Willanders – Rechts vor Links

14. Mai 2013

Schmidt, hättest du nur deine Schnauze gehalten…

Sonntag, 5. Mai 2013

Gerade Helmut Schmidt bei Beckmann gesehen. Schmidt, den ich damals in den 70ern vergöttert habe. Jetzt sehe ich, wie auch er nur blendet, sich in Widersprüche verwickelt (wir hätten zu wenig Menschen mit Fachwissen über Ökonomie in der Politik, aber die Partei, mit dem weitaus grössten Ökonomie-Wissen weltweit, die AfD, mache ihm Sorgen!). Die Deutschen würden „so hohe Handelsüberschüsse“ erwirtschaften, da sei es Pflicht, die maroden Haushalte anderer Länder zu retten. Und wenn die Deutschen dagegen sind, dann nur dank der deutschen Medien, die die Leute aufwiegeln. Und warum tun sie das? Na, weil die Medienleute null Ahnung von „diesen so komplexen wirtschaftlichen Zusammenhängen“ hätten. Wie viel Ahnung der weltgrösste Weltökonom der Welt hat, zeigt beispielhaft ein Zitat von vielen aus dem Mund des einzigen Menschen auf diesem Planeten mit Durchblick: »Die Stabilität des Euro nach außen, gegenüber anderen wichtigen Währungen, wird größer sein, als es die der Deutschen Mark bisher war. Das ist zurückzuführen auf das größere Volumen der neuen Währung.« Ende des Zitats. Der ewiggestrige Wehrmachtssoldat Schmidt hat nicht mitgekriegt, dass seit Stalingrad 70 Jahre vergangen sind.

Die grösste Gefahr stellt für ihn… nein, nicht der Mohamedanismus, der überall in der Welt mordet, vergewaltigt und brandschätzt, wo er nur auftritt, nein, das Gefährlichste in der Welt ist der “Messianismus der Amerikaner”, die allen Leuten sagen wollen, was das Beste ist. Und nichts, absolut nichts mit Messianismus haben Schmidts prophetischen Worte von der „Notwendigkeit eines Sozialstaates, die USA und China in wenigen Jahrzehnten auch einsehen werden“. Er darf, die anderen nicht. Typisch Linker. Über China hat er Wissen auf dem Niveau eines Erstsemesters der Sinologie, aber spielt sich als China-Experte auf, nur weil er Mao und Deng die Hand geschüttelt hat. Und das Händeschütteln mit einem Massenmörder, nein, mit dem grössten Massenmörder des 20. Jahrhunderts, hat absolut nichts mit Macht- und Öffentlichkeitsgeilheit zu tun. Rein gar nichts.

Schmidt will als der Meisterkoch der deutschen Politik in die Geschichtsbücher treten, aber er kocht auch nur mit Wasser, mit viel Wasser. Heute kommt er mir überwiegend peinlich vor. So ein Schmidt war für mich früher eine echte Autorität, heute weiß ich, dass auch er nur Teil der Desinformationsbranche ist, wenn auch einer, auf den leider viele hören. Er wettert gegen den „Messianismus der Amerikaner“, aber selber will er den deutschen „Sozialstaat“ in alle Welt tragen, nach Amerika, nach China, weltweit. Wieso können wir Deutsche nicht einfach unser Ding für uns machen, und ansonsten die Schnauze halten, in diesem Fall die Schmidt-Schnauze. Alle, die sehen wollen, sehen doch, dass der „Sozialstaat“ auf Dauer nicht funktioniert; nur auf Kosten der künftigen Generationen können die Steuerjunkies Wohlstand für alle finanziert werden. Es ist doch immer wieder ein Jammer sehen zu müssen, wie einstige Galionsfiguren wenig elegant ins Wasser plumpsen. Wieso können manche Leute nicht einfach abtreten auf der Höhe ihrer Zeit?

Die anderen Sozis sind auch nicht besser. Jetzt, Monate vor der Bundestagswahl werden ihre Parolen immer primitiver und immer schriller. Jetzt sollen die „Reichen bluten“ (Problem-Peer Steinbrück). Auch der Dümmste kann doch wissen, dass in keinem Staat, welcher die Reichen ausplünderte, es den Armen nachher besser ging als vorher. Alles andere ist unlogisch. Je mehr Geld die herrschende Bürokratenkaste „den Menschen draussen im Lande“ stiehlt, umso weniger davon kommt in den Wirtschaftskreislauf. Die „Reichen” haben ihr Geld schließlich nicht unter der Matratze liegen, sondern investieren es grösstenteils als Kapital, deswegen schließlich nennt man sie Kapitalisten. Je weniger sie das tun können, umso weniger steht der Realwirtschaft auch zur Verfügung. Den Wegelagerern ohne jede Ahnung von Wirtschaft, dafür aber mit der Lizenz zum Steuerklau ist das egal, sofern sie überhaupt etwas davon verstehen, sie handeln nach dem Motto: Nach uns die Sintflut und Hauptsache, uns geht’s gut. Woher soll der Michel auch Ahnung von ökonomischen Zusammenhängen haben, an deutschen Schulen wird statt Ökonomie schließlich die Ökoreligion gelehrt.

Und das Lügen über die fundamentalsten Regeln der Wirtschaft ist nur ein Puzzlestück in der Agenda der Zerstörer unserer Zivilisation. Oder mit Worten von Helmut Schelsky, der vor 40 Jahren vorausgesehen hat: “Wie diese Heilslehren … krebshaft die versachlichten Institutionen der modernen Gesellschaft unterwandern und zersetzen, wird zu den erregendsten geistigen und sozialen Geschehnissen der kommenden Jahrzehnte, wahrscheinlich des kommenden Jahrhunderts, gehören (…). Das Ziel dieser Heilsbekehrung ist erreicht, wenn der Mensch sich im Glauben an ein zukünftiges Ganzes einer ‘neuen Gesellschaft’ gegen seine konkreten, zeitlich und sozial beschränkten Interessen wendet. Auf diese ‘Bewusstseinsveränderung’ zielt die neue Heilsmission.“ Wie recht hatte er!

Viele Fragen sich, wie kann es angehen, dass die Politiker und ihre Speichellecker dermassen gegen jede ökonomische Logik verstossen und den Willen der Menschen mit den Füssen treten. Viele verzweifeln daran. Ich auch, bis vor kurzem. Und dann, Ende letzten Jahres las ich ein Interview mit dem greisen Helmut Schmidt, in dem er mehr Opferbereitschaft der Deutschen für Europa verlangte. Neben nationalsozialistischem Vokabular „bis zum Endsieg!“, stolperte ich über seine Erwähnung des Artikel 23 des Grundgesetzes, „der Deutschland den klaren Auftrag gebe, für die Integration der EU zu arbeiten. Von einem Vorrang deutschen Interesses ist dort keine Rede“, gab der Politprofi zu Protokoll. Interessiert, habe ich die beiden Artikelversionen verglichen.

Präambel alt:

Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, seine nationale und staatliche Einheit zu wahren und als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, …

Präambel neu:

Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, …

Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes, BGBl. I 1992 S. 2086

Was fehlt? Genau: seine nationale und staatliche Einheit zu wahren. Und das schon seit 1992, also seit dem Jahr des Maastrichter Vertrages. Hat jemand diese Grundgesetz-Änderung mitbekommen? Haben deutsche Medien darüber berichtet? Ich jedenfalls wusste es nicht. Hier sieht man schwarz auf weiss, dass die Abschaffung Deutschlands als souveränen Staat, seit langem eine beschlossene Sache ist und wird von langer Hand bis ins Detail vorbereitet. Darum das Mauern und die wütenden Attacken auf alle Patrioten und Euro-Gegner. Nur sagen tut das keiner. Diese Lügner!

Vor diesem Hintergrund macht Schmidts Händedruck mit Mao Zedong Sinn: Mao machte auch was er wollte, belog die Chinesen und das Ausland nach Strich und Faden, von seinem Massenmord an eigenem Volk zu schweigen. Allerdings macht Schmidts Bewunderung für Deng Xiaoping wenig Sinn: Deng liebte sein Volk und wollte sein China gross und stark machen. Schmidt und andere Verräter in seinem politischen Syndikat wollen das Gegenteil. Die Dreiteilung der Gewalten in der heutigen Bundesrepublik ist mehr eine Triade als ein demokratisches System.

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