Willanders – Rechts vor Links

26. April 2010

Ohrfeigen für die Gerechtigkeit

Filed under: meinungsfreiheit,politik,staat — willanders @ 13:35

NACHSCHUB: Eine aufschlussreiche Aufdeckung der Gründe für die Absetzung des Bischofs Mons. Mixa : http://info.kopp-verlag.de/news/fassungslosigkeit-warum-walter-mixa-gehen-musste-und-daniel-cohn-bendit-immer-noch-da-ist.html

Auch wenn diese ganze Missbrauchsdebatte mir – wie jedem anderen wohl auch – zum Halse heraushängt, will ich meinen Empörungsschrei nicht unterdrücken. Sowas soll ungesund sein. Unsere Staats-Empörungsbeauftragte C. Ayshe, die Roth heisst und grün ist, fordert Bischof Mixa für ein paar Ohrfeigen, die er vor Jahrzehnten einer Verhaltensgestörten gescheuert hat, zum Rücktritt auf.

Ok… Wie wäre es damit, zuerst im eigenen Saustall zu kehren? Oder anders gefragt: Warum werden manche Handlungen offenbar in ihrem zeitlichen Kontext verstanden – und damit entschuldigt -, während andere in Beton gegossen bleiben? Wie kann es also angehen, dass Josef Fischer – der auch später als Bundesaussenminister der Bundesrepublik Deutschland und der Welt geschadet hat, der einst Steine auf Polizisten warf und deren Tod in Kauf genommen hat -, eine fast schon gottähnliche Verehrung in Deutschland geniesst, während Bischof Mixa in der veröffentlichten Meinung gleich hinter dem Piusbruder und Holocaustleugner Richardson darnieder liegt?

Fischers Verteidiger argumentieren, das alles sei lange her; man müsse es halt im Kontext der damaligen Zeit sehen; links habe damals bedeutet, den Schweinestaat als Putzgruppe im Revolutionären Kampf eben mit physischer Gewalt zu bekämpfen; man müsse ja noch froh und dankbar sein, dass Fischer damals nur Steine und Molotowcoctails auf Polizisten warf, und die Waffe, die später für Mord benutzt wurde, in seinem Auto nur transportieren liess – und diese nicht selber benutzt hat. Die Linke hat jeden Hinweis auf Fischers Verbrechen als rechtes Komplott abgestempelt. Folgen wir dieser linken Barmherzigkeit, dann hat jeder das Recht sich zu ändern. Jeder. Warum wiegt dann aber eine Ohrfeige für eine Verhaltsgestörte schwerer als Mordversuche an Polizisten und Beihilfe zum Mord? Die bayerischen Grünen haben gefordert, Mixa das Gehalt, das der bayrische Staat zahlt, zu streichen. Wenn die Taten auch strafrechtlich verjährt seien, so seien sie aber “politisch noch nicht verjährt”. Mit der gleichen Logik sollte man dann aber auch Josef Fischers Ministerpension streichen! Und solchen selbstgerechten Roths eine politische Ohrfeige verpassen: sie bei allen Wahlen einfach ignorieren.

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