Willanders – Rechts vor Links

8. Februar 2010

Heilige Kühe – Fortsetzung

Ein weiterer der nötigen Weckrufe, sollte sich in Deutschland noch etwas bewegen bevor der Letzte das Licht ausmacht. Dass bei diesen Bedingungen immer weniger Männer Lust haben Kinder zu zeugen, ist ja nur ein Beweis dafür, dass der gesunde Menschenverstand nicht ganz ausgestorben ist. Und so wie Hitler die – verheiratete – Mutter heroisiert hat, so heroisiert die heutige Linke die Mutter als “ jung, weiblich, vom bösen Manne verlassen, systemisch benachteiligt, in steter Sorge ums Kind verzehrt“. Es handelt sich um eine linke Abart des hitlerschen Mutterbildes. Was noch stärker herausgearbeitet werden muss, ist die vorsätzliche Rolle des Staates bei der Zerschlagung der traditionellen Familie.

Die Heroisierung der Alleinerziehenden

Von Paul-Hermann Gruner

Edel, hilfreich und gut, gleichzeitig aber auch arm, geschunden, ohne jede Eigenverantwortung in Not geraten, das ist heute unser Prototyp des sozialen Problemfalles: die Alleinerziehende. Eine Allzweckwaffe.

Sucht eine Talk-Show ein Opfer der industriellen Moderne, der internationalen Finanzkrise, der postpubertären Verelendung, der alltäglichen Prekarisierung – dann greift sie zu dieser jungen Frau mit Kind oder Kindern. Und die lächelt dann gefasst in die Kamera und lässt uns teilhaben am Elend.

Früher hätte man in Sachen Elend und Verarmung vielleicht einen Obdachlosen präsentiert, der im Stadtwald campiert, eine verarmte Seniorin ohne Witwenrenten-Anspruch, einen teilamputierten Gerüstbauer, der keinen Arbeitsplatz mehr findet – heute stellt all diese Schicksalsschläge die Alleinerziehende alle in ihren großen, dicken, unhinterfragten Schatten.

Ihre Gruppe wächst in Deutschland staunenswert schnell – genauso die Kosten für ihre Alimentierung. Im Osten der Republik bilden Alleinerziehende 26 Prozent aller Haushalte mit Kindern. Bundesweit leben heute 2,2 Millionen Kinder leben in rund 1,6 Millionen Ein-Eltern-Familien. Die rund zehn Prozent alleine erziehenden Väter taugen aber nicht zur Vorführung als bedauernswertes Etwas; dazu braucht es das Optimum, die Alleinerziehende mit der fünffachen Mitfühl-Voraussetzung: jung, weiblich, vom bösen Manne verlassen, systemisch benachteiligt, in steter Sorge ums Kind verzehrt. Dagegen wirken verschüttete Erdbebenopfer fast schon privilegiert. (more…)

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