Willanders – Rechts vor Links

30. März 2010

Das Ende Europas?

Das Ende Europas?  –  Ansichten zur Integration der Muslime

Von Siegfried Kohlhammer

erschienen in MERKUR ,  Heft Nr.731, April 2010

Als die französische Theaterregisseurin Rayhana Anfang des Jahres nur knapp einem Terrorattentat entging, fragte die Internationale Liga für Frauenrechte: »Wer hätte sich vorstellen können, dass im Frankreich des Jahres 2010 eine Frau nur deshalb angegriffen wird, weil sie ein Theaterstück geschaffen hat, das Islamisten missfällt?« Ja, wer hätte sich das vorstellen können? Ich zum Beispiel, und recht bedacht wohl auch der Rest der Menschheit, soweit er nicht seit über dreißig Jahren im Koma liegt oder anderweitig ebenso ignorant, weltfremd und realitätsblind ist wie die Internationale Liga für Frauenrechte. Zur Verbesserung des Vorstellungsvermögens seien hier einige Bücher empfohlen.

Wer die Weltläufte – auch die turbulenten und bedrohlichen – mit kühler Distanz und Gelassenheit beschrieben und analysiert sehen mag, wird sich von den Titeln der fraglichen Werke eher abgestoßen fühlen. Aber es wäre ein Fehler, sie deshalb nicht zur Kenntnis zu nehmen, enthalten sie doch eine Fülle meist gut belegter Fakten und Analysen, die auf eine besorgniserregende Entwicklung hinweisen.

Der amerikanische Journalist Christopher Caldwell stellt Reflections on the Revo lution in Europe an.(1) »Can Europe be the same with different people in it?«, lautet die Frage auf dem Umschlag, und Caldwells Antwort ist ein klares Nein. (…) (more…)

Völkermord – Beim Sklavenhandel lernten Christen von Muslimen

Ein bemerkens- und lesenswerter Artikel von Ulrich Baron in der gestrigen WELT – allerdings gespickt mit den heutzutage in Deutschland üblichen – der Wahrheit völlig widersprechenden – Beschwichtigungen, der Islam hätte damit nichts zu tun.  Wenn der Koran die Sklaverei befiehlt, wieso hat die Sklaverei dann nichts mit dem Islam zu tun! Das gleiche machen unsere Medien mit dem Terrorismus: Auch wenn die Mörder kurz vor dem Morden „Allahu akbar“ rufen, haben die Morde nichts mit dem Islam zu tun. Lächerlich!

In der Geschichte wird gern den Europäern die Schuld an Afrikas Elend gegeben. Doch als Kolonialmächte profitierten sie ab dem 17. Jahrhundert von einem System, das die Araber etabliert hatten. Über 17 Millionen Menschen waren bereits wegen muslimischer Sklavenhändler gestorben.

Hatte es lange so ausgesehen als seien allein die Europäer an Afrikas Elend schuld, so hat sich das Bild inzwischen gewandelt. Menschenjagden muslimischer Reitermilizen im Südsudan und das Massaker muslimischer Nomaden an nigerianischen Christen enthüllen Konfliktlinien, die weit in die vorkoloniale Ära zurückreichen.

Es wäre an der Zeit, schreibt der afrikanische Anthropologe und Wirtschaftswissenschaftler Tidiane N’Diaye, „dass der araboislamische Sklavenhandel, der einem Völkermord gleichkommt, näher untersucht wird und gleichermaßen zur Sprache kommt wie der transatlantische Menschenhandel.“ In diesem Sinn hat er sein beim Erscheinen in Frankreich 2008 leidenschaftlich und viel diskutiertes Buch betitelt: „Le génocide voilé“ – „Der verschleierte Völkermord“ (Rowohlt, 252 Seiten, 19,90 Euro).

Über 17 Millionen Menschen habe Afrika in den letzten dreizehnhundert Jahren an araboislamische Sklavenhändler verloren, und dabei sei die noch weit größere Zahl derer nicht mitgerechnet, die bei der Versklavung ganzer Dörfer umgebracht wurden. (more…)

24. März 2010

Das Abrogationsprinzip im Koran

Filed under: antisemitismus,islam,meinungsfreiheit,terror — willanders @ 13:33

Ein Essay von Michael Mannheimer, Deutschland, erschienen auf PI am 23. März 2010

Wie kein anderes Heiliges Buch unter den Weltreligionen enthält der Koran eine Fülle widersprüchlicher Aussagen. Was an der einen Stelle verboten ist, wird an anderer Stelle ausdrücklich eingefordert – und umgekehrt. Doch die Widersprüchlichkeit des Koran ist nur eine scheinbare. Sie löst sich schlagartig auf, wenn man das sorgsam gehütete Geheimnis erkannt hat, das sich hinter der Architektur des Koran verbirgt. Denn die koranischen Suren sind nämlich nicht chronologisch, sondern ihrer Länge nach sortiert – und die jüngeren Suren (der gewalttätigen medinensischen Spätphase Mohammeds) tilgen die älteren der noch vergleichsweise friedlicheren Ära in Mekka. Doch wird dieses Geheimnis islamischen Gelehrten wie ein Gral gehütet– und nur zu besonderen Anlässen gelüftet.

1. EINLEITENDE GEDANKEN

Die Gretchenfrage schlechthin: Ist der Islam friedlich oder gefährlich?

Trotz der Tatsache, dass fast sämtliche internationalen Terrorakte der letzten Jahrzehnte durch Muslime verübt worden sind, beharren islamische Gelehrte darauf, dass der Islam eine „Religion des Friedens“ sei. Zur Untermauerung ihrer These zitieren sie Koranverse wie etwa Vers 32 der Sure 5, demzufolge derjenige, der „einen Menschen tötet“, sein soll „wie einer, der die ganze Menschheit ermordet hat (Islamische Geistliche verbergen ihren Gläubigen gegenüber jedoch, dass Mohammed in diesem Vers Gebote aus dem Talmud der Juden zitiert [Sanhedrin 4:1, 22a]). “ Kritiker des Islam konfrontieren Muslime hingegen mit Suren, die genau das Gegenteil fordern: nämlich das Töten von Ungläubigen. So heißt es etwa in Sure 47 Vers 4: „Und wenn Ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt.“

Fast alle Medienbeiträge zum Islam, nahezu alle Talkshows mit und über Muslime und deren Glauben drehen sich um die zentrale Frage, ob der Islam eine Religion des Friedens oder des Terrors ist. Und die meisten Beiträge und Talkshows enden auf stets dieselbe Art: der meist unkundige Zuschauer ist am Ende genauso schlau wie zuvor. Denn die Verteidiger des Islam zitieren scheinbar friedliche Koranverse, während deren Kritiker auf die Unzahl terroristischer Gewaltakte verweisen, die von Muslimen im Namen des Islam verübt werden. Wie derzeit beim Kommunismus antworten auch heutzutage die muslimischen Vertreter mit dem Hinweis, dass jene Gewaltakte nichts mit dem Islam zu tun hätten. Und wie damals die Kommunisten blenden auch heute die meisten Muslime die tausendfachen Gräuel und Menschenrechtsverletzungen – begangen in den Ländern des Islam wie in den Ländern der „Ungläubigen“ – regelmäßig aus ihren Debatten aus und verweisen im Gegenteil auf die angebliche Schuld des Westens, auf dessen Kolonisierungen und den Kapitalismus als eigentliche Ursache jenes Terrors. Wie Kommunisten in ihrer Zeit behaupten heute Muslime und deren westliche Apologeten, dass die weltweiten Terrorakte der „nachvollziehbare“ und verzweifelte Aufstand der Ärmsten gegenüber der Dominanz und der Demütigung durch den Westen sei und in Wirklichkeit nichts mit dem Islam zu tun hätten.

Doch die Fakten sprechen eine ganz andere Sprache. (more…)

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