Willanders – Rechts vor Links

30. Juni 2009

Dalai Lama – der Kalenderweise

Filed under: kultur,politik — willanders @ 14:51
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Pünktlich zum Sommeranfang – wie etwa das Ungeheuer von Loch Ness – schwebt auch diesjahr der safrangelbe Ozean der Weisheit vom grauen Frankfurter Himmel hernieder und ergiesst sich über seine Gemeinde mit reichlich Kalenderweisheiten der Sorte: Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen. Worte, die manchen gut tun.

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Mir tun andere Worte gut, und zwar die von Vince Weber, der sich dem Buddha vom Dach der Welt zuwendet und ihm eine kleine Begrüssungsrede widmet:

Ende dieses Monats wird nun mal wieder der Dalai Lama drei Tage lang die Frankfurter Commerzbank-Arena mit seiner Anwesenheit beglücken. Der tibetanische Gottkönig könnte aus dem Wuppertaler Telefonbuch vorlesen und das gesamte christliche Abendland verdreht verzückt die Augen. Zugegeben, wenn der selbsternannte „Ozean des Wissens“ Lebensweisheiten unter’s Volk wirft, wie zum Beispiel: „Eine liebevolle Atmosphäre in Deinem Haus ist das Fundament für Dein Leben.“ oder auch „Nur wer Leid erträgt, wird Glück erfahren!“ dann kann man schon mal auf komische Gedanken kommen. Hat die „Große Leuchte der Weisheit“ vielleicht doch nur eine Energiesparbirne? (more…)

Stell dir vor: Demokratie wird abgeschafft und keiner schaut hin!

Filed under: eu,politik,wahlrecht — willanders @ 13:40
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Heute ist ein grosser Tag für Europa, einer der wichtigsten in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands – und keinen interessiert’s. Zur Erinnerung: Heute entscheidet das Bundesverfassungsgericht darüber, ob der Reformvertrag von Lissabon mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Warum diese Entscheidung so wichtig ist? Vaclav Klaus hat eine sehr verständliche Analyse geliefert, die ich hier vorgestellt habe:Klaus erklärt den Lissabon-Vertrag

Wie ist das möglich? Wie kann es angehen, dass die deutschen Medien an diesem immens wichtigen Tag die Frage ob Michael Jackson kahlköpfig und unterernährt war, mehr bewegt als die Zukunft Europas? Möglich ist was Peter Boehringer schreibt:

Jeder Konferenz-Organisator und Meeting-Leiter weiß, wie wichtig „Agenda-Setting“ ist. Erwartet man (zu) kontroverse Debatten oder gar Abstimmungsniederlagen, ist es besser, ein Thema gar nicht erst auf die Agenda zu nehmen und totzuschweigen. Immer wieder fallen dem genauen Beobachter also Themen auf, über die wir nichts hören. Das Verhalten des Mainstream in dieser so wichtigen Frage ist skandalös und ganz klar abgesprochen. Man spielt das Thema duch Totschweigen derart herunter, dass es in den Köpfen der Menschen nicht auftaucht und es so einfach keine öffentlichen Debatten in den letzten Wochen geben konnte. Es ist den EU-Eliten nämlich völlig klar, dass die Menschen DIESE Verfassung eindeutig ablehnen würden, wenn sie auch nur ansatzweise über ihren Inhalt bescheid wüssten. Wer aber nichts weiß, der kann keine Meinung äußern und so auch die Verfassungsrichter nicht beeinflussen. Diese wurden in den letzten Monaten garantiert massiv hinter den Kulissen „bearbeitet“, um ihnen statt eines klaren und juristisch eigentlich zwingenden „Nein!“ wenigstens ein „Ja, aber…“ abzuringen.

Ich nehme die heutige Entscheidung des BVG vorweg und lege mich fest: Es wird ein „Ja, aber“ geben. Ein leichtes Kratzen am Bollwerk der EU. Geschleift wird dieses Monstrum aber nicht. Revolutionen oder auch nur klare und mutige Entscheidungen waren noch nie deutsch.

28. Juni 2009

Die Selbstmordpille der Demokratie

Filed under: politik — willanders @ 16:08

Folgender Text des Essayisten Baron Bodissey erschien auf Gates of Vienna. Darin fragt der Autor:

Hat die Demokratie eine Selbstmordpille geschluckt?

Der moderne demokratische Staat – sei es konstitutionelle Republik, parlamentarische oder konstitutionelle Demokratie – existiert erst seit 320 Jahren, seit der Glorious Revolution von 1688, als König James II von England abgesetzt und die Macht der Monarchie beschnitten wurde. Und wenn wir die Vereinigten Niederlande (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen) hinzuzählen, kommt ein weiteres Jahrhundert zum Stammbaum der Demokratie hinzu.

Das isländische Althing kommt seit mehr als tausend Jahren zusammen, aber das dortige Modell unterscheidet sich zu sehr von all den anderen  europäischen Demokratien und ist kein Vorgänger von ihnen. Vereinfacht gesagt: Das Zeitalter der Demokratie existiert seit 400 Jahren – und scheint sich seinem Ende zu nähern.

Die Tatsache, dass alle modernen westlichen demokratischen Staaten dieselben krankhaften Symptmome – auch wenn dies in unterschiedlichem Masse geschieht – aufweisen, legt den Verdacht nah, dass diese Krankheit der Demokratie innewohnt. Die spezifische Form der Krankheit, die Güte der politischen Eliten des Landes oder das jeweilige Land sind hier von keinerlei Bedeutung. (more…)

26. Juni 2009

Fjordman über Feminismus – älter, aber sehr lesenswert

Filed under: politik — willanders @ 19:39

Hier ein Fjordman-Aufsatz von 2006, der aber auch 2009 nichts an Aktualität verbüsst hat. Das englischsprachige Original ist hier zu finden.

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Westlicher Feminismus und das Bedürfnis nach Unterwerfung

Manche Autoren behaupten, dass viele der leidenschaftlichsten und mutigsten Verteidiger des Westens Frauen sind, und führen dabei unter anderem die italienische Schriftstellerin Oriana Fallaci als Beispiel an. Doch Ausnahme-Frauen wie Frau Fallaci, so mutig sie auch sein mögen, sind nicht repräsentativ für die westlichen Frauen. Beim genauen Hinsehen bemerkt man, dass westliche Frauen im allgemeinen den Multikulturalismus und die massive Einwanderung stärker unterstützen als westliche Männer.
Ich bekam viele Kommentare auf meine Artikel über gegen Frauen gerichtete moslemische Gewalt in Skandinavien. Mehrere meiner Leser fragten, was skandinavische Männer dagegen unternehmen würden? Was ist denn nur aus diesen Wikingern geworden? Haben sie zuviel Met in Walhalla getrunken? Im Gegensatz zu den romantischen Mythen, die sich heute um sie ranken, waren die Wikinger die meiste Zeit über wilde Barbaren. Ich zweifle jedoch sehr daran, dass sie weggeschaut hätten, wenn ihre Töchter von Moslems belästigt worden wären. In einem gewissen Sinn macht das heutige Skandinavier zu schlimmeren Barbaren als es die Wikinger jemals waren. (more…)

25. Juni 2009

Necla Kelek: Experiment erfolgreich gescheitert

Filed under: Integration,islam,kultur,politik — willanders @ 12:02
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Wie ich schon vorgestern hier geschrieben habe, geht heute die vorerst – und wie viele hoffen, die endgültig – letzte Sitzung der sogennaten „Islamkonferenz“ über die Bühne. Jene Veranstaltung also, in der unser Terrorminister Schäuble neue Freunde gefunden hat. Aus dem Anlass schreibt die daran teilnehmende Necla Kelek einen Kommentar in der FAZ.

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„Nach drei Jahren Islamkonferenz wisse zwar niemand, wofür ‚der‘ Islam in Deutschland steht“, man wisse aber, was ein Segment von ihm wolle: „Der politische Islam will Schritt für Schritt seine Rechte auf ein religiöses Leben in Deutschland durchsetzen.

Kritisch blickt sie auf das an diesem Donnerstag stattfindende letzte Plenum der Islamkonferenz voraus, die vom einladenden Innenminister Wolfgang Schäuble als erfolgreicher Dialog gefeiert werde, der aber nicht wirklich stattgefunden habe: Die Islamverbände hätten zwar viele Rechte eingefordert, „aber Verantwortung für Dinge, die im Namen des Islam stattfinden, ja sogar die Integration lehnen sie ab.“ (more…)

24. Juni 2009

Opfer zu Tätern

Filed under: islam — willanders @ 18:06

… werden heute von teilweise denselben Leuten gemacht, die früher Schwerter zu Pflugscharen schmieden wollten. Nach den bestialischen Morden von Muslimen an den beiden jungen deutschen Frauen in Jemen ist mir die Galle mehrmals übergelaufen bei den Kommentaren unter den entsprechenden Meldungen. Da hiess es: „Selber schuld! Sie wussten doch worauf sie sich einlassen. Wie kann man nur in den Jemen als Frau und Christin gehen!“ undsoweiterundsofort. Wie verroht sind wir im Westen schon, wenn wir ein zum Himmel schreiendes Unrecht so betrachten? Was für Zynismus und Unmenschlichkeit steckt in solchen Menschen. Mir gruselt’s wenn ich dran denke, ich fahre neben solchen kalten Monstern morgens im Bus zur Arbeit.

Malte Lehming empfindet ähnlich und  hat sich dazu geäussert:

Täter und Opfer

Zwei junge deutsche Christinnen sind im Jemen ermordet worden. Doch statt sich über Christenverfolgung in islamischen Ländern zu beklagen, wird über die Naivität bibeltreuer Missionare gelästert.

Zwei junge deutsche Christinnen, die in einem Krankenhaus im Jemen arbeiteten, wurden ermordet. Sie starben, weil sie das Wort Gottes weitertrugen. Ihr Schicksal reiht sich ein in das von rund 200 Millionen Christen in mehr als 60 Ländern weltweit, die diskriminiert, gefoltert, hingerichtet werden. Etwa 80 Prozent aller Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen. Das Christentum ist die am übelsten bekämpfte Religion überhaupt. All das verdient es, beklagt und angeprangert zu werden. Stattdessen mokiert man sich über die Bibeltreue der Frauen, räsoniert über deren Fahrlässigkeit, in ein weitgehend gesetzloses islamisches Land gefahren zu sein, empört sich über den missionarischen Fundamentalismus derer, die sie geschickt haben. Kurzum: Die Opfer sollen selbst schuld sein, die Täter werden als unheilbar dargestellt und in die Verantwortungslosigkeit entlassen. Was kann der Muslim schon dafür, wenn ihn die Bitte eines friedlichen Christen, einmal in der Bibel zu blättern, derart erzürnt, dass er diesem den Kopf abschlägt? Keiner muss Sympathie mit dem Treiben teils frommer, teils obskurer christlicher Weltbeglücker haben. Aber dass sie dürfen, was sie tun: Zumindest das sollte unstrittig sein.

22. Juni 2009

Islamkonferenz – oder der Abschied (für hoffentlich immer)

Filed under: Integration,islam,politik — willanders @ 20:40
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Am kommenden Donnerstag heisst es für Schäuble Abschied von guten alten Freunden zu nehmen. Dann treffen sich die deutschen Gutmenschen mit ihren mohammedanischen Freunden von der Deutschen Islamkonferenz nämlich zum vorerst letzten Mal. Exakt auf den dritten Geburtstag der DIK in drei Monaten fällt die Bundestagswahl. In den Wochen davor hat Schäuble, der Gastgeber der Konferenz und Bundesinnenminister, gewiss keine Lust auf ein heikles Thema im Wahlkampf.

Ein Denkmal für diese merkwürdige Veranstaltung hat Jan Fleischhauer in seinem schönen Bericht von einer der Sitzungen geliefert, den ich hier abgeschrieben habe.

Einen Bericht an die Konferenz hat Necla Kelek ins Netz gestellt, der aber ganz schnell wieder verschwunden war. Wer den zu Ende liest, versteht warum. Das ist Dynamit für die Politik der Muselverbände! Beim Lesen dieses Berichts frage ich mich die ganze Zeit, wie kann es sein, dass die ganze Muselbaggage nicht flugs einen Arschtritt verpasst kriegt und in den nächsten Flieger nach Arabistan verfrachtet wird, wenn nicht sogar verhaftet. Das ist doch alles sowas von unverblümt verfassungsfeindlich was die von sich geben! Und mit sowas sitzt unser Spasti am Tisch und nennt diese Ziegenfi…hirten-Nachkommen „Freunde“!!! Sehr lesenswert, bis zum letzten Wort.  Dank der Archivierungstechnik ist er der Öffentlichkeit erhalten geblieben: (more…)

Fjordman an Obama: Islam und die Wissenschaften

Filed under: islam,kultur — willanders @ 17:31

Der norwegische Essayist Fjordman setzt sich in seinem neuen Aufsatz (das Original ist hier erschienen) mit dem, was Obama in seiner Kairoer Rede als „die Schuld der Zivilisation an den Islam“ genannt hat.

Die Rede von US-Präsident Barack Hussein Obama an der Universität Kairo in Ägypten am 4. Juni 2009, enthält so viele Halbwahrheiten, Verzerrungen oder platte Lügen, dass es fast unmöglich ist, sich mit ihnen allen angemessen in einem Essay zu befassen. Ich werde mich hier insbesondere auf die Wissenschaft konzentrieren. Nehmen wir dieses Zitat:

„Als Geschichtsstudent weiß ich auch um die Schuld der Zivilisation gegenüber dem Islam. Es war der Islam – an Orten wie der Al-Azhar Universität – der das Licht der Bildung über so viele Jahrhunderte getragen und den Weg für die europäische Renaissance und Aufklärung bereitet hat. Es waren Innovationen in muslimischen Gesellschaften, durch die die Ordnung der Algebra entstanden, unser magnetischer Kompass und die Instrumente der Navigation, unsere Fähigkeit, Federhalter herzustellen und unsere Beherrschung des Drucks sowie unser Wissen um die Verbreitung von Krankheiten und wie sie geheilt werden können. Die islamische Kultur hat uns majestätische Bögen und hohe Gewölbe beschert, zeitlose Poesie und geschätzte Musik, elegante Kalligraphie und Orte der friedlichen Kontemplation. Im Verlaufe der Geschichte hat der Islam durch Worte und Taten die Möglichkeiten der religiösen Toleranz und ethnischen Gleichberechtigung demonstriert.“ [Übersetzung: http://amerikadienst.usembassy.de/us…gi?lfdnr=2366%5D

Gibt es auch nur eine einzige wahre Aussage in diesem ganzen Absatz? Vielleicht hatten die Muslimen eine solide Form der Kalligraphie entwickelt und einige ihrer Wissenschaftler steuerten ein paar Beiträge zur Algebra bei, aber abgesehen davon ist es beinahe blanker Unsinn. (more…)

Leon de Winter: Holländisches Tagebuch

Filed under: politik — willanders @ 16:15

Weil ich vorhin Leon de Winters „Holländisches Tagebuch“ als klug bezeichnet habe, sollte ich es vielleicht auch hier in der Länge vorstellen. Nach der Ermordung des islamkritischen Filmemachers Theo van Gogh veröffentlichte  DIE WELT im November 2004 ein 24-teiliges “Holländisches Tagebuch” des Schriftstellers Leon de Winter. Die kurzen Texte setzen sich mit den Folgen der schleichenden Islamisierung der Niederlande auseinander, dem ehemaligen Musterland der Toleranz – ein Status, der nach de Winters Auffassung durch das Auftreten zugewanderter Mohammedaner de facto zur Disposition steht. Angesichts der fatalen Lage, in welche die selbstmörderische Ideologie des Multikulturalismus sein Land gebracht hat, schreibt de Winter zum Abschluß seines Tagebuchs:

“Wir sollten die Arroganz aufbringen, unsere neuen islamischen Mitbürger Verträglichkeit, Individualität und die Rechte und Pflichten des modernen Bürgertums zu lehren, doch wir lassen uns von den Illusionen des Multikulturalismus lähmen. Seit den sechziger Jahren machen wir uns selbst weis, alle Kulturen seien gleichwertig. Wenn das so wäre, wäre Kannibalismus nur eine Frage des Geschmacks.

In den Niederlanden wie in ganz Europa wird der Druck der Intoleranten auf unsere Toleranz zunehmen. Uns bleibt keine andere Wahl: Wir müssen eine Weile die Tore schließen und uns auf die Frage besinnen, wer wir sein wollen und was wir dafür zu opfern bereit sind. Haben wir den Mut, Antworten darauf zu finden?” (more…)

Wenn Gutmenschen über „Ausländerproblematik“ schreiben

Filed under: Integration,islam,kultur,politik — willanders @ 14:27
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… dann kommt sowas dabei raus. Thomas Schmid (wem der Name nichts sagt, bitte hier nachschauen), der beim Sturm auf den Springer-Verlag in die oberste Etage geplatzt ist, ist ratlos. Beim näheren Hinsehen aber entpuppt sich sein Blogbeitrag als blosse Provokation. Bei seiner Sponti-Vergangenheit kein Wunder.

Wie anders sind Sätze wie diese zu erklären:

Ich finde es eigentlich niederschmetternd, dass es fast so etwas wie eine Gleichung gibt: Einwanderung = Problem. Ich finde, das ist unserer Gesellschaft nicht würdig.

Dabei sind er, und seine von der Alltagsrealität eines Durchschnittsdeutschen Lichtjahre entrückten „Qualitätsjournalisten“, die einzigen die diese Gleichung setzen. Wie man den Kommentaren unter seinem Beitrag entnehmen kann, ist es den Leuten sehr wohl bewusst, dass es nur die Mohammedaner sind, die nicht intergrierbar sind und es niemals werden. (more…)

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