Willanders – Rechts vor Links

5. Dezember 2015

Deutsche ohne Sinn und Verstand. Wieder einmal.

Filed under: politik,staat — willanders @ 14:55
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Nach einer Adhoc-Erklärung für die Massenhysterie der Deutschen angesichts der „Flüchtlinge“ gesucht.

bildaffe

Es fällt mir nämlich auf, dass die Deutschen schon wieder die Wirklichkeit anders empfinden und gänzlich andere Schlüsse daraus ziehen als der Rest. Während die anderen für den Umgang mit den offensichtlichen Fakten Logik und Algebra, kurz: den Verstand benutzen, wischen die Deutschen so etwas als Herzlosigkeit und Rassismus vom Tisch und ersetzen kurzerhand das Denken durch Moral. Dass diese Moral, unter Hochdruck in die Politik und in die Medien gepumpt, das rationale Urteilsvermögen ausspüllt, sowie das Land von Recht und Gesetz, von Gerechtigkeit, Tradition, Glauben und Freiheit porentief reinigt, merken sie nicht einmal.

Dermaßen moralisch aufgeputscht, empfinden sie sich als die einzig Guten. In ihrem Gutsein-Wahn nehmen sie nicht wahr, dass sie dem Rest der Welt wieder Angst machen. Die Welt versteht die Deutschen nicht, die Deutschen dagegen verstehen die Welt nicht mehr und fühlen sich dazu noch unverstanden. Die einzige Erklärung für dieses Dilemma, die mir spontan einfällt, geht so: Die Deutschen brauchen stets jemand, der unter ihnen steht, einen den sie bemüttern und zugleich verachten können. Vielleicht brauchen die Deutschen so eine Konstellation mehr als andere, wer weiß.

Ergo: Die Deutschen sind unverbesserliche und notorische Rassisten. Und zwar gerade der Teil der Deutschen, der sich für links, liberal und antifa – für eben anti-rassistisch – hält. Eine Horrorvorstellung für dieses rot-grüne Millieu besteht darin, dass ihnen diese „Opfer“ ausgehen, indem sie sich beispielsweise in die Gemeinschaft einbringen, einen Job finden, Deutsch lernen, die Kinder zur Schule schicken, kurz: sich integrieren. Das darf auf keinen Fall passieren. Denn dann stünden diese Übergutmenschen plötzlich da wie eine Gluckenmutter, deren Kinder ausgezogen sind, und die jetzt nicht mehr weiß, was sie mit ihrem neuen Lebensabschnitt plötzlich anfangen soll. Apropos Mutter: Vielleicht ist dieses Verhalten auch mit der Kinderlosigkeit der überwiegend alleinstehenden Frauen, die dieses Milieu dominieren, zu erklären. Mit „Flüchtlingen“ und anderen „Opfern“ füllen sie ihr seelisches Vakuum.

Diese Deutschen brauchen dann eben ihre „Flüchtlinge“. Ihrer früheren Mündel – Arbeitslose, Frauen, Behinderte, Schwule, Arbeiter, Behinderte, Knastis, die Liste lässt sich endlos fortsetzen – haben sie sich inzwischen schnell und erbarmungslos entledigt. Diese haben eben ausgedient und werden nicht mehr gebraucht. Auch den „Flüchtlingen“ droht irgendwann dieses Schicksal. Das Leben ist eben hart. Die Rotgrünlinken benutzen Menschen nämlich wie Kinder ihr Spielzeug. Schnell gelangweilt landet das neue Spielzeug schnell in der Ecke. Ein neues muss her.

Die Deutschen – ich fühle mich hier nicht angesprochen – sind einzigartig in gewisser Hinsicht. Ich beobachte diese Massenhysterie genannt Willkommenskultur und mir fällt dabei abermals auf, dass die Deutschen sehr leicht das Maß verlieren. Sie neigen dazu, alles, egal um was es sich handelt, zwanghaft mit deprimierender, uhrwerkartiger Gründlichkeit bis zu oft bitterer Endlösung durchzuziehen. Bei diesem blinden, maschinenhaften Bemühen versuchen sie sich auch noch gegenseitig zu übertreffen. Sie sind Streber in allem, im Guten wie im Schlechten. Nehmen wir ein anderes Beispiel, aus einer anderen Gegend, aus einer anderen Zeit. Als die Menschen im ganzen Ostblock schon nur noch so taten, als ob sie arbeiteten, blieben die DDR-Deutschen nach wie vor unangefochten die weltweit produktivsten kommunistischen Ameisen.

Denn dem Deutschen fehlt es häufig an fundamentaler Vernunft. Verwaltungstechnisch schaffen es die Deutschen vielleicht, wenn alles gutgeht, mehrere Millionen Asylbewerber ordnungsgemäß zu registrieren, ihnen ein Dach über dem Kopf zu organisieren und sie zu ernähren. Aber wo ist das Ziel eines solch unsinnigen Kraftaktes? Diese fundamentale Frage, die am Anfang allen Bemühens stehen muss, diese Frage stellen sich wohl die wenigsten Deutschen. Der Deutsche will nämlich eine Sache um ihrer selbst willen erledigen, koste es was es wolle. Er kann nichts unerledigt lassen, keine Aktion vorzeitig beenden auch wenn er erkennt, dass der Abschluss ihn teuer zu stehen kommt. Alles zieht er durch, bis zum bitteren Ende. Er kann keine Widersprüche aushalten, kein Sowohl-als-auch. Blind für jede Angemessenheit ist der Deutsche in seiner tunnelförmig verengten Wahrnehmung nur noch zum Entweder-oder fähig. Er verbeißt sich zu leicht ins Detail, das er versessen versucht zu perfektionieren, und verliert dabei oft den Blick für das, was die Amerikaner „the bigger picture“ nennen.

Aus dieser Unfähigkeit entstanden und entstehen gerade wieder unzählige persönliche wie größere Katastrophen. Für den Deutschen ist es nicht genug, Menschen in echter Not angemessene Hilfe angedeihen zu lassen. Nein! Er macht seine Grenzen für jeden auf und fordert die ganze Welt auf zu kommen und an allem zeitlich wie materiell unbegrenzt teilzuhaben. Wenn schon denn schon. Wenn schon retten, dann doch gleich die ganze Welt!

Nicht nur ignoriert er dabei völlig die Tatsache, dass die Menschen in aller Welt angesichts der Nachrichten aus Deutschland fassungslos den Kopf schütteln, nein, unbeirrt fordert er in seiner Arroganz all die anderen auf, ihm alles nachzumachen, Ungehorsam droht er abzustrafen. Im unerschütterlichen Glauben an die Richtigkeit seines Tuns ist er blind für die Argumente der anderen. Die Vorstellung, dass es andere Sichtweisen auf das gleiche Phänomen geben könnte, hat keinen Platz in seiner inneren Welt.

Obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, Befehlsempfänger, ein Möchtegern-Held ohne jede Zivilcourage versucht der gewöhnliche Deutsche möglichst lange, die Fakten auszublenden, und wacht erst auf, wenn es schon zu spät ist für angemessene Maßnahmen. Er verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Und wenn er dann endlich aus seinem Schlaf erwacht ist, und begreift, dass er wieder mal zu spät kommt, schlägt er dann in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.

Und so zieht der Deutsche wieder einmal das übrige Europa schlafwandlerisch in seinen Strudel. Es bleibt zu hoffen, dass die anderen genug Widerstand aufbieten können, dem deutschen Sog zu widerstehen.

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2 Kommentare »

  1. Dann gehen Sie doch einfach, wenn Ihnen der Deutsche so zuwider ist. Ich empfehle die USA, da gibt es ähnlich reflektierte und analytische Menschen wie Sie, dann können Sie „nice and very big pictures“ malen. Ungarn soll aber auch schön sein.

    Achso, zu beachten ist natürlich in diesen Ländern, dass dort natürlich nicht jeder sozial schwache oder sonstwie Benachteiligte Mensch einfach so unterstützt wird, wie bei uns, die müssen schön sehen wo sie bleiben. Aber das betrifft Sie sicherlich nicht, ich gehe davon aus, dass Sie nicht nur zur geistigen, sondern auch zur sexuellen, finanziellen und körperlichen Elite unseres Landes zählen.

    Kommentar von Anonymous — 5. Januar 2016 @ 22:37 | Antwort

    • Ihren freundlichen Ratschlag „Gehen!“ habe ich bereits vor beinah zehn Jahren beherzigt, in die Tat umgesetzt – und seitdem keine einzige Minute bereut. Wobei ich in keines der von Ihnen empfohlenen Länder gegangen bin, obwohl wenn ich so recht bedenke… Ungarn wäre nicht schlecht, Polen inzwischen auch. Dabei fällt mir ein, dass die Sozialhilfe in den USA sich nicht wesentlich von der deutschen unterscheidet – ich lebe unter US-Amerikanern, wenn auch nicht in ihrer Heimat, und wir vergleichen stets Dinge aus unseren Ländern.

      Der Umfang der Yankee-Welfare ist ählich: Regelsatz, Miete, Extras wie Möbel; auch Smartphones gelten dort als notwendiger Bedarf, stellen Sie sich das vor! Allerdings gibt es da zwei, wesentliche, Unterschiede:
      Erstens, die Anwartschaft ist lang, für Ausländer beispielsweise beträgt sie etliche, in der Regel zehn Jahre. Und zweitens: Sie ist zeitlich begrenzt. Wer sein Lebenszeitkonto überschreitet, der hat bis an sein Lebensende keine Chance, auch nur einen Cent von der Welfare zu bekommen. That’s it.

      Kommentar von willanders — 6. Januar 2016 @ 09:07 | Antwort


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