. Ihr Ehrgeiz war einzig und alleine auf dieses Ziel ausgerichtet. Sie hat sich von praktisch allen US-Medien zu einer Ikone des Feminismus hochschreiben lassen, wurde demonstrativ von ihrem Ehemann, dem Ex-Präsident, unterstützt.

Auf der anderen Seite ein superreicher Lebemann, der sich damit brüstet, dass er jede Frau haben kann, und ihr beliebig an die Wäsche und noch weiter gehen kann, wenn er nur will. Ein Mann, der das Scheidungsrecht zugunsten von Männern ändern, die Abtreibungen erschweren, die Obamacare-Krankenversicherung zurücknehmen will, der keinen blassen Schimmer über die Elternzeit-Gesetze in seinem Land hat, und der in seinem gesamten Leben im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit keinen Zweifel daran gelassen hat, dass er Frauen auschließlich nach dem Aussehen beurteilt.

Und dann schaut mehr als die Hälfte der weißen Frauen auf diese höchstkompetente Kämpferin für die Frauenrechte und sagt sich: Zum Teufel mit dieser Schlampe! Was für eine schallende Ohrfeige für jede seit Jahrzehnten ach so hart kämpfende Emanze! Was für eine Niederlage für den Feminismus!

Respekt für die Vernunft und Intelligenz der weißen Amerikanerinnen, die einfach die Schnauze voll haben, ständig als Opfer des bösen, weißen, alten Mannes dargestellt zu werden. Die es leid sind, für ihre Mutterschaft, Familiensinn und eheliche Treue von irgendwelchen Pop- und Hollywoodstars und anderen Karrierefrauen von oben herab als Versagerinnen angesehen zu werden. Ich denke, dass die weißen Amerikanerinnen einfach die Schnauze vom Feminismus und Gender voll haben. Sie wollen nicht mehr, dass ihre Männer, Väter, Söhne, Brüder als Monster dargestellt werden. Sie wollen nicht mehr, all die anderen: Schwule, Schwarze und andere farbige Exoten als per se besser anerkennen zu müssen.

Die weißen Wählerinnen haben entschieden, dass die Verteidigung ihrer Rolle als Weiße in der amerikanischen Gesellschaft die oberste Priorität bekommt. Sie weigerten sich einfach, die Lüge von white privilege – das ist die amerikanische Variante der Nazi-Keule – zu glauben, und sind nicht mehr bereit, von einer abstrakten Schuld gebeugt, als weiße Frau vor jedem mit einer anderen Hautfarbe rumzukriechen. Sie sagten sich einfach: Meine Stimme gehört mir, und ich gebe sie einem weißen Mann. Und das ist gut so.
Es ist für mich eines der ermutigendsten Zeichen aus dieser Wahl. Hoffentlich wachen auch die weißen Europäerinnen und erkennen, wo ihre wahre Heimat und Bestimmung ist.

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1 Kommentar »

  1. Hat dies auf volksbetrug.net rebloggt.

    Kommentar von feld89 — 11. November 2016 @ 22:27 | Antwort


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