Willanders – Rechts vor Links

29. Dezember 2009

Wissenschaftler besiegen das Eishockey-Team

Als Laie blickt man da nicht durch. Soll ich mir noch schnell ein Strandgrundstück auf den Malediven zulegen bevor es zu spät ist? Aber da tagt schon die Regierung unter Wasser, also zu spät. Ausserdem dürfen die Kufars dort nichts besitzen. Ok, dann eben in der Karibik oder auf den Philippinen. Aber wieviel soll ich dafür ausgeben, wo es doch bald überflutet wird? Oder soll ich einfach noch schnell ein Stossgebet im Kölner Dom gen Himmel schicken, bevor es – laut Spiegel – unter den Wassermassen der Nordsee verschwindet? Fragen über Fragen, und wie lautet die Antwort?

Fakten könnten Klarheit schaffen. Aber woher nehmen und nicht stehlen… Womit wir beim Climagate angekommen wären, das die deutschen Qualitätsmedien komplett verschlafen haben. Spiegel und der investigative Rest haben uns wohl die grösste Betrügerei in der Wissenschaftsgeschichte einfach vorenthalten. Stattdessen überbieten sie einander mit Gruselmärchen. Also vergiss es, Fakten kriegst du da nicht. Die Gralshüter der Heiligen Inquisition, auch Greenpeace genannt? Der Prophet of Doom Al Gore, der Inder Pachauri, der Chef von Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)  und passionierter Cricketspieler – beide mit ihren Milliardenprofiten aus der Klimahysterie? Hehe! Guter Witz.

Also Wissenschaftler. Nur welche? Vielleicht diejenigen die keine Daten manipulieren. Gibt es die? Ja und zwar hier: „The National Climatic Data Center’s Paleoclimatology Branch is the world’s largest archive of climate and paleoclimate data. The Paleoclimatology Branch operates the World Data Center for Paleoclimatology, an Applied Research Center for Paleoclimatology, and partners with national and international science initiatives around the world to expand the use of paleoclimatic data.

Die sammeln Rohdaten, sprich nackte Zahlen, die in keine Formeln gepresst werden: „Temperature interpretation based on stable isotope analysis, and ice accumulation data, from the GISP2 ice core, central Greenland. Greenland ice-core records provide an exceptionally clear picture of many aspects of abrupt climate changes, and particularly of those associated with the Younger Dryas event, as reviewed here. Well-preserved annual layers can be counted confidently, with only 1% errors for the age of the end of the Younger Dryas 11,500 years before present. Ice-flow corrections allow reconstruction of snow accumulation rates over tens of thousands of years with little additional uncertainty. Glaciochemical and particulate data record atmospheric-loading changes with little uncertainty introduced by changes in snow accumulation. Confident paleothermometry is provided by site-specific calibrations using ice-isotopic ratios, borehole temperatures, and gas-isotopic ratios. Near-simultaneous changes in ice-core paleoclimatic indicators of local,regional, and more-widespread climate conditions demonstrate that much of the Earth experienced abrupt climate changes synchronous with Greenland within thirty years or less.”

Die fragen also das Eis nach der Temperaturgeschichte. Und was sagt das Eis?

Nun gut, der Eishockeyschläger ist sichtbar. Die Temperatur stieg seit Mitte des 19. Jahrhunderts um 0,4°C. Aber wie lang ist der Griff des Schlägers? Ist dieser Anstieg ohne Präzedenz? Aus gutem Grund verschleiern die Klimahysteriker den weiteren Verlauf der Kurve, denn…

… wenn wir nämlich weiter zurück blicken, bis ins 8. Jahrhundert n.Chr., dann entdecken wir die Mittelalterliche Wärmeperiode (MWP). Da war es wesentlich wärmer als jetzt. Die Wikinger waren da und nannten es Grönland. Grünland, und sie pflanzten dort Gemüse. Die folgende Kleine Eiszeit (KEZ) führte zu Hungerkatastrophen in ganz Europa. Halten wir fest: Zwischen 850 und 1250 n.Chr. war es auf Grönland wesentlich wärmer als jetzt. Aber war die MWP schon der Gipfel?

Nein, im Gegenteil. In den letzten 5.000 Jahren gehörte selbst die MWP zu den kälteren Zeiträumen. Höchstens ihren Hitzegipfel kann man als nicht ganz so furchtbar kalt bezeichnen. Und die Gegenwart? Brrrrrhhh….! Wir leben in der kältesten Zeit seit 5.000 Jahren. Nur noch das 8. Jahrhundert n.Chr. war kälter. Temperaturanstiege wie der letzte Eishokeyschläger sind seit Urzeiten die Regel und keine Ausnahme.

Im Verlauf des gesamten Holozäns, also etwa seit 11.600 v. Chr. – „zufällig” auch die Zeit in der der Mensch Landwirtschaft und Zivilisation entwickelte – war es wärmer als jetzt. Beispielsweise endete die Tundrenzeit (etwa 9640 v.Chr.) mit einer extrem schnellen Wiedererwärmung. Innerhalb von nur 20 bis 40 Jahren stiegen die Durchschnittstemperaturen um sechs Grad Celsius!

Die letzten 4.000 Jahre sind dagegen ein einziger Temperaturabstieg. Aus dieser Perspektive war die KEZ die grosse Ausnahme, und die jetzige Erwärmung bedeutet eine Rückkehr zur Normalität. Wenn sie denn so weiter geht, die Erwärmung.

Im Vergleich zum gesamten Holozän sieht unser jetziger Eishockeyschläger…. ja wo ist er denn? Angesichts der Fakten ist es eher eine neue Eiszeit, die wir fürchten sollten. Denn die Warmzeiten innerhalb der letzten halben Million Jahre hielten lediglich für jeweils 10.000 Jahre an, und die Eiszeiten sind ja nicht so beliebt unter den Bauern, diese werden dann nämlich ganz schnell arbeitslos. Die Eiszeiten sind in der Erdgeschichte die Regel, die Warmzeiten die ganz grossen Ausnahmen.

Wenn man sich diese Grafik ansieht, dann kann man nur dankbar sein, in einer der seltenen Warmzeiten leben zu dürfen. Und noch was: Das Klima steht niemals still. Ob wir CO2 produzieren oder nicht.

Hätte uns jemand diese letzte Grafik bei einem Intelligenztest vorgelegt und uns aufgefordert, diese weiterzuzeichnen. Was würden wir dann zeichnen? Richtig: eine sehr steil absteigende Linie. Das ist es was uns nach vorliegenden Erkenntnisse bevorsteht: eine Eiszeit.

Und das Eishockey-Team? Nachdem sie nun von ihrem CO2-Thron – der auf sehr dünnem Eis stand – runtersteigen müssen, würde ich ihnen raten, sich richtige Eishockeyschläger zu schnitzen. Sie werden diese wohl bald brauchen, bei ihrer vielen Freizeit.

Graphiken und Textidee entnommen hier:

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3 Kommentare »

  1. Vielen Dank für diesen Artikel! Ich habe mich schon oft darauf bezogen.

    Carsten

    Wer wählt macht sich mitschuldig

    Kommentar von Carsten Thumulla — 24. Februar 2017 @ 16:54 | Antwort

  2. Danke für diese Übersetzung.

    Das genau war der erste Grund, warum ich vom AGW-Gläubigen zum Realisten geworden bin.
    Es ging mir einfach nicht in den Kopf hinein, daß plötzlich die natürlichen
    Megaprozesse der Klimageschichte dadurch außer Kraft gesetzt werden sollten,
    daß der Mensch 30, 40 oder auch 100 Moleküle pro 1 Million Luftmoleküle eines
    lebenswichtigen Gases mehr in die Atmosphäre bläst. Wobei noch angemerkt werden muß, daß die Biosphäre, geologische und maritime Prozesse das rund 30-fache an CO2 freisetzen! Ob mehr oder weniger, können wir Menschen überhaupt nicht beeinflussen!

    Und der zweite Grund war, daß trotz der Forschungsmilliarden in die sogenannte
    Klimawissenschaft der wissenschaftlich gesicherte Beweis ausgeblieben ist, daß CO2 wirklich den behaupteten Einfluß auf die globale atmosphärische Durchsschnittstemperatur hat.

    Der Zweifel, nicht die Glaubensgewißheit ist der Vater der Wahrheit!

    Dieser Beitrag über die Klimageschichte ist sehr empfehlenswert!

    Kommentar von orion — 31. Dezember 2009 @ 20:12 | Antwort

    • ja danke, mich hat das original auch sehr angesprochen, weil es mit den grafiken sehr anschaulich erklärt ist. meine lebenserfahrung zeigt mit, dass wenn jemand etwas nicht mit einfachen worten oder bildern erklärt, dann ist was faul dran.

      Kommentar von willanders — 31. Dezember 2009 @ 21:03 | Antwort


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